Sieben auf einen Streich

Für diese Spieler gibt es bei den Falken keine Zukunft mehr

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Für Urgestein Thomas Gödtel gibt es bei den Falken keine Zukunft mehr.
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Gleich drei Kontingentspieler müssen ihre Koffer packen.

Die Kaderplanungen des Eishockey-Zweitligisten Heilbronner Falken gehen zügig voran. Nachdem gestern die Vertragsverlängerungen mit Verteidiger Patrick Kurz und Stürmer Kyle Helms vermeldet wurden, hat die Heilbronner Falken GmbH heute die ersten Abgänge bekanntgegeben. Gleich sieben Spieler aus dem Kader der vergangenen Saison müssen sich nach einem neuen Arbeitgeber umschauen.

Thomas Botzenhardt.

Eine tiefe Zäsur gibt es im Abwehrbereich. Mit Thomas Botzenhardt, Patrik Vogl und Thomas Gödtel gilt es gleich drei Abgänge zu kompensieren. Youngster Botzenhardt wurde nach einem Try-out in der Vorbereitung mit einem Vertrag ausgestattet, fand danach aber weder unter Trainer Fabian Dahlem noch dessen Nachfolger Gerhard Unterluggauer Beachtung. Meist war er der siebte Defender und fand sich auf der Bank wieder.

Für das Heilbronner Urgestein Thomas Gödtel verlief die Saison auch alles andere als erfreulich. Zu Beginn gesetzt, zudem mit dem Amt als Assistenzkapitän bekleidet, leistete er sich so manchen Schnitzer und wurde von Dahlem sukzessive aufs Abstellgleis befördert. Unterwegs fand er sich sogar als überzähliger Ü24-Spieler nur auf der Tribüne wieder. Bei Unterluggauer war er dann wieder gesetzt und zeigte in den Playdowns eine gute Leistung, doch irgendwie hat das nicht gereicht, um sich für ein neues Engagement zu empfehlen.

Patrik Vogl

Patrik Vogl hingegen kam in der Käthchenstadt überhaupt nicht zurecht. Der DEL-erfahrene Spieler konnte die von den Fans in ihn gesteckten Erwartungen erst in der Abstiegsrunde erfüllen. Von Coach Dahlem mit der Kapitänsbinde ausgestattet, sollte er eigentlich aufrecht vorangehen, die Leaderqualitäten ließ er allerdings vermissen.

Stefan Ridderwall

Keine Überraschung ist auch die Trennung von Torhüter Stefan Ridderwall. Der Schwede - erklärter Wunschkandidat von Dahlem - hatte zwar eine gute Fangquote, war aber auch immer für einen Aussetzer gut und konnte der ohnehin wackeligen Abwehr vor ihm zu selten Sicherheit vermitteln. Als er mit einer Gehirnerschütterung ausfiel, wurde Andrew Hare als kurzfristiger Back-up verpflichtet. Der zeigte überragende Leistungen und lief Ridderwall den Status der Nummer eins ab.

Ville Järveläinen beim Torjubel.

Auch für Ville Järveläinen und Nik Pem endet die Zeit in Heilbronn. Der kleine Finne wurde zwar schnell zum Publikumsliebling, zeigte zu Beginn der Saison auch seine Torgefährlichkeit, je länger die Saison aber ging, desto mehr traten die körperlichen Defizite zutage. Pem war ein Last-Second-Transfer Ende Januar und sollte für mehr Tiefe und Konkurrenzdruck im Kader sorgen. Das gelang dem talentierten 21-Jährigen aber nur bedingt. Nachdem Trainer Unterluggauer ihm zu Beginn der Playdowns noch das Vertrauen schenkte, war nach der zweiten Partie für den Slowenen Schluss und er saß als überzähliger Ausländer auf der Tribüne.

Matthias Forster

Zudem muss Matthias Forster seine Zelte in der Käthchenstadt abbrechen. Der Routinier wurde in der Saison vom Stürmer zum Verteidiger umgewandelt, zeigte dort durchaus gute Spiele und war vor allem menschlich eine echte Bereicherung. Ihn zieht es zurück in die bayerische Heimat. Durchaus denkbar, dass er dort seine Karriere bei einem Oberligisten fortführt.

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