Der erste Shutout

Heilbronner Falken machen gegen den EHC Freiburg alles richtig

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Brad Ross (rechts) und seine Falken zeigten gegen Freiburg eine sehr gute Leistung.
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Gegen die Breisgauer treten die Unterländer wie ein Top-Team auf.

Was für ein Auftritt! 44 zu 28 Torschüsse, drei Punkte und am Ende beim 3:0 im DEL2-Spiel der Heilbronner Falken gegen den EHC Freiburg der erste Shutout - ein Spiel ohne Gegentor - der Saison. Die Unterländer hatten gegen die Breisgauer wirklich alles im Griff, konnten sich beinahe nach Belieben durch die gegnerischen Abwehrreihen spielen, standen hinten kompromisslos sowie kompakt und kreierten jede Menge Chancen.

Falken-Verteidiger Brock Maschmeyer (rechts) war immer eng am Mann und traf zum 2:0.

Man muss es fast schon als ein Jammern auf hohem Niveau bezeichnen, als Falken-Trainer Alexander Mellitzer auf der Pressekonferenz trotzdem etwas zu bemängeln hatte: "Wir haben, gerade im ersten Drittel und dort speziell im Powerplay, einfach zu viele gute Chancen liegengelassen." Ein Treffer in diesen drei Überzahlsituationen hätte wohl die Vorentscheidung gebracht und der guten Leistung die Krone aufgesetzt.

Heilbronner Falken in allen Belangen überlegen

In diesen ersten 20 Minuten traten die Heilbronner Falken wirklich wie ein Spitzenteam auf. Mit aggressivem Forechecking unterbanden sie die Angriffsbemühungen der Gäste bereits im Spielaufbau, eroberten unzählige Pucks in deren Abwehrdrittel, zeigten kämpferisch und spielerisch eine Leistung auf höchstem DEL2-Niveau. 21:3 lautete die Torschussbilanz im ersten Drittel, dass es lediglich 1:0 stand, lag an zwei Faktoren: Zum einen hatte Matthias Nemec im EHC-Tor einen Sahnetag erwischt, zum anderen wirkten die Gastgeber manchmal zu verspielt, spielten noch einen Zauberpass mehr, anstatt den direkten Abschluss zu suchen.

Verteidiger Jimmy Sharrow zeigte eine überragende Leistung und leitet mit seinem langen Pass die frühe Falken-Führung ein.

Ohne jeglichen Tadel war hingegen die Abwehrleistung. Die Hausherren waren immer eng am Mann, setzten Checks, kämpften verbissen um jede Scheibe, machten das Spiel mit langen Pässen schnell, und endlich lieferte auch mal das Penalty-Killing Team einen tadellosen Job ab. Wenn die Gäste dann doch einmal gefährlich wurden, stand mit Leon Frensel ein Keeper im Heilbronner Tor, der immer auf dem Posten war, wenn es darauf ankam.

Heilbronner Falken in Nauheim gefordert

Ein Gegner ganz anderen Kalibers erwartet die Unterländer morgen, wenn sie um 16 Uhr beim EC Bad Nauheim antreten müssen. Die Kurstädter sind das Team der Stunde, haben fünf der vergangenen sechs Partien gewonnen, stehen in der Tabelle direkt vor den Heilbronnern und haben sechs Zähler mehr auf dem Konto. Gerade dieser sechste Platz ist das erklärte Wunschziel der Falken, denn er würde die direkte Qualifikation für die Playoffs bedeuten.

Beim Spiel in Bad Nauheim müssen Richard Gelke (rechts) und seine Falken-Kameraden diszipliniert auftreten.

Die Nauheimer stellen derzeit das zweitgefährlichste Überzahl-Team der Liga, deshalb müssen - vor allem die unnötigen - Strafzeiten vermieden werden. Aber auch in Unterzahl sind die Kurstädter top: Ihr Penalty-Killing liegt bei 84,2 Prozent. Das ist ebenfalls der zweitbeste Wert der Liga. Deshalb müssen die Heilbronner ihre Chance bei numerischem Gleichstand suchen. Eine Aufgabe, die vor allem der erste Block um Kapitän Derek Damon in dieser Saison bereits zweimal erfolgreich erledigt hat.

Die Bilder der Partie Falken gegen Freiburg

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