Das Tor ist wie vernagelt

Siegesserie der Heilbronner Falken reißt bei den Towerstars Ravensburg

DEL2: Siegesserie der Heilbronner Falken reißt bei den Towerstars Ravensburg
1 von 3
Ein zerknirschter Bryce Gervais: Die Falken verlassen nach vier Siegen in Folge das Eis in Ravensburg als Verlierer. 
2 von 3
Derek Damon (rechts) bereitete das 1:1 in Ravensburg vor.
Eishockey DEL2 Heilbronner Falken Ian Brady
3 von 3
Ian Brady trifft derzeit nach Belieben und markierte in Ravensburg den 3:2-Anschlusstreffer. 
  • schließen

Die Entscheidung fällt im Mitteldrittel, als die Heilbronner Falken sich einen ein minütigen Blackout genehmigen. 

○ Falken-Fehler im Defensivverhalten werden eiskalt bestraft.
○ Falken kassieren im zweiten Drittel zwei Tore in 54 Sekunden
○ Schlussoffensive ohne Fortune

Keine Verschnaufpause für die Heilbronner Falken, die heute Abend in der DEL2 bei den Ravensburg Towerstars antreten müssen. Der Meister der vergangenen Saison hat in dieser Spielzeit noch nicht richtig Fahrt aufgenommen, liegt in der Tabelle auf dem sechsten Platz. Zuletzt zeigte das Team aber auch aufsteigende Tendenz. Und auch personell haben die Oberschwaben reagiert, sie haben auf einer Ausländerposition einen Wechsel vorgenommen und vor allem Rich Chernomaz , den Meistertrainer der vergangenen Saison, zurückgeholt

Die Unterländer können auf dieselbe Formation wie am Freitag beim 5:3-Sieg über Bad Nauheim zurückgreifen. Für Matthias Nemec, den Torhüter der Heilbronner Falken,  ist es eine Rückkehr an die alte Wirkungsstätte, hatte er hier doch von 2007 bis 2015 das Tor gehütet.Doch Geschenke will er dort nicht verteilen: "Ich will mit drei Punkten aus Ravensburg zurück nach Heilbronn kommen." Das gelingt nicht. Die Falken verlieren mit 2:3.

Heilbronner Falken schlagen zurück

Die Heilbronner Falken starten gut in die Partie, geben zunächst den Ton an, allerdings ohne zählbaren Erfolg. In der vierten Minute dann ein Fehler der Unterländer. Anstatt die Scheibe aus dem Drittel zu spielen, entscheidet sich Davis Koch, sie auf seinen Verteidiger zu passen. Die Ravensburger gehen dazwischen, Pass vors Tor, der erste Schuss landet noch am Pfosten, der Nachschuss ist dann aber drin. Dieser Treffer gibt den Hausherren Selbstvertrauen. Kurz danach verhindert Nemec mit einer Glanztat das 2:0. Danach fangen sich die Gäste wieder, erarbeiten sich ihrerseits einige gute Chancen, und in der elften Minute haben sie Powerplay. 

Derek Damon (rechts) bereitete das 1:1 in Ravensburg vor.

Da haben sie eine richtig gute Chance, doch die Towerstars können klären, und Koch nimmt den Heilbronner Falken den Vorteil, weil er ebenfalls ein Foul begeht. Bei vier-gegen-vier laufen die Falken einen Konter, Derek Damon passt zurück auf Dylan Wruck, und der findet die Lücke. In der 17. Minute dann die ganz große Chance für die Unterländer, um in Führung zu gehen, doch Pierre Preto scheitert dreimal allein vor Ravensburgs Keeper Olafr Schmidt. "Beide Mannschaften geben sich nichts, wir müssen unser Spiel machen, das uns in dieser Saison so auszeichnet", erklärt Yannik Valenti in der Pause. 

Heilbronner Falken kassieren einen Doppelschlag

Im zweiten Drittel wird schnell klar, was Falken-Trainer Alexander Mellitzer seinen Mannen mit auf den Weg gegeben hat. Wann immer es hinten brenzlig werden könnte, hauen sie die Scheibe raus. Dann erneutes Überzahlspiel der Falken, aber die Scheibe geht nicht über die Linie. Jetzt die Gäste klar besser im Spiel, eigentlich geht es nur noch in Richtung Towerstars-Tor. Und dann kommt, was kommen muss, einmal sind die Unterländer nicht ganz eng am Mann und die Oberschwaben finden die Lücke zum 2:1. 

Ian Brady trifft derzeit nach Belieben und markierte in Ravensburg den 3:2-Anschlusstreffer. 

Ein Treffer, der Wirkung zeigt. Wieder sind die Heilbronner Falken zu passiv, und nur 54 Sekunden später klingelt es erneut im Kasten. Jetzt rächt sich die schlechte Chancenverwertung der Unterländer. Nach kurzer Zeit haben sie sich aber wieder gefangen. Dann ein ganz starker Wechsel der ersten Reihe, sie spielt Jojo mit ihrem Gegner, bis Ian Brady genau in den Winkel trifft. Nur noch 3:2. Jetzt drängen die Gäste vehement auf den Ausgleich, können sich aber gleichzeitig bei ihrem Goalie bedanken, der noch zwei Monstersafes auspackt, als die Falken in der Abwehrzone den Puck verlieren. Mit dem 3:2 geht es in die Pause. 

Dauerdruck der Heilbronner Falken wird nicht belohnt

Wie nicht anders zu erwarten, sind es die Heilbronner Falken, die zu Beginn des letzten Drittels den Ton angeben, unbedingt den Ausgleich machen wollen. Jetzt klappt auch das Forechecking wieder, die Hausherren stehen permanent unter Druck. Die Zeit läuft herunter, das Tor der Gastgeber ist wie vernagelt, während sie selbst ab der 52. Minute einige gute Chancen durch Konter haben, weil die Unterländer natürlich hinten etwas aufmachen müssen. 

In der 57. Minute dann wohl DIE Chance für die Heilbronner Falken, das Spiel doch noch auszugleichen. Sie haben Powerplay. Aber die Hausherren verteidigen mit allem, was sie haben, überstehen diese Situation unbeschadet. Matthias Nemec verlässt seinen Kasten zugunsten eines weiteren Feldspielers, aber ohne Erfolg. Die Falken müssen nach vier Siegen wieder eine Niederlage einstecken. 

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare