Doppelt bestraft

Falken verlieren Ravensburg-Spiel und Kapitän Derek Damon

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Frühzeitig hatte Bryce Gervais die Chance, die Falken in Fühurng zu bringen, scheitert aber am Gäste-Keeper. 
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Der Denker und Lenker im Angriffsspiel der Unterländer scheidet schon Mitte des ersten Drittels mit einer Verletzung aus. 

Nur noch einen Punkt benötigen die Heilbronner Falken, um den Klassenerhalt in der DEL2 sicherzustellen. Damit wären sie auf alle Fälle für die Pre-Playoffs gesetzt, aber sie wollen mehr: die direkte Playoff-Qualifikation, am besten mit Heimrecht. Dafür müssen sie am Ende unter den besten vier Teams der Liga stehen. Genau der Platz, den sie derzeit innehaben.

Ganz anders sieht die Situation beim heutigen Gegner, den Ravensburg Towerstars aus. Der amtierende DEL2-Meister kommt überhaupt nicht in Schwung, ist derzeit lediglich sechs Punkte vom Gang in die Playdowns entfernt. Somit müssen beide Mannschaften heute Abend punkten. Am Ende gelingt das nur den Towerstars. Sie gewinnen mit 5:2. 

Heilbronner Falken mit vollem Line-up

Endlich kann Falken-Trainer Alexander Mellitzer wieder mit einem kompletten Kader agieren. Neuzugang Bronson Maschmeyer gibt sein Debüt  an der Seite seines Bruders Brock Maschmeyer. Jan Pavlu spielt dafür im Sturm mit Pierre Preto und Louis Brune. Zwölf Angreifer und sieben Verteidiger stehen auf dem Spielberichtsbogen, das ist eine Ansage. 

Kevin Maginot trifft zum 1:1 im Powerplay. 

Auf dem Eis geben die Heilbronner Falken den Ton an. Mit dem Forecheking kommen die Oberschwaben gar nicht zurecht. Bryce Gervais scheitert mit einem Alleingang, Bronson Maschmeyer schiebt die Scheibe hauchdünn am Tor vorbei, Pavlu zielt drüber. Dann Bully vor dem Falken-Tor,  Kevin Maginot trifft den Puck nicht richtig, der kommt direkt zu einem Ravensburger, 0:1. Danach die stärkste Phase der Gäste, doch dann schalten die Unterländer wieder einen Gang hoch. Es gibt Powerplay, Maginot zimmert die Scheibe 47 Sekunden vor der Pause in den Winkel.  Einziger Wermutstropfen im ersten Drittel: Falken-Kapitän Derek Damon ist verletzt ausgefallen. 

Heilbronner Falken mit vielen Fehlern

Mit der Überlegenheit der Heilbronner Falken ist es dann schlagartig vorbei. Weil Marcus Götz eine Strafe kassiert, die die Gäste prompt ausnutzen. Jetzt sind die Unterländer häufig unter Druck, nicht einmal im Powerplay können sie sich festsetzen. Dann aber ein weiteres Überzahlspiel. Ian Brady fasst sich ein Herz - und die Scheibe zappelt im Netz. 2:2.

Bronson Maschmeyer (rechts) ist eng am Gegenspieler. 

Doch die Fehlerquote im Spiel der Heilbronner Falken ist zu hoch. Sichere Scheiben werden durch schlechte Pässe hergegeben. So auch in der 33. Minute, als die Oberschwaben nachsetzen, den Puck erobern und dann gleich zwei Mann im Slot vor Mirko Pantkowski auftauchen und die erneute Towerstars-Führung erzielen. Bei der bleibt es auch bis zur Pause. 

Heilbronner Falken mit der Brechstange

Im letzten Abschnitt versuchen die Heilbronner Falken, wieder die Initiative zu übernehmen. So langsam geht den Towerstars sichtlich die Luft aus, doch immer wieder schaffen sie es, noch irgendeinen Schläger in die Schussbahn zu bringen. Die Angriffe der Unterländer sind allerdings meist auch durchsichtig, kaum einmal gibt es ein Überraschungsmoment.

So langsam wird die Zeit knapp, ein Überzahlspiel bleibt seitens der Heilbronner Falken ungenutzt. Zwei Minuten vor Schluss dann ein schneller Angriff, Gervais bedient Yannik Valenti, doch auch der scheitert. Coach Mellitzer nimmt eine Auszeit und den Keeper vom Eis. Mit Folgen, die Gäste spielen die Scheibe nach vorne, gewinnen ein Laufduell und machen das 2:4. Damit ist die Luft draußen. Die Gäste erzielen noch einen weiteren Empty-Netter. 

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