Not am Mann

Falken und Pinguins: Eine Kooperation, die wirklich klappt

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Christoph Körner absolvierte seine ersten beiden Partien für die Falken.
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Die Heilbronner Falken und Fischtown Pinguins arbeiten Hand in Hand.

Pling! 23 Minuten waren im DEL2-Derby zwischen den Heilbronner Falken und den Bietigheim Steelers gespielt, da knallte ein Schuss von Christoph Körner an die Querlatte. Das wäre ein Ding gewesen. Zweites Spiel für die Falken, gleich ein Tor - und das ausgerechnet gegen den Erzrivalen.

Am Montag war dann für den 19-Jährigen die lange Heimfahrt nach Bremerhaven zu den Fischtown Pinguins angesagt. Für den Kooperationspartner der Falken aus der ersten Liga hat er in dieser Saison bereits 26 Spiele absolviert. "Wir wollten an diesem Wochenende unbedingt mit vier Sturmreihen agieren. Da Steven Bär und Thomas Botzenhardt mit grippalen Infekten ausfielen und Antibiotika bekamen, fehlte uns ein Stürmer", erklärt Falken-Trainer Fabian Dahlem.

Derby-Wahnsinn! Falken zerlegen den Erzrivalen

Er setzte sich mit Bremerhaven in Verbindung. Und die Pinguins ließen ihren DEL2-Partner nicht im Stich. Körner wurde nach Heilbronn abgestellt und kam so zu seinen ersten beiden Einsätzen im Falken-Dress. Dahlem: "Ich will mich an dieser Stelle bei den Fischtown Pinguins bedanken. Sie haben uns super unterstützt, als wir dringend auf Hilfe angewiesen waren."

Mit der Förderlizenz bekommen junge Spieler aus der DEL die Möglichkeit, in der DEL2 zu mehr Einsätzen zu kommen. So profitieren auch die Falken vom Top-Nachwuchs. Das war in der Vergangenheit aber nicht immer so. Mit Mannheim lief der Austausch zu Beginn hervorragend. Doch im Laufe der Jahre nahm die Intensität der Kooperation ab. In der vergangenen Saison waren die Kölner Haie der Förderlizenz-Partner. Doch die hatten nur wenige junge Spieler und stellten sie auch nicht immer zur Verfügung.

Und jetzt Bremerhaven? Mit Tobias Kircher, Marius Stöber und Steven Bär sind drei Akteure nahezu die gesamte Saison bereits für die Falken im Einsatz. Nur als in Bremerhaven das Verletzungspech gnadenlos zugeschlagen hatte, wurde Kircher an die Nordseeküste beordert. Und jetzt war also auch noch Körner auf Kurzvisite da.

Saisonziel Preplay-offs: Klappt es für die Falken noch mit der Aufholjagd?

Dass der talentierte Nachwuchsspieler noch des Öfteren das Heilbronner Trikot tragen wird, ist unwahrscheinlich. "Er hat großes Potenzial und wird für Bremerhaven in den Play-offs an den Start gehen", sagt Dahlem. Zumal Körner nur dann für die Falken in der K.o.-Runde spielberechtigt wäre, wenn er als Föli mindestens 20 Ligaspiele für sie absolviert hätte.

"In seinem Fall wären es meines Wissens nur 18 Spiele, da er bei der U20-WM am Start war, aber selbst das ist nicht zu bewältigen. Aber wenn wir einen personellen Engpass hätten, dann würden wir wieder bei den Pinguins nachfragen", erklärt Dahlem.  

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