Glück gehabt

Falken retten sich bei den Füchsen in die Verlängerung

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Das Tor von Bryce Gervais reicht nicht für den Sieg in der Lausitz.
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Die Unterländer zeigen bei den Lausitzern zu wenig Laufbereitschaft, leisten sich zu viele Strafzeiten und Abspielfehler, sichern sich aber einen Punkt.

  • Später Ausgleich durch Derek Damon. 
  • Brad Ross trifft gegen sein Ex-Team. 
  • Heilbronner Falken holen einen 0:2-Rückstand auf

Heute Abend müssen die Heilbronner Falken in der DEL2 bei den Lausitzer Füchsen antreten. Damit den Unterländern nicht die lange Anfahrt von 600 Kilometern in den Knochen steckt, machte sich die Mannschaft bereits gestern auf den Weg in die Lausitz und übernachtet dort im Hotel.

Beide Mannschaften gewannen ihre Freitagsspiele. Die Gastgeber mit 4:2 beim ESV Kaufbeuren, die Heilbronner Falken deklassierten die Dresdner Eislöwen mit 9:2. Durch ihren Erfolg im Allgäu schnuppern die Füchse wieder an den Pre-Playoffs, sind nur noch drei Punkte hinter Dresden. Somit ist ein Sieg für die Lausitzer Pflicht. Die Unterländer wollen weiterhin ganz oben mitspielen und sich keine Blöße in Weißwasser geben. Das gelingt nicht. Sie verlieren mit 3:4 nach Verlängerung. 

Heilbronner Falken mit vielen Fehlpässen

Falken-Trainer Alexander Mellitzer kann, bis auf Mirko Pantkowski und Pierre Preto, die beide für die Adler Mannheim an der Scheibe sind, auf denselben Kader wie zwei Tage zuvor zurückgreifen und mit vier Sturmreihen agieren und somit auf sein lauffreudiges Power-Hockey mit aggressivem Forechecking und Pressing bauen. Das klappt nicht wie gewünscht. Ein Schuss der Lausitzer wird in der dritten Minute unglücklich abgefälscht, sodass ausgerechnet der Ex-Falke Brad Ross den Puck nur noch ins leere Tor schieben muss. 

Die Heilbronner Falken überhaupt nicht geschockt, erarbeiten sich kurz nacheinander zwei gute Chancen durch Dylan Wruck und Derek Damon, die beide aber am Füchse-Goalie scheitern. Dann kommt auch noch Pech dazu. Bei einem Break in Unterzahl trifft Wruck nur den Pfosten. Dann ganz starke fünf Minuten der Gastgeber, die auch von zahlreichen Fehlpässe der Unterländer profitieren. In der 19. Minute dann das zweite Powerplay der Hausherren. Da lassen die Falken aber gar nichts zu.

Heilbronner Falken schlagen zurück

Im zweiten Drittel steht dann eine aktivere Falken-Mannschaft auf dem Eis. Stefan Della Rovere scheitert mit einem abgefälschten Schuss, ein Querpass von Tim Miller wird von einem Lausitzer Spieler beinahe ins eigene Tor abgefälscht. Dann scheitern Bryce Gervais und Davis Koch aus der Nahdistanz. Dann ein haarsträubender Abspielfehler der Heilbronner Falken, Füchse Topscorer Mike Hammond taucht mutterseelenallein vor Matthias Nemec auf, doch der pariert. 

Im Anschluss nehmen sich die Heilbronner Falken selbst den Schwung, weil Miller eine Strafzeit wegen unsportlichen Verhaltens erhält. Und das wird bestraft. Die Hausherren erhöhen auf 2:0. In der 34. Minute dann das erste Powerplay für die Unterländer. Jetzt MUSS etwas gehen. Genau 39 Sekunden dauert es, da ist die Scheibe im Netz. Della Rovere fälscht sie unhaltbar ab. In der 39. Minute dann der Ausgleich: Wruck erkämpft die Scheibe im Angriffsdrittel, passt sie zu Koch, der schießt - und Gervais fälscht ab. Pause.

Heilbronner Falken mit spätem Ausgleich

Im letzten Abschnitt erhalten die Heilbronner Falken sofort eine kalte Dusche. Wieder wird eine sichere Scheibe vertändelt, Darcy Murphy lässt sich die Chance nicht entgehen, 3:2 nach 27 Sekunden. Kurz darauf erhalten die Unterländer eine Strafe, das kommt zur Unzeit. Zum Glück ohne Konsequenzen. Danach viel Leerlauf auf beiden Seiten. Die bis dahin faire Partie wird härter. Und wieder gibt es eine Strafzeit gegen die Unterländer. Erneut wegen unsportlichen Verhaltens, völlig unnötig von Marcus Götz. Ohne Folgen.

Dann das zweite Powerplay der Heilbronner Falken, drei Minuten vor dem Schluss. Aber es ist symptomatisch für das heutige Spiel der Unterländer, sie finden keine Lücke. Dann riskieren sie alles, nehmen den Keeper vom Eis - und unglaublich, 35 Sekunden vor dem Ende rettet Damon sein Team in die Verlängerung. Da passiert lange Zeit nichts, bis 26 Sekunden vor dem Ende die Hausherren mit einer Einzelaktion das 4:3 erzielen. Die Falken können sich mit dem einen Punkt glücklich schätzen. So sieht es auch Trainer Alexander Mellitzer: "Wir haben heute einen Punkt gewonnen, nicht zwei verloren. Wir haben viele falsche Entscheidungen getroffen und sind nie richtig ins Laufen gekommen."

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