Nicht zwingend genug

Falken bleiben bei den Füchsen ohne Punkte

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Das Tor von Yannik Valenti war zu wenig in der Lausitz.
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Der Ausfall von Bryce Gervais ist in der Lausitz nicht zu kompensieren.

In der DEL2 treffen die Heilbronner Falken heute Abend auf die Lausitzer Füchse. Die weite Anreise in die Lausitz haben die Unterländer bereits gestern angetreten, sie sollen keine Busbeine haben, um die schwere Aufgabe nach Möglichkeit mit dem nächsten Sieg zu lösen. Hiobsbotschaft vor Spielbeginn. Bryce Gervais kann nicht spielen. Das schwächt die Heilbronner. Sie verlieren mit 1:2. 

Beide Teams haben am Freitag ihre Spiele gewonnen. Die Gastgeber sind dadurch auf Tuchfühlung an die Spitzengruppe der Liga herangekommen - und wollen sich daheim natürlich keine Blöße geben. Falken-Trainer Alexander Mellitzer vertraut derselben Mannschaft wie am Freitag beim Sieg über Dresden, hat aber die Reihe etwas umgestellt. Yannik Valenti tauscht die Position mit Louis Brune.

Heilbronner Falken eiskalt erwischt

Die Heilbronner Falken legen einen klassischen Fehlstart hin. Ein Wechselfehler und zeitgleich ein Puckverlust leiten einen Konter der Lausitzer Füchse ein, und nach 36 Sekunden steht es schon 1:0. Auch in der Folgezeit die Hausherren klar dominant, die Gästeabwehr hat einige Male Probleme, die Übersicht zu behalten. Auch das erste Powerplay der Heilbronner Falken klappt noch nicht richtig. Ebenso das Pressing, zudem leisten sie sich zu viele Fehlpässe. Einzig und allein Matthias Nemec im Falken-Tor ist hellwach und verhindert Schlimmeres.

Matthias Nemec war der beste Falke bei den Füchsen und verhinderte eine höhere Niederlage.

Dann Unterzahl der Heilbronner Falken. Wie gewohnt sind sie da bedeutend aufmerksamer, die Füchse können nicht einen einzigen Schuss ansetzen, müssen dann sogar selbst eine Strafe ziehen. Dieses Powerplay der Gäste jetzt wirklich gut, Valenti hat Pech bei seinem One Timer, der das leere Tor knapp verpasst. Aber immerhin, danach die Falken offensiv besser im Spiel als zuvor, aber hinten stimmt die Zuordnung immer noch nicht. Nemec ist es zu verdanken, dass es beim knappen 0:1 zur Pause bleibt.

Heilbronner Falken schlagen zurück

Das zweite Drittel beginnt mit einer Riesenchance für die Heilbronner Falken. Valenti bringt den Puck nach zehn Sekunden aber erneut im leeren Tor nicht unter. Danach Unterzahl für die Unterländer, auch das überstehen sie unbeschadet. Eins ist aber spürbar: Die Gäste befinden sich jetzt auf Augenhöhe, die Dominanz der Hausherren aus dem ersten Drittel ist dahin. Trotzdem dauert es bis zur 37. Minute, bis der Ausgleich fällt. Dieses Mal nimmt Valenti ganz genau Maß, der Puck knallt an den Innenpfosten und von dort ins Tor. Das zeichnet den Youngster aus. Nachdem er zwei Hochkaräter ausgelassen hatte, macht er den schwierigsten rein. Mit dem 1:1 geht es in die Pause.

Im letzten Drittel sind es wieder die Hausherren, die den ersten Stich setzen. Michael Knaub muss auf die Strafbank. Und dieses Mal klingelt es im Heilbronner Gehäuse. Das Specialteam der Unterländer ist etwas zu passiv, das nutzen die Sachsen zur 2:1-Führung. Die Unterländer versuchen in der den verbleibenden 15 Minuten alles, um erneut den Ausgleich zu erzielen, doch irgendwie ist heute der Wurm drin. Der letzte Pass ist einfach zu ungenau, die Offensivchancen sind nicht zwingend genug. Die Uhr tickt herunter. Mellitzer riskiert alles, nimmt den Keeper vom Eis. Es hilft nichts. Mit 1:2 verlieren die Falken in der Lausitz.

Falken-Trainer hadert mit dem ersten Drittel

"Das Spiel hat alles andere als gut für uns begonnen", sagt Mellitzer nach der Partie. "Wir haben uns das schnelle Gegentor gefangen und hatten Probleme, aus der eigenen Zone zu kommen. Umso länger das Spiel gedauert hatte, desto besser sind wir reingekommen. Wir hatten dann ein paar gute Möglichkeiten, aber unsere Chancenverwertung war nicht gut, das hat uns dann mögliche Punkte gekostet."

Auch zu Gervais äußert er sich gegenüber echo24.de: "Er ist mitgefahren und hat es auch probiert, doch beim Aufwärmen hat er gesagt, dass es nicht geht. Er kann den Fuß nicht bewegen." Eine Folge des Fouls vom Dresdner Jordan Knackstedt am Freitag, der Gervais nach dem Abpfiff die Beine wegzog und ihn so in die Bande beförderte.

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