Stadionverbote

Randale beim Falken-Derby: Jetzt reagiert die DEL2

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Nach den Randalen in Heilbronn reagiert jetzt die DEL2
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Nach den Ausschreitungen beim Derby in Heilbronn hat die DEL2 hart durchgegriffen.

  • Bietigheimer Mob randaliert vor Gaststätte in Heilbronn und wirft Scheibe ein.
  • Fans der Falken und Steelers reagierten im Netz entsetzt.
  • DEL2 spricht bundesweite Stadionverbote aus.

DEL2-Derby in Heilbronn hat drastische Konsequenzen

Update, 31. Januar: Knapp zwei Wochen ist es nun her, als es vor dem Derby zwischen den Heilbronner Falken und den Bietigheim Steelers in der Nähe des Bollwerksturms in Heilbronn zu Ausschreitungen kam. Eine Gruppe von etwa 50 Bietigheimern versuchte eine Stammkneipe der Falken anzugreifen. Glücklicherweise ging dabei lediglich ein Fenster zu Bruch.

Schnell wurden in den sozialen Medien Forderungen nach einem Stadionverbot für die Steelers-Anhänger laut. Wie der SWR berichtet, hat jetzt auch die DEL2 reagiert. Insgesamt wurden 47  bundesweite Stadionverbote ausgesprochen. Diese gelten bis zum Ende der übernächsten Saison. 

Randale beim DEL2-Derby: Das sagt der Fan-Beauftragte der Heilbronner Falken

Update, 21. Januar: Auch zwei Tage nach dem DEL2-Derby zwischen den Heilbronner Falken und den Bietigheim Steelers steht nicht das Spiel, sondern die Randale der knapp 50 Bietigheimer Fans im Fokus. Thomas Rieker, Fan-Beauftragter der Heilbronner Falken, ist immer noch fassungslos: "Ausschreitungen und Gewaltbereitschaft in diesem Maße waren im Eishockey bisher gänzlich unbekannt." 

Für ihn steht fest: "Es muss harte Maßnahmen gegen die Täter geben. In diesem Zusammenhang will ich nochmals festhalten, dass die Gewalt ausschließlich von den Bietigheimern ausgegangen ist, die Falken-Anhänger waren die Opfer." Ganz bewusst vermeidet er bei der Nennung der Bietigheimer Krawallmacher das Wort Fan: "Das sind keine Fans."

Konsequenzen für Derby-Randalierer

Der Tatbestand des Landfriedensbruches steht im Raum, kann im Falle einer Verurteilung eine Geldstrafe und Gefängnis bis zu drei Jahren nach sich ziehen. Wie könnte eine Bestrafung aussehen?  Volker Schoch, Geschäftsführer der Bietigheim Steelers, erklärt gegenüber echo24.de: "Die Personalien der Randalierer wurden von vor Ort ermittelnden Polizeibeamten aufgenommen. Diese Beamten müssen jetzt beim Falken-Geschäftsführer Atilla Eren ein Stadionverbot für die ermittelten Personen beantragen. Spricht er dies aus, wird von der Liga ein bundesweites Stadionverbot gegen die Personen verhängt."

Der wohl einzig richtige Weg. Man muss dieser Gruppe den Nährboden ihrer Gewaltbereitschaft entziehen: den Sport. Schoch selbst hat auf der Steelers-Homepage klare Stellung zu dem Vorfall bezogen: "Für Gewalt ist im Eishockey kein Platz. Wir sind stolz auf unsere Farben und freuen uns über Fans, die diese Farben tragen, unsere Mannschaft auswärts oder daheim unterstützen. Wir distanzieren uns aber von gewaltbereiten Gruppierungen, die in unseren Farben prügeln, randalieren, zerstören, beleidigen oder provozieren." 

Nach der Derby-Schande von Heilbronn: So reagiert das Netz

Update 20. Januar: Fliegende Stühle, zerbrochene Fenster an der Sportsbar Doppelpass und ein Großeinsatz der Polizei. Was gestern vor dem DEL2-Derby zwischen den Heilbronner Falken und den Bietigheim Steelers in der Heilbronner Innenstadt passiert ist, hat mit Sport nichts zu tun. In diesem Punkt ist sich auch die Netzgemeinde einig.

