Ganz bitter

Keine erfolgreiche Fuchs-Jagd der Falken

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Einfach kein Durchkommen: In den letzten Minuten verzweifeln die Falken an der Füchse-Abwehr und deren Keeper.
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Ein später Treffer verhindert den Punktgewinn bei den Sachsen.

Während die Heilbronner Falken beim DEL2-Spiel in Weißwasser wieder mit Torhüter Mirko Pantkowski auflaufen, müssen die Lausitzer Füchse auf ihren bisher so überragend haltenden Olaf Schmidt verzichten, der mit einer Verletzung bis Saisonende ausfällt. Im Tor schenken sie aber nicht der etatmäßigen Nummer zwei Konstantin Kessler das Vertrauen, sondern dem Youngster Tobias Ancicka, dem Sohn des ehemaligen HEC-Verteidigers Martin Ancicka. Der rettet in der Schlussphase seinem Team den 3:2-Sieg.

Brock Maschmeyer trifft im Powerplay zur frühen Falken-Führung.

Und der wird auch gleich eiskalt erwischt. Bereits nach wenigen Sekunden gibt es Strafe gegen die Füchse. Im Powerplay kommt Justin Kirsch an die Scheibe, passt zu Brock Maschmeyer, der ins lange Eck zur frühen Führung trifft. Ein idealer Auftakt, der den Gästen in die Karten spielt. In der Folgezeit können sie genau das von Coach Alex Mellitzer vorgegebene System spielen.

Heilbronner Falken machen die Räume eng

Im Klartext heißt das: aggressives Forechecking, Dichtmachen der neutralen Zone, jede Chance zum Schuss wahrnehmen und schnelle Tempogegenstöße. Dadurch können die Füchse nur ganz selten ihr gewohntes Spiel aufziehen. Zumal die Verteidigung der Heilbronner Falken hinten sehr aufmerksam agiert und einfaches Eishockey spielt. Wann immer es brenzlig werden könnte, spielen sie die Scheibe aus der Abwehrzone einfach raus.

Der Treffer von Roope Ranta zum 2:0 wird nicht gegeben.

Das klappt ausgezeichnet, es scheint wirklich nur noch eine Frage der Zeit zu sein, bis die Heilbronner Falken den zweiten Treffer nachlegen. Chancen dazu haben sie, einmal ist die Scheibe sogar über der Linie, doch die Schiedsrichter geben den Treffer nicht, da sie zuvor abgepfiffen haben. Dafür entscheiden sie in einer undurchsichtigen Situation für die Lausitzer Füchse auf Tor. 45 Sekunden vor der Sirene. Ein Treffer, der erst nach langem Studium des Videobeweises gegeben wird. Pause!

Heilbronner Falken in der Defensive

Die Frage lautet: Wie verkraften die Heilbronner Falken dieses späte Tor? Jedenfalls kommen die Gastgeber mit ganz viel Druck aus der Kabine. Die ersten Szenen spielen sich ausschließlich im Unterländer Drittel ab. Es dauert bis zur 25. Minute, ehe die Unterländer aufs Füchse-Tor schießen. Aber eines zeigt sich jetzt schon: Die Abwehr der Gäste ist weiterhin auf der Hut. In der 27. Minute dann die erste Unterzahl der Falken. Aufopferungsvoll verteidigen die vier Spieler ihr Tor und lassen keinen Treffer zu. Die Dominanz der Lausitzer Füchse nimmt minütlich zu. Wie lange kann das gutgehen?

Mirko Pantkowski hält sein Team im zweiten Drittel im Spiel.

Zum Glück ist Pantkowski hellwach, mehrfach hält er das Unentschieden fest. Dann haben die Unterländer endlich mal Zeit, sich aus der Umklammerung zu lösen, sie bekommen in der 35. Minute Powerplay. Und es brennt wirklich zweimal lichterloh vor dem Gehäuse der Sachsen, aber es bleibt beim 1:1. Kaum komplett, übernehmen die Füchse wieder das Kommando. Zum Glück ohne Konsequenzen bis zum Pausenpfiff.

Erneute Führung der Heilbronner Falken

Finden die Heilbronner Falken im Schlussabschnitt zu ihrem Spiel aus dem ersten Drittel zurück? Sie müssen sehen, dass sie endlich wieder Akzente setzen, dürfen sich nicht erneut ins eigene Drittel zurückdrängen lassen. Die ersten Möglichkeiten erarbeiten sich die Sachsen. Dann erobern die Unterländer eine Scheibe im gegnerischen Drittel, Roope Ranta hat das Auge für Maschmeyer - und der trifft über die Schulter ins lange Eck zum 1:2! Ein ganz wichtiges Tor. Aber die Freude währt nicht lange. Einen mustergültigen Spielzug schließen die Gastgeber nur 87 Sekunden später mit dem Ausgleich ab.

Jetzt geht es hin und her. Chancen auf beiden Seiten. Sieben Minuten vor dem Ende dann die erneut Überzahl für die Heilbronner Falken, aber ohne Erfolg. Dann kommt der Fehler. Jimmy Sharrow lässt einen langen Pass durch, Jordan George steht vor dem Falken-Tor und verlädt Pantkowski durch die Schoner. 3:2, vier Minuten vor Schluss - das ist bitter. Aber 93 Sekunden vor dem Ende gibt es wieder eine Strafe gegen die Hausherren. Jetzt oder nie, die Heilbronner Falken riskieren alles, nehmen den Goalie vom Eis. Doch Ancicka wächst bei seiner DEL2-Premiere über sich hinaus und bringt den knappen Sieg über die Zeit.

Die Bilder der Partie Falken gegen Füchse

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