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Deshalb ist der Falken-Coach mit seinem Team unzufrieden

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Gegen die Löwen Frankfurt müssen Brock Maschmeyer (links) und sein Falken-Team eine Spitzenleistung abrufen.
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Defensiv standen die Unterländer gut, es haperte aber im Offensivspiel.

Diese Niederlage war absolut unnötig. Mit 1:2 verloren die Heilbronner Falken am Freitagabend in der DEL2 bei den Tölzer Löwen. An der in der Vergangenheit oft gescholtenen Abwehr lag es nicht. Wenn man auswärts lediglich zwei Tore kassiert - eines davon in doppelter Unterzahl - dann hat die Verteidigung einen guten Job gemacht. Es haperte im Spiel nach vorne.

Defensiv machten die Falken-Verteidiger um Patrick Kurz vieles richtig - es haperte beim Offensivspiel.

"Wir haben einfach zu wenige Scheiben aufs Tor gebracht", erklärt Verteidiger Patrick Kurz am Samstag gegenüber echo24.de. "Und wenn wir dann doch einmal geschossen haben, dann wurden die Schüsse von den Tölzer Verteidigern geblockt." Genau das sollte beim Sonntagsspiel gegen die Löwen Frankfurt nicht passieren. Kurz: "Da müssen wir jede Möglichkeit zum Schuss nutzen, viel laufen und keinem Zweikampf aus dem Weg gehen."

Heilbronner Falken müssen sich auf ihre Stärken besinnen

Dass die Heilbronner Falken das können, haben sie in der Vergangenheit oft genug bewiesen. Gerade im Dezember, als ihnen sechs Siege in Folge gelangen, hatten sie die Marschroute des Coaches ideal umgesetzt. Kurz: "Genau das müssen wir morgen auch machen. Wenn jeder für jeden kämpft, dann brauchen wir uns vor keinem Gegner der Liga verstecken."

Falken-Kapitän Derek Damon erwischte in Tölz keinen guten Tag.

Vieles hatten die Unterländer bei den Tölzer Löwen richtig gemacht. Alle Spieler arbeiteten nach hinten, die Räume wurden eng gemacht, und gerade in Unterzahl - die chronische Achillesferse über die gesamte Saison betrachtet - kämpfte das Team aufopferungsvoll und überstand fünf der sechs Situationen unbeschadet. Aber im Sturm herrschte lediglich ein laues Lüftchen. Die Umstellung der Reihen zahlte sich im Gegensatz zum Deggendorf-Spiel nicht aus. Und eines ist augenscheinlich: Wenn Derek Damon einen schlechten Tag hat, dann ist sein kompletter Block lahmgelegt. Der Kapitän kassierte in Tölz allein sechs der 14 Strafminuten.

Ein Heilbronner Falken bekommt ein Sonderlob

Immerhin kehrt Falken-Trainer Alexander Mellitzer morgen an die Bande zurück. Die Reise nach Tölz hatte er nicht angetreten: "Ich hatte eine ansteckende Erkältung, die wollte ich vom Team fernhalten." Natürlich hat er die Partie im Fernsehen verfolgt. Und er war gar nicht zufrieden mit dem, was er dort zu sehen bekam: "Einige Spieler sind total abgetaucht. Auch in der Verteidigung. Die langen Pässe von hinten raus, um das Spiel schnell zu machen, haben überhaupt nicht geklappt."

Florian Mnich zeigte eine gute Leistung.

Aber er hatte auch ein Lob parat: "Am Keeper lag es nicht, der hat einen guten Job gemacht." Youngster Florian Mnich bekam insgesamt 37 Schüsse auf sein Tor. Gleich mehrfach hatte er sein Team mit den so genannten "big saves" im Spiel gehalten, er zog mit seinen Paraden den Tölzer Stürmern reihenweise den Zahn, nur einmal patzte er. Höchstwahrscheinlich wird er auch gegen Frankfurt die Chance zur Bewährung bekommen.

DEL2: Bildergalerie Heilbronner Falken gegen Löwen Frankfurt

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