Unnötig spannend

Falken-Derbysieg nach Penaltyschießen

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Ganz eng ging es im Derby zu.
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Durch pomadiges Überzahlspiel bringen sie die Gäste zurück in die Partie.

Und ewig lockt das Derby. Zum DEL2-Heimspiel der Heilbronner Falken gegen die Bietigheim Steelers strömen die Fans in Scharen in die Kolbenschmidt-Arena. Die Sitzplätze sind bereits seit Wochen ausgebucht - und auch auf der Stehplatz-Tribüne geht es kuschelig eng zu. Die Rahmenbedingungen für ein tolles Match sind gegeben.

Volle Hütte beim Derby.

In der Partie treffen mit den Heilbronner Falken und den Bietigheim Steelers zwei Mannschaften aufeinander, die gerade schwankende Formkurven zeigen. Die Unterländer verloren am Mittwoch daheim gegen den ESV Kaufbeuren. Die Ellentaler zogen - ebenfalls daheim - mit 6:7 nach Verlängerung gegen die Eispiraten Crimmitschau den Kürzeren. Eine Mannschaft findet heute Abend in die Erfolgsspur zurück. Das sind die Falken. Sie gewinnen mit 4:3 nach Penalty-Schießen.

Heilbronner Falken mit guten Forechecking

Das Feuer der Tribüne will zu Beginn nicht aufs Eis überspringen. Beide Mannschaften sind darum bemüht, den Gegner vom Tor wegzuhalten. Die ersten guten Angriffe haben die Gäste. Vor allem wenn sie mit viel Schwung ins Angriffsdrittel kommen, dann sind sie sehr pucksicher und lassen die Scheibe kreisen. Doch Mirko Pantkowski hält alles, was auf sein Tor kommt.

Kevin Lavallée bejubelt seinen Treffer zum 1:0.

Dann finden die Hausherren besser ins Spiel. Ihr Forechecking schmeckt den Steelers gar nicht. Immer wieder werden sie unter Druck gesetzt, verlieren eigentlich sichere Scheiben. Einer dieser Steals führt fast zum 1:0, doch Justin Kirsch scheitert am Lattenkreuz. Dann die 17. Minute. Wieder setzten die Falken hinterher, erobern die Scheibe, Kirsch passt mit der Rückhand vors Tor - und da steht Kevin Lavallée goldrichtig und macht das 1:0.

Heilbronner Falken bauen Führung aus

Das zweite Drittel beginnt für die Hausherren optimal. Gerade einmal 39 Sekunden sind gespielt, da können die 3.792 Zuschauerin der ausverkauften Halle - so denn sie Falken-Fans sind - erneut jubeln. Einen mustergültigen Konter über Lavallée und Kirsch zimmert Marcus Götz per Direktabnahme in die Maschen. Das spielt den Unterländern natürlich in die Karten. Zumal sie weiterhin gnadenlos früh attackieren und die Gäste permanent unter Druck setzen.

Marcus Götz baut die Führung im zweiten Drittel aus.

In der 35. Minute dann das 3:0. Lavallée bekommt die Scheibe hinter dem Tor, hat das Auge für Kirsch, der direkt abzieht und der Puck schlägt irgendwie zwischen Pfosten und Schoner ein. Dann wird es brenzlig. Die Gäste haben ihr erstes Powerplay, und das ist brandgefährlich, doch noch geht der Puck nicht über die Linie. Dafür aber kurze Zeit später. Gerade läuft ein Überzahlspiel der Falken ab, da kommen die Steelers in Puckbesitz, werden nicht energisch genug angegangen und Willie Corrin trifft über die Schulter zum 3:1.

Heilbronner Falken betteln um Gegentore

Im letzten Drittel agieren die Falken zuerst einmal abwartend. Sie Die Gäste müssen agieren, die Hausherren lauern auf Tempogegenstöße.  Dann die ganz große Chance, den Sack zuzumachen. Die Falken haben zweimal binnen kurzer Zeit Powerplay. Aber ohne Erfolg. Nein, die Überzahl ist heute Abend nicht die Heilbronner Paradedisziplin.

Es kommt noch schlimmer. Beim dritten Powerplay spielen die Falken viel zu lasch. Freddy Cabana riecht den Braten, kommt in Scheibenbesitz und schließt einen Alleingang zum 3:2 ab. Schon wieder ein Short-Hander. Dadurch wird es in den verbleibenden acht Minuten nochmals unnötig spannend. Und es passiert. in der 55. Minute gleichen die Gäste aus. Die Zeit läuft herunter. Es gibt Verlängerung. Auch hier fällt keine Entscheidung, die Partie muss ins Penalty-Schießen. Dort macht Roope Ranta den entscheidenden Treffer für die Hausherren. Die Halle tobt.  

Aufstellung

Falken:

T: Pantkowski; Frensel

V: Maschmeyer, Sharrow; Götz, Kurz; Mapes, Pavlu; Eberhardt

S: Ross, Lavallée, Kirsch; Ranta, Damon, Gibson; Helms, Soramies, Lambacher: Gelke Bernhardt

Steelers:

T: Martinovic; Sharipov

V: Goc, Hüfner; Steingross, Prommersberger; Schoofs, Corrin;

S: SOmmerfeld, McKnight, Preibisch; Weller, Wenzel, Hauner; Swinnen, Cabana, Zientek; Kneisler, Grosse, Kuqi

Bilder: Derby zwischen den Falken und den Steelers

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