Überraschende Aussagen bei "Fest des Sports"

Neues Eisstadion für Heilbronn wird kommen: Oberbürgermeister mit eindeutiger Andeutung

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Heilbronns Oberbürgermeister Harry Mergel weckt beim "Fest des Sports" die Hoffnung auf ein neues Eisstadion.
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Das Ziel der Heilbronn Falken ist langfristig die DEL - Oberbürgermeister Harry Mergel weckt Hoffnung auf neues Eisstadion. 

  • Ein neues Eisstadion würde Heilbronn eine große Chance bieten.
  • Heilbronner Falken wollen langfristig in der DEL spielen.
  • Oberbürgermeister Harry Mergel weckt neue Hoffnung.

Heilbronner Falken wollen früher oder später in die DEL

Update vom 31. Januar: Er macht das clever. Sehr clever. Zuerst fragt Moderator Uwe Ralf Heer beim "Fest des Sports" am Donnerstagabend in der Kreissparkasse Heilbronn Atilla Eren nach den DEL-Ambitionen der Heilbronner Falken. Und der Manager des DEL2-Ligisten, dessen Mannschaft bei der Unterländer Sportlerwahl Vize wird, antwortet natürlich: "Über uns gibt es noch eine Eishockey-Liga - selbstverständlich muss es unser Ziel sein, dort irgendwann zu spielen." Der Chefredakteur der Heilbronner Stimme nickt zufrieden.

Später talkt Uwe Ralf Heer mit dem Heilbronner Oberbürgermeister Harry Mergel. Und natürlich darf die Frage nach einem neuen Eisstadion dabei nicht fehlen. Zumal Mergel Anfang des Jahres diese Diskussion gegenüber der Heilbronner Stimme befeuert hat. Zunächst weicht Mergel aus, verweist auf die für die momentanen Zuschauerzahlen "ausreichende" Kolbenschmidt-Arena. Doch Heer lässt nicht locker, fragt, ob er noch vor seiner Rente eine neue Arena erleben wird. Es folgt Mergels entscheidender Satz - nach dem Hinweis, dass er selbst ja in Pension geht: "Wir werden das beide noch erleben!"

Heilbronner Eishockey braucht ein neues Stadion

Update vom 14. Januar: Die Heilbronner Falken sorgen derzeit in der DEL2 für Furore, stehen auf dem zweiten Tabellenplatz, nahezu alles scheint diese Saison möglich. Nur eines passt nicht zu der Leistung der Kufencracks: das Heilbronner Eisstadion. Schon bei der Fertigstellung 2002 war es ein Sammelsurium an Kompromissen mit infrastrukturellen Problemen, die größtenteils dem Budget geschuldet waren. 

Nein, Heilbronn braucht keine neue Eis-Arena, weil die Profis gerade erfolgreich sind. Heilbronn benötigt ein neues Eisstadion, weil sich hier etwas Nachhaltiges entwickelt hat. Durch die Präsenz der Falken in der Öffentlichkeit, durch ihr soziales Engagement, durch Events wie Studenten-Nacht, Ladies-Night oder Familientag, wo sich die Mannschaft als Teil der Heilbronner Gesellschaft präsentiert. Durch den Erfolg der Falken, der nicht auf dem Zufallsprinzip basiert, sondern Resultat der seriösen Arbeit der vergangenen Jahre ist.  

Heilbronner Falken sind eine klangvolle Adresse

Heilbronn hat im deutschen Eishockey wieder einen guten Namen. Spieler bieten sich bei den Käthchenstädtern an, aktuelle Akteure wollen nur zu gerne hier bleiben. Hier gibt es ein gutes Umfeld und pünktlich das Gehalt. Jetzt muss der nächste Schritt erfolgen, dabei stellt sich automatisch die Stadion-Frage. Das wäre die ideale Chance, auch für Heilbronn, etwas Neues auf die Beine zu stellen. Nicht ein Stadion mit einer zweiten Eisfläche, das nur eine Heimspielstätte für die Heilbronner Falken, sondern ein Stadion für die Heilbronner Bürger ist: für Spitzen- und Breitensport. 

Der Erfolg der Profis hat Sogwirkung. Annähernd 60 Kinder waren am vergangenen Sonntag beim „Kids on Ice“ Tag des Heilbronner Eishockey Clubs. Kinder, die nie zuvor etwas mit Eishockey am Hut hatten. Sieben Nachwuchsmannschaften stellt der Stammverein, von der U7- bis zur U20-Mannschaft. Es wäre noch mehr möglich, wenn es weitere Eiszeiten geben würde. 

