Neckarsulm lässt gegen Dortmund Punkte liegen

Bittere Heimpleite: Ein Spiel der vergebenen Chancen

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Ärgerte sich über viele vergebenen Chancen: Emir Hadzimuhamedovic .
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Zu viele Fehler: Neckarsulm vergibt gegen Dortmund Chance auf einen Heimsieg.

Puh! Da war irgendwie mehr drin. Bei der 20:27-Heimpleite der Bundesliga-Handballerinnen der Neckarsulmer Sport-Union am Samstagabend gegen Borussia Dortmund steckte der Fehlerteufel im Spiel des Aufsteigers. Zu viel verballert. Zu viele Unkonzentriertheiten. 

Sport-Union 

Von Beginn an stand die Abwehr beim Aufsteiger aber gut. Aggressiv. Aufmerksam. Das Team von Coach Emir Hadzimuhamedovic war voll da. Und hinter der kompakten Deckung vernagelte immer wieder Melanie Herrmann ihren Kasten. Auch das schnelle Spiel lief gut an. "Wir sind mit richtig viel Herzblut in die Partie gegangen. Wir wollten unbedingt gewinnen", erklärte der Coach nach dem Spiel. Einzig zu viele Chancen blieben ungenutzt. Nach 17 Minuten stand es so eben nur 4:3 - und das sollte sich rächen.

Dortmund bliebt im Spiel und kann sich beim Aufsteiger dafür bedanken. Und es kam noch schlimmer! Die Unkonzentriertheiten häuften sich jetzt bei der Sport-Union. Zwar stand die Abwehr weiter gut, doch vorne wurden immer wieder die Bälle weggeschmissen. Besonders tragisch: vier Siebenmeter wurden vergeben. Dortmund spielte ruhig weiter. 8:10 zur Pause. Unnötig. Hadzimuhamedovic: "Meine Spielerinnen haben sich zu sehr verunsichern lassen." Der Grund: Clara Woltering. Dortmunds Torhüterin hatte mit ihren Paraden den Weg in die Köpfe der Neckarsulmer Spielerinnen geschafft. 

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Und es wurde nicht besser in Durchgang zwei. Immer wieder ackerte der Aufsteiger gut in der Abwehr, vergab aber vorne seine Chancen. Dortmund traf humorlos. Nutzte die Möglichkeiten. 14:18 in der 43. Minute. Auszeit Sport-Union. Der Wille war weiter spürbar. Doch es lief einfach nicht rund. Die Gäste bleiben am Drücker. Zehn Minuten vor dem Ende stand es 15:21. Neckarsulm steckte nicht auf. Versuchte alles. Es wurde aber nix mehr. 

Schade. Da hätte was gehen können. Die Schwächephase vor der Pause, vergebene Siebenmeter und ungewohnte Unsicherheiten waren unterm Strich einfach zu viel. So etwas lässt sich eine erfahrene Mannschaft wie Dortmund nicht entgehen. "Wenn wir in der ersten Hälfte die Chancen reinmachen und uns etwas weiter absetzten, dann wäre vielleicht etwas gegangen. Aber wenn eine Mannschaft wie Dortmund ihre Klasse abruft, dann wird es schwer." 

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