Auf Augenhöhe

Falken-Niederlage in Bietigheim mit bitterem Beigeschmack

Immer wieder Justin Kirsch - der Falken-Stürmer traf auch im Bietigheim doppelt.
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Erst in der Verlängerung müssen sich die Käthchenstädter dem Favoriten geschlagen geben.

Was für ein Spiel! Im Viertelfinale der DEL2 zwischen den Bietigheim Steelers und den Heilbronner Falken wechselt die Führung hin und her, kein Team kann sich absetzen. So muss das Spiel beim Stand von 4:4 in die Verlängerung.

Die Bilder vom Spiel Steelers gegen Falken

Kurzfristig müssen die Falken auf Stürmer Michael Fink verzichten: "Er hatte sich einen Magen-Darm-Virus eingefangen und nicht trainiert. Heute ist er zwar wieder halbwegs fit, aber das macht keinen Sinn, am Freitag ist er wieder mit dabei." Ohne langes Abtasten entwickelt sich von Beginn an eine intensive Partie - mit den besseren Chancen auf Heilbronner Seite. Die größte vergibt Justin Kirsch, der in der fünften Minute ganz allein vor dem Tor angespielt wird, aber am Steelers-Goalie scheitert.

Dann die erste Strafe. Gegen Heilbronn. Doch die Hausherren können nicht wie gewohnt ihr Powerplay aufziehen. Es kommt sogar noch schlimmer. Kirsch bekommt die Scheibe, startet den Turbo und erzielt mit der Rückhand die Falken-Führung. Auch danach die Gäste mit mehr Spielanteilen - bis zur 15. Minute. Frederic Cabana wird bei einem Solo nicht entscheidend gestört, Justin Kelly kann im Nachschuss den Ausgleich erzielen.

Steelers überlegen - Falken treffen

Auch im zweiten Drittel geht das muntere Spielchen weiter. Jordan Heywood zielt knapp vorbei. Dann wieder so ein schneller Angriff der Steelers, und Max Lukes überrascht Falken-Goalie Marcel Melichercik mit einem Schuss ins kurze Eck. Dieser Treffer gibt den Hausherren Auftrieb. Jetzt übernehmen sie das Kommando. Zu allem Überfluss verletzt sich auch noch Falken-Defender Stephan Kronthaler und muss in die Kabine. Es dauert ein paar Minuten bis die Gäste wieder ins Spiel finden.

Und wie. Eine Traumkombination über Heywood und Kyle Helms schließt Kevin Lavallée perfekt ab. Genau 30 Minuten sind gespielt. Aber die Steelers legen nach. Gerade einmal zwei Minuten später schaltet Tyler McNeely bei einer unübersichtlichen Situation am schnellsten und sorgt für die erneute Steelers-Führung. Danach noch einige prekäre Situationen für die Falken, da sie Unterzahl spielen. Bis zur 40. Minute. Jetzt haben die Heilbronner Überzahl. Ein ganz schlechtes Powerplay, bis Heywood ein sensationelles Solo anzieht und zum Ausgleich trifft.

Kirsch trifft frühzeitig - Steelers schlagen zurück

Auch ins letzte Drittel starten die Falken in Überzahl. Und das gleich doppelt. Eine Angelegenheit - na für wen wohl? Kirsch wird an seiner Lieblingsposition angespielt - und trifft zum 4:3. Gerade einmal 57 Sekunden sind gespielt. Der Treffer zeigt Wirkung. Die Steelers in der Folgezeit bemüht, doch die ganz große Überlegenheit ist weg. Auch die Falken tun nicht mehr besonders viel für die Offensive, beschränken sich darauf, das Spiel der Gastgeber zu zerstören.

Das geht nicht gut. In der 55. Minute steht die Falken-Abwehr zu weit weg vom Mann, Norman Hauner macht den Ausgleich. Im Anschluss dann Powerplay für die Hausherren. Was für eine Abwehrschlacht. Die Falken werfen sich in jeden Schuss, verteidigen mit Mann und Maus - und überstehen die Unterzahl unbeschadet. Es geht in die Verlängerung.

Tor statt Strafe

Die Overtime beginnt denkbar schlecht für die Falken. Corey Mapes muss auf die Strafbank. Die Strafzeit überstehen die Falken. Dann eine fragwürdige Situation. Tim Bernhardt bekommt einen hohen Stock ins Gesicht, fällt zu Boden, kein Pfiff. Die personelle Überzahl nutzen die Steelers zum 5:4-Erfolg durch Alexander Preibisch, der die Scheibe im Nachstochern über die Linie bugsiert.

Aufstellung:

Steelers:

T: Sharipov; Martinovic

V: Prommersberger, Steingross; Brown, Borzecki; Auger, Hüfner;

S: McNeely, Weller, Hauner; McKnight, Kelly, Schoofs; Lukes, Preibisch, Cabana; Schwarz, McPherson, Müller;

Falken:

T: Melichercik; Frensel

V: Kurz, Heywood; Götz, Mapes; Kronthaler, Martens; Eckl

S: Ross, Bernhardt, Alderson; Helms, Heatley, Lavallée; Palka, Plihal, Kirsch; Eberhardt;

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