Ob das klappt?

Der große Falken-Check Teil 3: Der Angriff

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Ein vertrautes Bild, das es so nicht mehr geben wird. Greg Gibson (von links), Derek Damon und Roope Ranta bejubeln einen ihrer vielen Treffer.
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Können  die Abgänge von Kirsch, Ranta oder Lavallée kompensiert werden? Ein Mix aus erfahrenen Haudegen und jungen Wilden soll zum Erfolg führen.

Was waren das in der abgelaufenen Saison für Offensivfeuerwerke! Die Heilbronner Falken erwiesen sich in der DEL2 als äußerst treffsicher, hatten am Ende der Punktrunde 204 Tore geschossen. Der viertbeste Wert der DEL2 und lediglich sieben Treffer weniger als Ligaprimus Frankfurt.

Doch jetzt erfolgte ein Umbruch. Gleich vier Spieler mit Scorer-Qualitäten mussten sich neue Vereine suchen: Roope Ranta, Justin Kirsch, Kyle Helms und Kevin Lavallée. Sie allein zeichneten für 90 Treffer verantwortlich. Gelingt es, diese Lücke zu schließen?

Falken-Topreihe mit physischer Präsenz

Keine Qualitäts-Frage stellt sich bei der nominell ersten Reihe um Kapitän Derek Damon und die Außenstürmer Greg Gibson sowie Stefan Della Rovere. Gerade das Duo Damon - trotz seiner 38 Jahre - und Gibson mischte die gegnerischen Hintermannschaften vergangene Saison mit schöner Regelmäßigkeit auf. "Derek ist der Vorbereiter, ich bin dazu da, die Dinger reinzumachen", erklärt Gibson.

Derek Damon

Zu ihnen gesellt sich von den Dresdner Eislöwen Della Rovere. Der Spieler, an den die Falken schlechte Erinnerungen  haben. Denn in den Pre-Playoffs agierte der Kanadier mit deutschem Pass vogelfrei, checkte alles, was sich ihm in den Weg stellte und zog den Falken mit seinem körperbetonten Spiel den Zahn. Damon: "So einer hatte uns gefehlt, jetzt haben wir ihn in unseren Reihen, er wird viel Härte ins Spiel bringen - und er ist treffsicher."

Die zweite Falken-Reihe mit Fragezeichen

Ausschließlich Neuzugänge bilden bei den Heilbronner Falken die zweite Angriffsformation: Center Alex Nikiforuk soll für seine Flügelspieler Dylan Wruck und Tim Miller den Weg zum Tor ebnen. Bei seiner letzten Station in England zeigte der 35-Jährige, dass er das durchaus kann.

Kevin Lavallée verabschiedete sich in die Regionalliga.

Ein Fragezeichen steht hinter Wruck. Der Kanadier, der ebenfalls den deutschen Pass besitzt, war zuletzt fünf Jahre in der DEL an der Scheibe.  Findet der 26-Jährige in Heilbronn, wo ihm mehr Verantwortung übertragen wird, zur alten Stärke zurück? Auch Miller ist kein Goalgetter, er selbst sieht sich als den Spieler "den man bringt, wenn man einen knappen Vorsprung über die Zeit bringen will".

Der dritte Falken-Block hat DEL-Perspektive

Die besten deutschen Nachwuchsspieler bilden die dritte Formation bei den Heilbronner Falken. Samuel Soramies machte bereits vergangene Saison eine starke Entwicklung durch und will heuer den Trend fortsetzen. Ihm zur Seite stehen Louis Brune - er war auch schon für die Adler Mannheim in der DEL eingesetzt - und Yannik Valenti.

Samuel Soramies soll Akzente setzen.

Die Nachwuchsspieler kennen alle nur ein Ziel: Sie wollen sich über die Falken schnell in den Kader der Adler Mannheim spielen. Technisch sind sie hervorragend ausgebildet und auch kämpferisch gehen sie voll zur Sache. Wenn sich diese Formation findet, könnte sie zum Faustpfand werden.

Vierte Falken-Reihe will Einsatzzeit

Im vierten Block stehen mit Pierre Preto und Valentino Klos zwei Spieler, die bereits vergangene Saison DEL2-Luft schnupperten. Hinzu kommt Sebastian Hon. Wie für jede vierte Reihe in der Liga wird es für das Trio darum gehen, durch gute Trainingsleistungen sich Eiszeit zu erarbeiten. Die Jungs können ein schnelles Tempo gehen, sind zudem hoch motiviert. Der Block könnte auch gut als Zerstörreihe gegen den zweiten Block des Gegners agieren.

Valentino Klos.

Fazit: Die Alt-Jung-Mischung muss vom ersten Tag an erfolgreich sein, sonst könnte der Schuss nach hinten losgehen. Die Abgänge wurden offensiv nicht gleichwertig ersetzt. Sollten die Neuzugänge aber gute Defensivarbeit leisten, dann könnte das Weniger an Tore durch ein Weniger an Gegentoren aufgefangen werden. Note: 3,0.

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