Völlig unnötige Niederlage in BadTölz

Heilbronner Falken können auswärts nicht mehr gewinnen

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Florian Mnich zeigte eine klasse Leistung - an ihm ist die Niederlag nicht festzumachen.
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Die Unterländer verschlafen in Bad Tölz das zweite Drittel.

Gerade einmal drei komplette Reihen kann Falken-Trainer Marco Schütz - der heute den erkrankten Alex Mellitzer an der Bande vertritt -  beim DEL2-Spiel seines Teams bei den Tölzer Löwen aufbieten. Beide Mannschaften benötigen die Punkte. Die Hausherren, um  den Rückstand auf die Pre-Playoff-Plätze nicht noch größer werden zu lassen, die Gäste, um sich von diesem ominösen zehnten Platz weiter abzusetzen.

Vom Tabellenstand sind die Heilbronner Falken Favorit. Ihr Vorsprung auf die Tölzer Löwen beträgt vor der Partie 15 Punkte. Doch nur zu gut ist den Unterländern die 4:7-Klatsche von Ende November an gleicher Stelle noch in Erinnerung. Sie sollen also gewarnt sein, sie werden an ihre Leistungsgrenze gehen müssen, um Punkte aus dem Oberland zu entführen. Das gelingt nicht. Die Falken verlieren mit 1:2.

Heilbronner Falken sehr geduldig

Ein Offensivspektakel wie vergangenen Sonntag ist nicht zu erwarten. Die Gäste beginnen stark defensiv ausgerichtet, wollen die erste Angriffswelle der Tölzer schadlos überstehen. Das gelingt gut. Erstmals richtig nach vorne geht es in der fünften Minute, als sie Powerplay haben. Und was für eins. Justin Kirsch scheitert noch mit seinen zwei Versuchen, aber der Schuss von Brock Maschmeyer schlägt im Netz ein. 0:1! Das spielt den Unterländern natürlich in die Karten. Nur Sekunden später scheitert Greg Gibson mit einem Alleingang. Kurz danach Unterzahl der Gäste, aber das lösen sie souverän.

Brock Maschmeyer findet im Powerplay die Lücke.

Auch danach die Gäste alles andere als kopflos. Vielmehr verstärken sie ihre Defensivarbeit, wollen gar nichts zulassen, und nach vorne versuchen sie es mit schnellem Umschaltspiel. Florian Mnich, der heute im Kasten steht, bekommt nicht viel zu tun, wenn er aber gefordert ist, dann hält er richtig klasse. Gefährlicher sind die Falken. Gibson scheitert an der Latte, Derek Damon Sekunden vor der Pause an Goalie Ben Meisner.

Heilbronner Falken mit zu vielen Strafen

Die Hausherren kommen mit mächtig Dampf aus der Kabine. Nur wenige Sekunden sind gespielt, da muss Mnich schon zupacken. Die Unterländer kommen nicht mehr aus der Abwehrzone und ziehen dann eine Strafe. Da noch ein weiterer Falke in die Kühlbox muss, spielen sie 36 Sekunden drei gegen fünf. Eine ganz prekäre Situation. Die die Hausherren prompt nutzen. Ausgleich in der 24. Minute.

Kapitän Derek Damon kassiert vier Strafminuten im zweiten Drittel.

Jetzt machen die Tölzer noch mehr Druck. Dreimal liegt der Führungstreffer in der Luft, doch Mnich reagiert exzellent. Aber in der 27. Minute unterläuft ihm ein Fehler, der prompt bestraft wird. 2:1 für Tölz. Und schon folgt die nächste Strafe gegen die Gäste, sie sind überhaupt noch nicht im zweiten Drittel angekommen. Kaum komplett, wieder ein Foul. Das kostet enorm viel Kraft, aber auch diese Situation überstehen die Gäste unbeschadet. Kurz danach der erste Schuss der Falken im zweiten Drittel aufs Gästetor. Und dann haben sie endlich mal selbst Überzahl. Ohne Erfolg. Vielleicht beim nächsten Powerplay, das gleich danach kommt? Und wirklich, die Scheibe ist im Tor. Doch die Schiedsrichter bemühen den Videobeweis - und geben den Treffer nicht.

Heilbronner Falken viel aktiver

In den letzten Abschnitt starten die Falken in Unterzahl, da Damon drei Sekunden vor Schluss noch eine Strafe gezogen hat. Am Unterzahlspiel liegt es bei den Unterländern heute nicht, wieder kein Tor für die Löwen. Die Falken sind jetzt viel aktiver. Es geht vornehmlich in Richtung Löwen-Tor. Doch noch haben die Heilbronner das Visier nicht korrekt eingestellt.

Fünf Minuten vor Schluss Powerplay für die Gäste. Aber genau dieses Überzahlspiel klappt überhaupt nicht. Statisch, einfallslos und mit ungenauen Pässen. Nur noch drei Minuten sind zu spielen, den Falken läuft die Zeit davon. Am Ende steht eine knappe 1:2-Niederlage - die achte Auswärtspleite in Folge.

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