Neckarsulmer Sport-Union muss die Situation annehmen

Ohne Wenn und Aber: Jetzt ist Abstiegskampf

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Angekommen auf dem Boden der Tatsachen: Die Sport-Union ist mitten im Abstiegskampf.
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Nach der Nellingen-Pleite muss sich die Neckarsulmer Sport-Union im Abstiegskampf zurechtfinden.

Es war ein richtiger Tiefschlag: Niederlage gegen den TV Nellingen in der heimischen Ballei. Der Tabellenletzte feierte damit seine ersten Punkte der Saison gegen die Neckarsulmer Sport-Union. Dabei lief doch zunächst alles soooo gut. "Wir sind bombastisch gut ins Spiel. So hatte ich es auch gehofft. Alles hat gepasst", erklärte Hannah Breitinger nach der Partie.

Sport-Union gegen Nellingen

Der starke 10:2-Start ließ die Hoffnung auf die Punkte sieben und acht bei den Hausherrinnen wachsen. Abwehr gut. Angriff gut. Die Leichtigkeit schien zurückgekehrt zu sein bei der Truppe von Emir Hadzimuhamedovic. Und dann? Alles weg. Warum? Worte konnte so richtig keiner finden für das, was da in den zweiten 30 Minuten passiert war. Auch bei Kapitänin Breitinger gab's ratloses Schulterzucken. "Unbegreiflich. Wir lassen uns aktuell zu leicht, zu schnell verunsichern. Uns fehlt aktuell die Coolness."

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Schon wenige missglückte Angriffsaktionen sorgten für ein dünnes Nervenkostüm. Plötzlich rückte der Aufsteiger von seiner Linie ab. Die Abwehr zu passiv. Der Angriff zu ungeduldig. Und jetzt? Abstiegskampf. Breitinger: "Wir müssen die Situation annehmen und uns klar darüber sein. Nellingen hat das schon länger getan. Wir sind einfach sehr gut gestartet. Es hätte aber auch schon im September so ausschauen können für uns."

Stimmt! Siege gegen Leipzig und Blomberg-Lippe gleich zu Beginn, dazu noch gute Auftritte gegen Top-Teams. Euphorie pur. Die Erwartungshaltung im Umfeld ist groß. Auch durch die starken vergangenen Jahre. DOCH: Wer in die Bundesliga aufsteigt, startet bei Null. Team und Umfeld MÜSSEN die Situation "Abstiegskampf" akzeptieren und annehmen. Panik - überflüssig.

Hannah Breitinger ist jedenfalls zuversichtlich, dass die Mannschaft stark genug ist, um damit fertig zu werden: "Das Team ist intakt. Wir werden uns jetzt gegenseitig helfen und aufbauen. Wir ziehen uns da gemeinsam raus. Es sind noch viele Spiele."

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