Keine einfache Aufgabe

Heilbronner Falken: Eine Saisonplanung mit vielen Fragezeichen

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Bis zum 25. Mai müssen die Unterlagen für die DEL2-Lizenzierung der Saison 20/21 fertiggestellt sein – und viele Entwicklungen sind überhaupt nicht abzuwägen.

  • Die Planung der kommenden DEL2-Saison gestaltet sich für die Heilbronner Falken schwierig.
  • Falken wollen Fördermittel beantragen
  • Falken führen Verhandlungen mit Spielern und Trainern

Die DEL2-Saison 19/20 ist für die Heilbronner Falken Geschichte. Während die Spieler in ihrer Heimat sind, dort den Sommer verbringen, eventuell Urlaub planen und sich auf die kommende Spielzeit vorbereiten, muss Falken-Geschäftsführer Atilla Eren eine Mammutaufgabe stemmen: "Derzeit erstellen wir den Jahresabschluss für die abgelaufene Saison. Stichtag hierfür ist der 30. April." 

Doch das ist nicht alles. Parallel dazu muss er auch die neue Saison der Heilbronner Falken in Angriff nehmen: "Die Unterlagen für die Lizenzierung der Spielzeit 20/21 müssen bei der DEL2 bis zum 25. Mai eingereicht sein." Und bis dahin gilt es viele Fragen zu klären. Planungssicherheit ist überhaupt nicht gegeben. Denn das Coronavirus hat allen Vereinen einen Strich durch die Rechnung gemacht, überall werden fehlende Playoff-Einnahmen beklagt. Hinzu kommt die Ungewissheit wann, wie und ob die neue Saison überhaupt startet? 

DEL2: Heilbronner Falken wollen Fördermittel beantragen

Eren macht kein Geheimnis daraus: "Das abrupte Saisonende hat auch bei den Heilbronner Falken ein finanzielles Loch hinterlassen." Dieses gilt es zu stopfen. Angesichts der wirtschaftlichen Lage eine Katastrophe. Denn wer von den Sponsoren überlebt die Krise halbwegs unbeschadet, wer hat überhaupt noch Budget für Sponsoring übrig? Eren setzt auch auf die Hilfen des Bundes: "Da sind Fördermaßnahmen für Unternehmen vorgesehen. Wir prüfen gerade, welche für uns relevant sind und welche wir auch wirklich nutzen können. Wenn hier Klarheit herrscht, dann werden wir die entsprechenden Anträge stellen." 

Nur wenig hilfreich sind die gesparten Ausgaben bei den Eiszeiten für Training und den ausgefallenen Playoff-Spielen der Heilbronner Falken. Eren: "Das sind wirklich keine großen Beträge." Als Geschäftsführer hat er jetzt vor allem ein Problem: verlässliche Zahlen für die anstehende Lizenzierung zu bekommen. "Man entscheidet bei der einen oder anderen Sache mit Unsicherheit, weil es keine klaren Fakten gibt." 

Heilbronner Falken sprechen mit Spielern und potenziellen Trainern

Auf einen Aufschub der DEL2 für die Lizenzierung will er nicht bauen: "Stand heute müssen die Unterlagen fristgerecht am 25. Mai eingereicht werden, das ist der Termin, den wir anvisieren." Und dann gibt es auch noch die vielen anderen Dinge, die parallel geklärt werden müssen. Eren: "Wir befinden uns natürlich in Gesprächen und Verhandlungen mit Spielern, die wir gerne in Heilbronn hätten." 

Trainer Alex Mellitzer (links) verlässt die Falken, wer kommt als neuer Coach?

Gleiches gilt auch für einen neuen Trainer: "Da gibt es einige Interessenten, und wir müssen ausloten, welcher Kandidat am besten für uns geeignet ist." Eine Priorität, ob zuerst die Wunschspieler oder der Trainer verpflichtet werden, gibt es nicht. "Das ist einzig und allein von den Gesprächen abhängig, die wir führen."

Rubriklistenbild: © Thorwartl

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