Wieder keine Verzahnung

Heilbronner Bewerbung schuld? Verzahnung zwischen DEL und DEL2 wohl erneut gescheitert

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Die Kolbenschmidt-Arena soll die DEL-Kriterien nicht erfüllen.
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Laut echo24.de-Information soll morgen die erneut geplatzte Aufstiegsregelung im Eishockey bekanntgegeben werden.

Deutsches Eishockey - das stand jahrzehntelang für Pleiten, Pech und Pannen. Deshalb beschloss die DEL (Deutsche Eishockey Liga) vor einigen Jahren, für Planungssicherheit zu sorgen und eine geschlossene Liga nach amerikanischem Vorbild zu schaffen. Ohne eine Verzahnung und dem geregelten Auf- und Abstieg mit dem Unterbau. Aus der DEL2 konnten fortan Vereine nur noch nach oben kommen, wenn der DEL ein Verein wegbricht.

So geschehen beim Rückzug der Hannover Scorpions, deren Lizenz die Schwenninger Wild Wings für teures Geld einkauften und dem plötzlichen Aus der Hamburg Freezers, von dem vor zwei Jahren die Bremerhaven Pinguins profitierten. Einen sportlichen Aufsteiger gibt es definitiv seit Jahren nicht mehr, die DEL2 spielt seitdem um die goldene Ananas.

Zwei Versuche scheiterten bereits

Immer wieder startete die DEL2 den Versuch, mit der DEL eine Aufstiegsvereinbarung zu erzielen. Jahrelang wurde das komplett geblockt, dann gab es Signale, die Verzahnung vielleicht doch wieder herbeizuführen. Dabei spielt der 6.000-Punkteplan eine entscheidende Rolle. Die Vereine müssen ein DEL-geeignetes Stadion nachweisen. Diese Regelung setzt sich aus Kapazität, Anzahl der Sitzplätze und diversen weiteren Faktoren zusammen. Zudem verlangte die DEL diesen Nachweis von mindestens sechs DEL2-Vereinen, die zusätzlich auch eine Bürgschaft in Höhe von mehr als 800.000 Euro hinterlegen mussten.

Die Bilder von der Saisonabschlussfeier der Heilbronner Falken

Zwei Versuche scheiterten bisher, weil die von Bietigheim eingereichten Unterlagen fehlerhaft waren. Ende März starteten sechs Vereine  - Bietigheim, Dresden, Frankfurt, Kassel, Riessersee und auch Heilbronn - einen erneuten Versuch und reichten ihre Unterlagen fristgerecht ein. Die wurden von der DEL jetzt geprüft, und laut Aussagen von Usern des ESBG-Forums soll morgen das Ergebnis bekanntgegeben werden: Auch dieser Versuch ist gescheitert.

Fadenscheinige Erklärung lässt Verzahnung scheitern?

Grund soll eine fehlerhafte Heilbronner Bewerbung sein.  "Eishockey_Liebhaber" schreibt: "Und Bietigheim ist nicht schuld , da sieht man wenigstens was aus den VIP-Räumen" was "Chucky" zu der Annahme veranlasste: "Dann scheitert es diesmal am Heilbronner Stadion? Im Ernst?" Im Klartext: Die VIP-Gäste hätten im Heilbronner Stadion nur eingeschränkte Sicht, das hätte einen Punkteabzug ergeben und so würde Heilbronn ganz knapp unter der geforderten 6.000-Punkte-Grenze liegen. Auf alle Fälle decken sich die Aussagen der User mit den echo24.de vorliegenden Informationen. Demnach soll das Heilbronner Stadion ein Kapazitätsproblem haben und deshalb die Bewerbung abgelehnt werden.

Gegenüber echo24.de erklärte Falken-Manager Atilla Eren: "Wir haben die geforderte Bürgschaft hinterlegt und hinsichtlich der Kapazität im Heilbronner Stadion gab es bei unserer ersten Bewerbung vor einiger Zeit keine Beanstandungen, deshalb gehe ich von einer korrekten Bewerbung aus, die alle Kriterien erfüllt." Fakt ist: Die Heilbronner Bewerbung ist gescheitert. Aufgrund einer fadenscheinigen Begründung seitens der DEL. Das stützt die Vermutung, dass die DEL gar kein wirkliches Interesse an einer Verzahnung hat und immer eine fadenscheinige Begründung liefern wird, weshalb ein Verein nicht alle Kriterien erfüllt.

Laut Gerüchten soll morgen die gescheiterte Bewerbung bekanntgegeben werden. Vielleicht reagiert die DEL auch aufgrund der Diskussionen und lässt sich etwas mehr Zeit. Das ändert aber am Ergebnis nichts: Die erhoffte Verzahnung im Sinne des Sports wird es laut echo24.de-Informationen auch zukünftig nicht geben!

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