Wenn der Sohn wie einst der Vater

Für diesen Spieler der Heilbronner Falken schließt sich jetzt der Kreis

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Yannik Valenti freut sich, wie einst sein Vater in Heilbronn zu spielen.
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In den 90er-Jahren war sein Vater als Stürmer für Heilbronn aktiv. Jetzt tritt Yannik Valenti in seine Fußstapfen.

Der Schweiß fließt in Strömen. Gnadenlos kommen beim Prospect Camp der Adler Mannheim die Kommandos der Trainer: "Los!" Yannik Valenti, Förderlizenzspieler für die Heilbronner Falken gibt Gas. Mit kurzen schnellen Schritten nimmt er Tempo auf - um dann langsam abgebremst zu werden. Denn um den Bauch hat er ein Bungee-Seil gebunden, an dessen ein weiterer Spieler mit quergestellten Kufen hängt. Valenti muss ihn ziehen, bis er die blaue Linie erreicht hat.

Der 18-Jährige zieht am Mittwoch eine Halbzeitbilanz des Trainingscamps: "Die ersten Tage waren echt hart, wenn man nach so langer Zeit zum ersten Mal wieder auf dem Eis steht. Da merkt man jedes einzelne Körperteil. Aber es ist wieder gut, auf dem Eis zu sein, und es macht Spaß."

Der Heilbronner Falke Valenti ist technisch versiert

Vergangene Saison war Valenti in der nordamerikanischen Western Hockey League bei den Vancouver Giants (WHL) aktiv. Mit der dort typischen, kleineren Eisfläche. Jetzt trainiert er auf Flächen mit den großen Abmaßen. "Das war zu Beginn für mich etwas ungewohnt, weil man mehr Zeit und Platz hat. Aber das ist kein großes Ding. Nach drei, vier Einheiten ist man wieder drin."

Dabei kommt die größere Fläche seinem Spiel durchaus entgegen: "Ich bin ein technisch versierter Stürmer, der gerne das Eis sucht und den freien Raum nutzt, um das Spiel zu gestalten und auch Schüsse zu nehmen. Aber auch die kleinere Fläche hat ihre Vorzüge, da dort viel intensiver und schneller gespielt wird."

Yannik Valenti: Heilbronner Falke auf den Spuren seines Vaters

In der kommenden Saison soll Valenti für die Heilbronner Falken möglichst viele Tore schießen. Wie einst sein Vater Sven, der von 1996 bis 1998 drei Saisons für den HEC stürmte. "Obwohl ich ja erst nach seiner Heilbronner Zeit geboren wurde, schließt sich für mich jetzt doch irgendwie der Kreis", erklärt der Junior.

Im Prospect Camp der Adler hängt sich Yannik Valenti voll rein.

Und er will die Fans der Heilbronner Falken für sein Spiel begeistern: "Ich liebe das schnelle Hockey, suche gerne die Eins-gegen-eins-Situationen und versuche, meine Mitspieler in Szene zu setzen." Das könnte gut gelingen, denn immerhin hat er mit den anderen Förderlizenzspielern im selben Jugend-Team gespielt. "Das ist natürlich schön und macht die Eingewöhnung leichter, wenn man sich kennt."

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