Ein hartes Stück Arbeit

Die Falken befreien sich durch harte Arbeit selbst aus der Krise

+
Falken-Stürmer Bryce Gervais (links) erzielt gegen Kaufbeuren das 4:2. Der psychologische Effekt seines Treffers ist noch viel entscheidender. 
  • schließen

In der Partie der Unterländer gegen den ESV Kaufbeuren zeigt die Mannschaft Tugenden wie Kampf, Siegeswillen und Bereitschaft, dort hinzugehen, wo es wehtut. 

  • Erfolg über Kaufbeuren ist ein Sieg des Willens.
  • Stefan Della Rovere mit Doppelschlag im Schlussdrittel.
  • Ian Brady ist morgen beim Rückspiel im Allgäu dabei. 

Beim DEL2-Spiel der Heilbronner Falken gegen den ESV Kaufbeuren läuft die 52. Spielminute. Wieder einmal erzwingen die Hausherren einen Puckverlust der Gäste in deren eigenen Abwehrzone, weil sie durch aggressives Forechecking permanenten Druck auf die ESV-Hintermannschaft ausüben. Dylan Wruck scheitert noch bei seinem Schuss aus der Nahdistanz, doch Kaufbeurens Torhüter Stefan Vajs kann die Scheibe nicht festhalten.

Falken-Stürmer Bryce Gervais hatte das wohl geahnt, denn er ist es, der dem Keeper auf die Pelle rückt, den Puck parallel zur Torlinie zum langen Pfosten mitnimmt und die Scheibe dann zum 4:2 über die Linie drückt. Ein Treffer, der die Heilbronner Falken sichtlich befreit, denn in der Folgezeit machen sie nahezu alles richtig. Falken-Verteidiger Corey Mapes hatte es zuvor angedeutet: "Wir wissen, was wir ändern müssen."

Falken-Stürmer erarbeitet sich die Tore

Auch die Tore fünf und sechs sind dann Treffer der Marke "dreckig". Nicht schön herausgespielt, aber durch harte Arbeit an und um den Torraum des Gegners erarbeitet. Der Beharrlichkeit von Stefan Della Rovere ist es zu verdanken, dass sie fallen. Für den Deutsch-Kanadier die Belohnung, weil er wirklich IMMER da steht, wo es richtig wehtut. 

Eero Savilahti erzielte seinen ersten Falken-Treffer in der Kolbenschmidt-Arena. 

So auch beim fünften Tor. X-mal stochert er dem Puck hinterher, bis er im Kasten ist, danach erhält er noch einen Stock-Check ins Kreuz, der ihn unsanft ins äußere Tornetz befördert. Doch das tut seiner Freude keinen Abbruch, nach mehrwöchiger Verletzungspause und einem durchwachsenen Comeback beweist er jetzt wieder die Torgefährlichkeit, die ihn zuvor so ausgezeichnet hatte. 

Heilbronner Falken mit Ian Brady

Nein, einen Schönheitspreis konnten die Zuschauer am Freitagabend in der Kolbenschmidt-Arena nicht erwarten. Die Heilbronner Falken hatten zuvor drei Spiele in Folge verloren. Die längste Durststrecke in der bisherigen Saison. Dem Team war anzumerken, dass es verunsichert ist, die Leichtigkeit der Vergangenheit war zähem Kampf gewichen. Doch genau diese Tugend zeichnet die Mannschaft aus. Sie findet nahezu immer wieder ein Mittel, eine Partie für sich zu entscheiden - und sie wird auch mit Rückschlägen fertig. Jedes Tor, jeder weitere Sieg wird jetzt neues Selbstvertrauen bringen. 

Auf Brock Maschmeyer war gegen Kaufbeuren Verlass.

Am besten bereits morgen, wenn es zum Rückspiel im Allgäu kommt. Ein Sieg dort vorausgesetzt, würde fast schon die sichere Playoff-Teilnahme auf einem der ersten sechs Plätze bedeuten. Und eine ganz wichtige Personalie ist auch geklärt: Ian Brady, der nach einem Foul in der 55. Minute am Freitag mit einer blutenden Gesichtsverletzung das Eis verließ, kann wieder mitwirken. "Er ist dabei", erklärt Falken-Trainer Alexander Mellitzer gegenüber echo24.de

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare