Eine ganz enge Kiste

Last-Minute-Treffer lässt Heilbronner Falken jubeln

Am Ende jubelten die Falken.
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Im Spiel auf ein Tor dauert es lange, bis der Puck im Netz landet.

"Wir haben da noch etwas gutzumachen." Falken-Stürmer Richi Gelke gibt die Devise für das DEL2-Spiel der Heilbronner Falken gegen die Tölzer Löwen aus. Nach der 5:7-Niederlage am Mittwoch in Deggendorf wollen die Unterländer schnell wieder in die Erfolgsspur zurückfinden. Das gelingt. Am Ende gewinnen die Falken mit 2:1.

Alex Lambacher zeigte ein gutes erstes Spiel.

Die erste Überraschung ist auf dem Spielberichtsbogen zu finden. Wie erhofft, haben die Falken vom Kooperationspartner Adler Mannheim Stürmer Louis Brune und Verteidiger Tobias Möller abgestellt bekommen. Aber auch Alexander Lambacher feiert seine Heilbronn-Premiere in einem Punktspiel. Und das, obwohl Falken-Trainer Alex Mellitzer gestern noch nicht sicher war, ob er den Deutsch-Italiener heute auflaufen lässt. Somit haben die Gastgeber vier komplette Sturmreihen.

Heilbronner Falken nicht zielstrebig genug

Die Partie startet, doch das erwartete Offensiv-Spektakel bleibt aus. Dafür stehen die Gäste zu kompakt in der Defensive, sind primär auf das Zerstören des Heilbronner Spiels aus. Wenn sie dann den Puck erobern, dann geht es blitzschnell. Mit ein, zwei Spielzügen sind sie vor dem Falken-Tor und nutzen jede Chance zum Schuss. Eine schöne Kombination schließt Philipp Schlager in der 5. Minute mit dem 0:1 ab.

Louis Brune machte den Ausgleichstreffer.

Auch in der Folgezeit sind die Falken zwar optisch und spielerisch überlegen, doch sie suchen nicht mit letzter Konsequenz den Abschluss, zu oft wird nochmals gepasst, anstatt zu schießen. In der 10. Minute ist es dann Brune, der den Bann bricht. Er zieht einfach ab, der Puck prallt an die Schulter des Keepers und von dort über ihn ins Tor. Im einzigen Powerplay des ersten Drittels haben die Unterländer dann die Chance nachzulegen, aber Greg Gibson, Justin Kirsch oder Brock Maschmeyer scheitern. Mit 1:1 geht es in die Kabine.

Heilbronner Falken verzweifeln am Löwen-Keeper

Im zweiten Drittel legen die Hausherren dann ihre Zurückhaltung ab. Bereits nach wenigen Sekunden hat Jimmy Sharrow die Möglichkeit, das 2:1 nachzulegen, entscheidet sich aber lieber, einen Pass auf Roope Ranta zu spielen. Zu ungenau, Chance vertan. Doch das ist nur der Auftakt zu einer ganzen Serie an hochkarätigen Chancen. Im Minutentakt verzweifeln Kevin Lavallée, Greg Gibson, Justin Kirsch, Jan Pavlu an Andreas Mechel im Löwen-Tor.

Mirko Pantkowski hingegen muss aufpassen, dass er nicht einfriert. Wenn er aber gefordert wird, dann ist er hellwach. Die Unterländer schnüren die Gäste teilweise im Abwehrdrittel minutenlang ein - ohne aber Zählbares zu erzielen. In der 39. Minute dann Pech für beide Teams. Erst scheitert Brad Ross für Heilbronn an der Latte, im direkten Gegenzug Stephen MacAulay für Tölz am Pfosten. Mit 1:1 geht es in die Pause.

Heilbronner Falken weiter mit Druck

Im letzten Abschnitt machen die Hausherren da nahtlos weiter, wo sie zuvor aufgehört haben. Mit ganz viel Druck in Richtung Gästetor. Und sie haben Powerplay. Ein richtig gutes, aber es ist zum Verzweifeln, die Scheibe will einfach nicht ins Tor. Dann Überzahl für die Gäste. Jetzt heißt es aufpassen. Das machen sie sehr gut, lassen gar nichts zu, haben sogar die besseren Chancen.

Im Anschluss haben die Falken Überzahl. Jetzt die Tölzer aufmerksam. Die Unterländer sind weiterhin Meister im Auslassen von Chancen. Das Tölzer Tor ist einfach wie vernagelt. Noch sind zwei Minuten zu spielen. Dann bedient Ross von hinter dem Tor  Pavlu, und der findet endlich die Lücke. 69 Sekunden vor Ende steht es 2:1 für die Falken. Tölz riskiert alles, nimmt den Keeper vom Eis, aber der Ausgleich fällt nicht mehr. Er wäre auch nicht verdient gewesen.

Aufstellung:

Falken:

T: Pantkowski; Frensel

V: Maschmeyer, Sharrow; Kurz, Pavlu; Mapes, Eberhardt; Möller

S: Ranta, Damon, Gibson; Ross, Lavallée, Kirsch; Gelke, Helms, Bernhardt; Brune, Klos, Lambacher;

Löwen:

T: Mechel; Meisner

V: Borer, Reiter; Heinzinger, Wehrs; Horschel, Gschmeißner;

S: Sedlmayr, Schlager, Dibelka; Beach, MacAulay, Pauli, Tosto, Drews, Strobl; Hörmann

Die Bilder der Partie Heilbronner Falken gegen Tölzer Löwen

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