Aber hallo

Heilbronner Falken zeigen den Löwen Frankfurt die Krallen

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Die Rückkehr an die alte Wirkungsstätte verlief für Kevin Maginot äußerst erfolgreich.
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Beim Testspiel in der Mainmetropole zeigen sich die Unterländer unglaublich effizient, spielen ein cleveres Penalty-Killing und stechen im eigenen Powerplay eiskalt zu.

Mit einem bunten Familienprogramm feiern die Löwen Frankfurt, Top-Favorit der DEL2, am Samstag ihr Saisoneröffnungsfest. Und natürlich darf dabei eine Vorbereitungsspiel auch nicht fehlen. Die Heilbronner Falken sind zu Gast in der Mainmetropole. Tiefstapeln war auf Seiten der Unterländer im Vorfeld angesagt. Zum einen fehlen den Heilbronner Falken mit Greg Gibson und Alex Nikiforuk zwei ganz wichtige Spieler, zum anderen sind die Gastgeber schon einige Zeit länger auf dem Eis und haben bereits mehr Testspiele absolviert.

Ein Wiedersehen gibt es auf beiden Seiten. Roope Ranta, Heilbronns Top-Scorer der vergangenen Saison, ist an den Main gewechselt. Von Frankfurt kam hingegen Verteidiger Kevin Maginot an den Neckar. Der hatte am Vortag schon gesagt, dass er unbedingt an alter Wirkungsstätte gewinnen möchte. Das klappt, die Heilbronner Falken fahren mit einem 6:2-Erfolg im Gepäck nach Hause.

Heilbronner Falken giftig und zielsicher

Und die Partie geht gleich richtig gut los für die Heilbronner Falken. Sie haben schnell Überzahl - und da dauert es auch gar nicht lange, bis der Puck im Netz zappelt. Tim Miller legt ab auf Louis Brune, und der zieht trocken ab, 1:0. Gespielt sind gerade einmal zwei Minuten. Was bei den Gästen sehr gut klappt, ist das schnelle Umschalten von Abwehr auf Angriff. Genau das, was Falken-Coach Alexander Mellitzer fordert.

Michael Knaub lässt im ersten Drittel die Fäuste fliegen.

Auch beim Thema körperliche Robustheit liegen die Falken vorne. In der zehnten Minute lassen Michael Knaub und Steven Delisle die Fäuste fliegen. Knaub macht mit seinem Frankfurter Konkurrenten kurzen Prozess. Dann Powerplay für die Hessen. Ian Brady muss auf die Strafbank. Das Überzahlspiel der Löwen routiniert, aber die Falken stehen gut gestaffelt, lassen keinen Treffer zu. Ganz im Gegenteil. Kaum wieder komplett, erobert Brady den Puck, läuft übers ganze Feld, passt zum mitgelaufenen Dylan Wruck, und der vollendet eiskalt zum 0:2.

Heilbronner Falken mit geradlinigem, effizienten Spiel

Ins zweite Drittel starten die Falken in Unterzahl, weil Brady auf der Strafbank sitzt. Hartes Spiel ist bestimmt ein gutes Mittel gegen die Frankfurter Löwen, doch die Kühlbox sollte vermieden werden, denn das Powerplay der Hessen ist wirklich klasse. Und es wird noch brenzliger, da Kapitän Derek Damon auch auf die Sünderbank muss. 50 Sekunden doppelte Überzahl für die Hausherren! Aber die Falken kämpfen aufopferungsvoll und entschärfen diese prekäre Situation.

Auch Stefan Della Rovere trägt sich in die Torschützenliste ein.

Dann endlich auch mal Powerplay für die Falken. Und das geht so einfach. Scheibe vors Gehäuse, Abpraller, Nachschuss, Tor. Stefan Della Rovere netzt zum 0:3 ein. Was in Überzahl geht, sollte doch auch im Penalty-Killing klappen? Ja, Damon setzt einer Scheibe beherzt hinterher und nagelt sie genau unter die Latte. Ein Shorthander zum 0:4! Bei den Gästen läuft jetzt alles, die Hausherren völlig von der Rolle. Ein schneller Pass aus dem eigenen Drittel, Wruck überläuft den Gegenspieler, hat das Auge für Marcus Götz, und es steht 0:5.

Heilbronner Falken lassen es ausklingen

Im letzten Abschnitt verlegen sich die Heilbronner Falken dann aufs Verwalten des Vorsprungs. Die Hausherren wollen unbedingt eine Resultatsverbesserung herbeiführen, scheitern aber immer wieder am überragenden Mirko Pantkowski im Heilbronner Tor. Sieben Minuten vor dem Ende ist aber auch er dann geschlagen. Den ersten Schuss hält er noch bravourös, doch beim Nachschuss von Adam Mitchell hat er keine Chance.

Mirko Pantkowski zeigt eine überragende Partie.

Das hat sich abgezeichnet, die Heilbronner Falken nicht mehr so bissig und energisch wie in den ersten beiden Dritteln. Die Partie plätschert im Anschluss vor sich hin, ehe Mitchell einen Alleingang zum 2:5 vollendet. Danach gibt es noch eine heftige Keilerei. Die Gäste nochmals mit Powerplay. Yannik Valenti nimmt den One-Timer und macht das 2:6. Das war es dann aber auch. Die Hessen haben bereits morgen um 18.30 Uhr in der Heilbronner Kolbenschmidt-Arena die Möglichkeit, sich für die Niederlage zu revanchieren.

Aufstellung

Heilbronner Falken:

Tor: Pantkowski; Mnich

Verteidigung: Maschmeyer, Magino; Götz, Brady; Pavlu, Mapes; Möller

Angriff: Della Rovere, Damon, Valenti; Preto, Miller, Brune;  Soramies, Wruck, Hon; Knaub, Klos;

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