Zukünftige Nationalspieler im Falken-Kader

Außerdem ist da die Kooperation mit den Mannheimer Adlern, die sich sehr positiv entwickelt. In Heilbronn sind auch diese Saison Nachwuchsspieler auf dem Eis zu sehen, die auf absehbare Zeit im deutschen Nationalkader auflaufen werden und so den Namen Heilbronn in die weite Welt tragen. 

Weiterhin bietet ein neues Stadion die Chance für Unternehmen aus dem Stadt- und Landkreis zu sagen, „Wir wollen dabei sein“, ein Stadion  für Heilbronn und den Landkreis und seine Bürger zu errichten – mit einer Profimannschaft, die den Unternehmensnamen dann auch deutschlandweit transportiert.

Neue Spielstätte für die Heilbronner Falken? 

Erstmeldung vom 10. Januar: Kleine Ursache - große Wirkung. In einem Interview mit der Heilbronner Stimme erklärte Heilbronns Oberbürgermeister Harry Mergel, dass "Der Bau einer Großsporthalle weiterhin eine Option bleibt". Und: "Die Stadt würde so ein Vorhaben unterstützen." Nicht finanziell, aber mit der Bereitstellung der dafür benötigten Fläche. Neben dem Frankenstadion in Heilbronn. 

Eine Aussage, die so eigentlich schon bekannt war, aber bei dem derzeitigen Höhenflug der Heilbronner Falken in der DEL2 auf offene Ohren bei den Fans stößt. Und wie üblich schießen wildeste Spekulationenauf den sozialen Medien über potenzielle Hallen-Geldgeber ins Kraut. Fast jeder dafür auch nur im Entferntesten infrage kommender Mäzen wird genannt. Besonders häufig: die Dieter-Schwarz-Stiftung.

Vielleicht spielen die Heilbronner Falken bald im Dieter-Schwarz-Stadion 

Diese Spekulationen beruhen auf einer Tatsache: die strategisch günstige Lage der Kolbenschmidt-Arena gegenüber vom Bildungs-Campus. Schon lange kursieren Gerüchte, dass die Stiftung diesen über die Straße vergrößern und auch weitere Studentenwohnungen bauen will. Da würde ein neuer Stadionbau am Frankenstadion natürlich perfekt in die Karten spielen, ein riesiges Areal direkt am Campus für die Uni-Erweiterung freiwerden. 

Die Kolbenschmidt-Arena - wie lange noch wird sie Spielstätte der Heilbronner Falken sein?

Außerdem laufen die Namensrechte an der Halle zum Ende der Saison aus. Atilla Eren, Geschäftsführer der Heilbronner Falken GmbH, erklärt gegenüber echo24.de: "Wir befinden uns in Verhandlungen mit potenziellen Namensgebern." Dabei strebt er eine langfristige Lösung an: "Ideal wäre ein Vertrag über drei bis fünf Jahre. Es ergibt wenig Sinn, Namensrechte über einen kürzeren Zeitraum zu vergeben." Klar ist: Interessenten können sich jederzeit bei ihm melden. 

Anforderungen an eine neue Falken-Spielstätte

Egal ob es letztlich auf Audi-Arena, Kaufland-Eishalle, Lidl-Dom oder irgendeinen anderen Namen hinausläuft - alles wäre nur ein kleiner Schritt in Richtung Hallen-Neubau. Zumal dieser viele Kriterien erfüllen müsste. Die jetzige Eishalle stößt an ihre Belastungsgrenze: Falken, Eisbären, HEC-Jugend, Eiskunstläufer, Hobby-Mannschaften, Publikumslauf, sie alle benötigen Eiszeiten.  Deshalb MUSS zwingend eine zweite Eisfläche eingeplant werden.

Besteht überhaupt Interesse an einer Mehrzweckhalle? Neben den Heilbronner Falken könnten die Ringer der Red Devils und eventuell das Bundesligateam der NSU-Handballfrauen dort eine neue Kampf- und Spielstätte finden. Reicht das aus? Wie groß müsste die Zuschauerkapazität sein? Eren hat einen Tipp: "Es gibt zwischen Mannheim und Stuttgart keine Halle mit um die 6.000 Zuschauern Fassungsvermögen." Diese Nische könnte in Heilbronn geschlossen werden. 

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