Derby in Heilbronn: Fans verurteilen Gewalt

"Das hat mit Sport nichts mehr zu tun. Manche nutzen eben jede Gelegenheit für Randale", schreibt ein Facebook-Nutzer. Ein anderer stimmt ihm da zu: "Es sind immer paar dabei, die interessiert das Spiel nicht. Die wollen nur Randale, dass das auf den Verein zurückfällt, ist denen egal." Andere betonen: "Das sind keine Fans, die da randalieren, das sind doch Chaoten." Denn: "Fans randalieren nicht."

Die Konsequenz: Stadionverbot für die rund 50 Bietigheimer Randalierer - stößt in den sozialen Medien auf viel Zustimmung. Ein Nutzer schreibt: "Das sind ja sehr gute Nachrichten. Vielleicht lernen die Idioten das dann so!" Für manchen reicht ein Stadionverbot aber noch nicht: "Sicherheitsverwarnung und hohe Geldstrafen, die an den Verein gehen, würden denen mehr weh tun wie eine Begleitung zum Bahnhof."

Derby  in Heilbronn: Auch Steelers-Fans für Stadionverbot

Der Meinung sind nicht nur die Fans der Heilbronner Falken, auch unter den Anhängern der Bietigheim Steelers findet die Aktion wenig Anklang: "So eine Aktion ist absolut armselig und unnötig. Hoffentlich gibt es dafür die gerechtfertigte Konsequenzen! Bundesweites Stadionverbot wäre die richtige Konsequenz aus dem Vorfall."

Vor dem Derby: Bietigheimer-Angriff auf Falken-Fans

Update 19. Januar, 17:49: Vor dem Derby zwischen den Heilbronner Falken und den Bietigheim Steelers kam es im Vorfeld zu unschönen Szenen. Inzwischen ist klar: "Fans" der Bietigheimer Steelers haben versucht, eine Gruppe von  Anhängern der Falken in einer Kneipe anzugreifen.

"Der Angriff hat nicht funktioniert", erklärt Heiko Höllmüller, Einsatzleiter der Heilbronner Polizei, auf Nachfrage vonecho24.de. Die "Anhänger" der Bietigheim Steelers haben die Sportsbar Doppelpass  - in der sich die Fans der Heilbronner Falken auf das anstehende Derby einstimmten - mit Stühlen beworfen. Dabei ging lediglich eine Scheibe zu Bruch. Verletzte gab es jedoch keine. Wie der SWR berichtet, konnte der Täter ermittelt werden. Zudem waren die "Ultras" der Bietigheimer den szenekundigen Beamten, die in Heilbronn im Einsatz waren, bekannt.

Eishockey-Derby: Falken gegen die Steelers leidenschaftslos auf dem Eis. 

Es hätte schlimmer enden können.

Heilbronn: Festnahmen vor Falken Derby gegen Bietigheim

Aufgrund der starken Polizei-Präsenz vor Ort konnten die Beamten schnell einschreiten. "Wir haben 47 Personen kurzzeitig festgehalten", erklärt Höllmüller. "Diese dürfen heute auch nicht ins Stadion." Mit einer solchen Eskalation der Situation hat aber auch der Einsatzleiter der Heilbronner Polizei nicht gerechnet: "Zum Glück war das eine Ausnahme. Wir hoffen, dass das so schnell nicht wieder vorkommt."

Fans randalieren vor Falken-Derby

Das Derby zwischen den Heilbronner Falken und den Bietigheim Steelers wirft seinen Schatten voraus. Unmittelbar vor dem Spiel kam es im Umfeld der Kolbenschmidt Arena zu einem Großeinsatz der Heilbronner Polizei. Ein echo24.de-Redakteur zählt vor Ort acht Einsatzwagen der Polizei. Doch was ist passiert?

Aufecho24.de-Nachfrage bestätigte ein Sprecher der Heilbronner Polizei den Einsatz: "Einige Fans, die zum Eishockey wollen randalieren, in der Stadt." Dabei soll es sich um eine Gruppe von etwa 40-50 Fans handeln. Ob die Personen die vor dem Derby randalieren zum Lager der Falken Fans oder der Bietigheimer Fans gehören und wie viele Einheiten im Einsatz sind, ist derzeit noch nicht bekannt.

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