Sieben Abgänge

Diese Spieler verlassen die Heilbronner Falken

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Ein Team, das ein neues Gesicht bekommt: Gleich sieben Akteure werden in der kommenden Saison nicht mehr für die Falken auflaufen.
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Beim DEL2-Verein steht ein größerer Umbruch ins Haus.

So langsam nimmt das Personal-Karussell bei den Heilbronner Falken Fahrt auf. Neu-Trainer Alexander Mellitzer hatte ja bereits vergangene Woche berichtet, dass er mit jedem Spieler ein Einzelgespräch führen will. Jetzt hat er erste Entscheidungen getroffen: Gleich sieben Spieler werden in der kommenden Saison nicht mehr das Trikot der Falken überstreifen. Ein weiterer verlässt die Falken wohl wegen eines besseren Angebots.

Abgänge in der Verteidigung

Stephan Kronthaler

In der Defensive gibt es zwei Abgänge zu vermelden. Schon vergangene Woche wurde bekannt, dass Stephan Kronthaler zu seinem Heimatverein EV Landshut in die Oberliga wechselt. Bei ihm waren berufliche Gründe ausschlaggebend. Vergangenen Dezember machte er seinen Masterabschluss im Wirtschaftsingenieurwesen. "Ich muss schnell im Berufsleben Fuß fassen. Das geht in Kombination mit Profi-Eishockey in der DEL2 nicht. Zudem plane ich, meine Freundin im Juli zu heiraten. Ich wäre gerne länger in Heilbronn geblieben, doch das Timing ist einfach schlecht."

Die Bilder von der Saisonabschlussfeier der Heilbronner Falken

Henry Martens

Auch Henry Martens wird nicht mehr für die Falken auflaufen. Der 30-Jährige spielte insgesamt drei Saisons in der Käthchenstadt. Der großgewachsene Defender hatte eine durchwachsene Saison. Nach einem holprigen Start, kam er dann ab Dezember besser in Schwung. Allerdings passt er wohl nicht in das Mellitzer-Konzept. Der will "dass alle schnell umschalten und Nord-Süd-Hockey" - also laufintensives Hockey spielen.

Gleich fünf Stürmer müssen gehen

Justin Maylan.

Dass die Falken kommende Saison ohne Justin Maylan planen, ist keine große Überraschung. Der 27-jährige Kanadier war der Wunschkandidat von Ex-Coach Gerhard Unterluggauer und kam mit viel Vorschusslorbeeren nach Heilbronn. Doch der exzellente Techniker konnte diesen nur selten gerecht werden. Vor allem seine magere Trefferausbeute - acht Tore in 42 Spielen - sind für einen Importspieler einfach viel zu wenig. Die Enttäuschung der Saison bei den Falken.

Tomas Plihal

Auch für Tomas Plihal endet sein Kurzgastspiel in der Käthchenstadt. Der 35-jährige Tscheche mit ausreichend NHL-Erfahrung wurde kurz vor Transfer-Ende für den verletzten Maylan verpflichtet und absolvierte insgesamt neun Partien für die Falken, in denen er zwei Tore erzielte. Seine Stärken lagen in der Defensivarbeit und am Anspielpunkt. Allerdings dürfte er schon aufgrund seines Alters nicht in das Anforderungsprofil passen, das Mellitzer stellt.

Michael Fink

Zu den Abgängen zählt auch Michael Fink. Der Youngster war lange Zeit lediglich Ersatzspieler und kam erst dann regelmäßig zum Einsatz, als die Verletztenmisere zuschlug. Für seine Entwicklung wäre der Wechsel zu einem Oberliga-Verein, bei dem er viel Spielpraxis erhält, das Beste. Angesichts der sich andeutenden Kooperation der Falken mit den Adlern hätte er nur eine geringe Chance gehabt, sich gegen den Mannheimer Nachwuchs durchzusetzen.

Dennis Palka

Dennis Palka muss sich ebenfalls nach einem neuen Verein umschauen. Der quirlige Flügelflitzer kam mit der Empfehlung von 21 Toren aus Weißwasser nach Heilbronn, bekam anfangs aber kaum eine Kufe aufs Eis. Erst als er in einer Reihe mit Richard Gelke und Justin Kirsch auflief, kam er ins Rollen. Vor allem in den Playoffs zeigte er sein ganzes Potenzial - bis ihn eine Syndesmoseband-Verletzung zum Zusehen zwang. Es wäre bestimmt interessant gewesen, seine Entwicklung in der kommenden Saison zu sehen.

Jonas Schlenker

Als weiteren Abgang haben die Falken Jonas Schlenker zu verzeichnen. Der 23-Jährige wechselte während der Saison vom Liga-Konkurrenten Ravensburg Towerstars an den Neckar und sammelte in 34 Partien 13 Scorer-Punkte. Zu seinen Stärken zählte die Defensivarbeit. Er ging keinem Zweikampf aus dem Weg und auch immer dorthin, wo es wehtut. Kurz vor den Playoffs fiel er mit einem Unterarmbruch für den Rest der Saison aus. Kommende Saison fällt er nicht mehr unter das U24-Kontingent. Das dürfte letztendlich den Ausschlag gegeben haben.

Goalie geht zu Liga-Konkurrent

Marcel Melichercik

Marcel Melichercik verlässt die Falken ebenfalls und wechselt zu Liga-Konkurrent Kassel. Bei den Huskies startet er in seine zweite Saison in der DEL2. Dort bekam er offenbar ein unschlagbares Angebot: "Jetzt habe ich die Chance, für ein Topteam der DEL2 zu spielen", erklärte der Slowake gegenüber der HNA. Mit ihm verlieren die Falken nun einen reaktionsstarken Schlussmann.

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