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Darum haben die Heilbronner Falken ein Torwart-Problem

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Leon Frensel steht auch morgen in Kassel im Falken-Tor.
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Auf der Position des Torhüters herrscht beim DEL2-Verein ein Vakuum.

Auch wenn es am Ende nochmals knapp wurde, Hauptsache gewonnen. Mit 5:4 feierten die Heilbronner Falken am Freitagabend einen ganz wichtigen Sieg gegen die Lausitzer  Füchse. Ein Ergebnis, das bestenfalls erhofft, aber keinesfalls erwartet werden konnte. Denn die Unterländer mussten auf einen ganz wichtigen Mann verzichten: Torhüter Mirko Pantkowski.

Mirko Pantkowski hütet derzeit das Bett.

"Er hat Fieber und liegt krank im Bett, ich habe keine Ahnung, wann er wieder zurückkommt", erklärt Falken-Coach Alexander Mellitzer auf der anschließenden Pressekonferenz. Aber selbst, wenn den Youngster eine Schnellheilung ereilen würde, in naher Zukunft wird man ihn wohl nicht mehr im Heilbronner Trikot sehen. DENN: Beim Kooperationspartner Adler Mannheim hat sich der etatmäßige Keeper Nummer eins, Dennis Endras, am Donnerstagabend beim Spiel gegen die Eisbären Berlin im letzten Drittel verletzt. Vermutliche Ausfalldauer: mindestens vier Wochen.

Heilbronner Falken in Kassel mit Leon Frensel

Klar ist nur, dass Heilbronns Back-up Leon Frensel auch morgen das Tor beim Spiel der Heilbronner Falken bei den Kassel Huskies hüten wird. Der 21-jährige zeigte gegen die Lausitzer Füchse 58 Minuten lang eine tadellose Partie ohne jeden Fehler. Am Ende ließen ihn dann seine Vorderleute angesichts des komfortablen 5:1-Vorsprungs doch etwas im Stich, und er musste noch drei Tore in 83 Sekunden hinnehmen.

Auf Leon Frensel war in der Partie gegen die Füchse Verlass.  

Bei den Hessen kann er zeigen, dass er seine gute Leistung dauerhaft abrufen kann. Aber hinter Frensel wird es dann eng. Tom Schickedanz, der gegen die Füchse als Backup auf der Bank saß, hat noch nie ein Spiel in der DEL2 bestritten. "Für uns hängt vieles davon ab, was Mannheim macht", erklärt Falken-Geschäftsführer Atilla Eren gegenüber echo24.de. Eines steht fest: einen guten deutschen Keeper gibt der Markt derzeit nicht her. Wenn die Falken reagieren, dann müssten sie zwangsläufig einen Ausländer verpflichten. Doch wen von den jetzigen Importspielern sollte Coach Mellitzer dann auf die Tribüne schicken, da nur vier Ausländer im Spiel eingesetzt werden dürfen?

Heilbronner Falken müssen Adler-Entscheidung abwarten

Welche Szenarien können folgen? Da sich Endras an den Adduktoren verletzt hat, ist die angesetzte, vierwöchige Ausfalldauer das absolute Minimum. Die Kurpfälzer sind souveräner Tabellenführer, haben mit Chet Pickard einen ausgezeichneten zweiten Keeper in ihren Reihen. Aber eben keinen dritten Goalie, das ist nämlich Pantkowski. Da der zumindest morgen ausfällt, müssen sie auf einen Keeper aus dem Nachwuchs setzen und den auf den Spielberichtsbogen schreiben.

Gegen die Füchse bewahrte Leon Frensel auch in heißen Situationen kühlen Kopf.

Diese Situation wird nicht von Dauer sein, denn die Adler wollen ihre Spitzenposition in der Tabelle untermauern, unbedingt als Erster in die Playoffs gehen. Was können sie also tun?

- Sie warten ab, bis Pantkowski wieder fit ist und beordern ihn dann als Backup nach Mannheim. Die Konsequenz: Heilbronn hat ein Torhüter-Problem.

- Sie werden auf dem Transfermarkt nochmals aktiv und vergeben ihre letzte Ausländer-Lizenz an einen weiteren Goalie. Dann könnte Pantkowski in Heilbronn bleiben und nach seiner Genesung dort wieder das Tor hüten.

Gerade die zweite Variante ist nicht von der Hand zu weisen, da sich derzeit Bill Stewart, der Nordamerika-Scout der Adler, in der Kurpfalz-Metropole aufhält. Vielleicht hat er ja einen passenden Spieler auf seiner Liste stehen?

Die Bilder der Partie Falken gegen Füchse

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