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Heilbronner Falken zeigen an einem Wochenende ihre zwei  Gesichter

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Dylan Wruck ist weiterhin unangefochten der Topscorer der Liga.
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Nach einer Niederlage bei den Bayreuth Tigers, als sie einen 4:0-Vorsprung verspielt, tritt die Mannschaft zwei Tage später gegen die Kassel Huskies als Top-Team auf. 

  • Immer wieder tun sich die Falken mit Kellerkindern schwer.
  • Der Coach fordert: zurück zum einfachen Spiel!
  • Playoffs sollen eingetütet werden. 

Zwischen Trauer und Jubel liegen gerade einmal zwei Tage. Nachdem die Heilbronner Falken in der DEL2 am Freitag bei den Bayreuth Tigers nach dem Schlusspfiff wie begossene Pudel aussahen, feiern sie am Sonntag nach der Partie gegen die Kassel Huskies ausgelassen mit den Fans. Wieder einmal haben die Falken an einem Wochenende ihre zwei Gesichter gezeigt.

Dabei zeigt sich ein Muster: Gerade gegen Kellerkinder tun sich die Heilbronner Falken schwer. Innerhalb von knapp drei Wochen müssen sie zweimal gegen das Schlusslicht Crimmitschau antreten. Sowohl die Partie in Sachsen als auch daheim geht mit 2:4 verloren. Dann das Gastspiel in Bayreuth. Zum damaligen Zeitpunkt der Klub mit der Roten Laterne. Nach 23 Minuten sind die Unterländer im Soll, führen mit 4:0 - um am Ende noch mit 5:6 nach Penalty-Schießen zu verlieren. 

Heilbronner Falken: Coach mit Ansage

Falken-Trainer Alexander Mellitzer erklärt: "Auch wenn wir mit 4:0 geführt haben, gut gespielt hatten wir da auch nicht. Abgesehen von einem Treffer sind die Tore durch Fehler der Tigers entstanden. Bei uns war einfach der richtige Spieler zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Platz." Er selbst verfolgt die Partie krank und hilflos am heimischen Bildschirm, kann nicht reagieren.

Falken-Trainer Alexander Mellitzer richtete klare Worte an das Team.

"Am Samstag bin ich dann ins Stadion und dann schärfer im Ton gegenüber dem Team geworden. Anschließend habe ich noch individuelle Gespräche mit Spielern geführt." Seine Forderung: "Ich will, dass sie back to basics gehen. Die Jungs müssen wieder einfach spielen mit schnellem Umschalten, Pressing, Forechecking, Scheibe vors Tor bringen und die Räume in der neutralen Zone engmachen." 

Heilbronner Falken mit positiver Bilanz gegen Top-Teams

Weshalb sein Team ausgerechnet immer wieder gegen in der Tabelle weit schlechter gestellte Mannschaften Punkte liegenlässt? "Ich denke, ab und an schleicht sich unbewusst etwas ein und dann sind die Jungs nicht zu 100 Prozent dabei. Das musst du aber in der Liga zu jedem Zeitpunkt." Fakt ist: Hätten die Heilbronner Falken auch nur annähernd so gut gegen Bayreuth und Crimmitschau wie am Sonntag gegen Kassel gespielt, die Unterländer wären bereits jetzt sicher für die Playoffs qualifiziert.

Mellitzer gibt Entwarnung: "Noch stehen wir auf dem dritten Tabellenplatz. Ich denke, wir haben bisher ein wirklich anständige Saison abgeliefert. Über uns stehen mit Freiburg und Kassel lediglich zwei Teams. Und gegen diese haben wir sieben der acht direkten Vergleiche gewonnen." Jetzt will er möglichst schnell die Playoffs eintüten: "Mein Aufgabe ist es jetzt, die Jungs unter Strom zu halten, damit sie jede Partie fokussiert und konzentriert angehen."

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