Personalentscheidungen stehen an

Bei den Heilbronner Falken steht ein Umbruch bevor

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Das Falken-Team wird ein anderes Gesicht erhalten.
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Nach dem frühzeitigen Saisonende gilt es, das Team punktuell zu verstärken.

3:33 - die Zahl wird sich den Falken-Fans ins Gedächtnis einbrennen. Genau solange war in der entscheidenden Pre-Playoff-Partie der DEL2 gegen die Dresdner Eislöwen noch zu spielen, alles war noch offen, ehe dann das Schicksal mit der Strafzeit gegen Markus Eberhardt seinen Lauf nahm - und den Heilbronner Falken das vorzeitige Saisonende bescherte.

Mit der Strafzeit von Markus Eberhardt kam das Saisonende der Falken.

Die Gründe für das Scheitern sind vielfältig: zu viele unnötige Strafzeiten, Ausfall von Greg Gibson, schlechtes Penalty-Killing, Schlüsselspieler, die in der entscheidenden Saisonphase einfach abtauchen, schlechte Defensivarbeit oder individuelle Fehler. Für die Verantwortlichen wird es darum gehen, diese Mängel in der kommenden Saison abzustellen, bestenfalls in der Planung bereits vorab zu vermeiden.

Heilbronner Falken stehen vor dem Umbruch

Keine Frage, das Gesicht der Heilbronner Falken wird sich stark verändern. Die Leistungsträger sollen gehalten, die Schwachstellen ausgemerzt werden. Mit der Verpflichtung von Derek Damon und Greg Gibson ist ein erstes Zeichen gesetzt worden. Weitere Kandidaten werden folgen. Dafür prädestiniert sind Spieler wie Brock Maschmeyer oder auch Justin Kirsch. Zudem wird es darum gehen, die Stützen in der Verteidigung zu halten, dort aber auf jeden Fall einen erfahrenen Akteur noch zu verpflichten.

Greg Gibson (links) und Derek Damon werden nächste Saison zwei der Heilbronner Häuptlinge sein.

Um dieses Grundgerüst an Schlüsselspielern wird dann ein Team erstellt, das die Marschroute des Coaches auch eins zu eins auf dem Eis umsetzt. Platz für persönliche Vorliebe oder Eitelkeiten wird es nicht mehr geben. Das Kollektiv wird gestärkt, Teamgeist und Charakter sind wichtiger als individuelle Klasse.

Heilbronner Falken wohl mit altem Trainer

Kein Fragezeichen dürfte hinter dem Coach stehen. Alex Mellitzer hat in seiner ersten Saison als Trainer einer Profimannschaft sicherlich auch den einen oder anderen Fehler gemacht, genauso sicher ist aber, dass er daraus lernen wird. Letztendlich hat er auch einiges erreicht: Pre-Playoffs mit Heimrecht, mit attraktivem Angriffshockey wurden die Zuschauerzahlen um fast 300 Zuschauer pro Spiel gesteigert, und die Integration der jungen Mannheimer Talente ist gelungen, Samuel Soramies unter ihm gar zum Schlüsselspieler gereift.

Alexander Mellitzer dürfte auch in der kommenden Spielzeit an der Heilbronner Bande stehen.

Da die Heilbronner Falken auch kommende Saison mit den Adler Mannheim zusammenarbeiten, braucht es einen Coach, der diese Nachwuchsspieler auf- und in ein Profiteam einbaut. Das hat Mellitzer perfekt drauf.  Zudem kennt er jetzt die Liga, weiß also, worauf er zukünftig noch mehr zu achten hat. Nicht ganz so klar dürfte die Lage bei den Co-Trainern sein. Hier wird wohl auch viel davon abhängen, wem die Adler-Organisation weiterhin das Vertrauen schenkt.

Heilbronner Falken müssen den nächsten Schritt machen

Kontinuierliche Weiterentwicklung - das ist es, was die Falken-Gesellschafter als Ziel ausgegeben haben. Demnach MUSS in der kommenden Saison das Ziel "Direkte Playoff-Qualifikation" lauten. Für manchen Spieler im diesjährigen Kader ist dieser Schritt ganz einfach zu groß.

Eine Bank, wie sie so nicht mehr zu sehen sein wird.

Deshalb wird es wohl auch unpopuläre Entscheidungen geben, die Trennung von diesen Akteuren erfolgen, vermeintlich bessere Spieler neu in Heilbronn aufschlagen. Und dann ist Trainer Alexander Mellitzer in der Pflicht, mit seinem Wunschkader das angestrebte Ziel zu erreichen.

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