Der Aufreger der Partie

Überhartes Einsteigen der Dresdner Eislöwen gegen den Falken-Keeper

+
Immer auf den Keeper: Die unfairen Aktionen der Eislöwen gegen den Falken-Goalie blieben ungeahndet.
  • schließen

Gleich dreimal fahren die Gäste ungeahndet Mirko Pantkowski über den Haufen.

Nein, bei den Heilbronner Falken musste niemand am Freitagabend sauer sein, als die 3:4- Niederlage in der DEL2 gegen die Dresdner Eislöwen in der Verlängerung besiegelt war. "Ich bin stolz auf mein Team, jeder Spieler hat gekämpft wie ein Löwe", sagte Falken-Coach Alexander Mellitzer nach der Partie. Und das waren nicht viele Akteure, denn personell pfiffen die Unterländer aus dem letzten Loch.

Verteidiger Jan Pavlu (rechts) machte auf ungewohnter Position als Stürmer einen guten Job.

Trotzdem hatten sie mehrere gute Möglichkeiten, die Partie zu Gunsten der Heilbronner Falken zu entscheiden. In Unterzahl scheiterte Kyle Helms bei einem Alleingang - vorausgegangen war ein Traumpass von Jimmy Sharrow von der eigenen Torlinie - nur am Pfosten. Kurz vor Ende der Partie hatten die Hausherren ein Powerplay, bei dem sie aus allen Rohren feuerten und nur knapp das Gehäuse verfehlten, und in der Verlängerung ging dem Tor der Gäste ein Lattentreffer von Kevin Lavallée voraus.

Trainer der Heilbronner Falken hadert mit den Schiedsrichtern

Keine Frage, die Partie war äußerst unterhaltsam - und von den Dresdner Eislöwen manches Mal überhart geführt. Bereits nach 130 Sekunden checkte Nick Huard den Heilbronner Falken-Stürmer Greg Gibson von hinten brutal in die Bande, sodass dieser mit dem Kopf einschlug. Kaum zu glauben, dass die Schiedsrichter es in dieser Situation bei einer Zweiminuten-Strafe beließen. Umso mehr, als sie exakt dasselbe Vergehen Alex Lambacher von den Heilbronner Falken mit 2+10 Minuten ahndeten.

Trotz seine zwölfminütigen Strafzeit lieferte Alex Lambacher eine tolle Partie gegen Dresden ab.

Aber das war nicht der einzige Aufreger der Partie. Gleich dreimal fuhren die Gäste ungebremst in Mirko Pantkowski, den Torhüter der Heilbronner Falken. Dabei ist der Keeper absolut tabu. Mellitzer zu der Schiedsrichter-Leistung: "Es ist nicht meine Art, etwas zu kritisieren, es ändert sich sowieso nichts. Nur eines hat nicht gepasst, wenn dreimal ein Mann ungebremst in unseren Torhüter fährt. Da mache ich nicht dem Spieler oder dem Trainer einen Vorwurf, sondern da müssen die Schiedsrichter reagieren, und das haben sie nicht gemacht."

Heilbronner Falken müssen zum Schlusslicht

Am Sonntag steht dann für die Heilbronner Falken und die Liga die letzte Partie der Punktrunde an. Dabei müssen die Unterländer zum Tabellenschlusslicht SC Deggendorf reisen. Vom Papier her eine lösbare Aufgabe, mindestens zwei Punkte benötigen sie, um den siebten Tabellenplatz zu behalten. Aber sie sollten gewarnt sein. Die Bayern haben zuletzt stark ansteigende Form bewiesen, unterlagen beispielsweise am Freitag beim Klassenprimus Löwen Frankfurt nur denkbar knapp mit 4:5.

Die Szene zeigt eindeutig: Dresdens Dennis Palka (Mitte) hätte locker Falken-Torhüter Mirko Pantkowski umfahren können - entschied sich aber lieber für die Kollision.

Zudem haben die Heilbronner Falken bereits zweimal in dieser Saison gegen den SC mit 5:7 verloren. Immerhin scheint sich die Personalsituation ein bisschen zu verbessern. Mellitzer rechnet mit einer Rückkehr der beiden krankheitsbedingt ausgefallenen Stürmern Noureddine Bettahar und Samuel Soramies. Kehren sie zurück, dann kann er auf fünf Verteidiger und zehn Stürmer zurückgreifen. Spielbeginn ist ligaeinheitlich um 18.30 Uhr.

Die besten Bilder Falken gegen Deggendorf

Auch interessant

Heilbronner Falken: So wollen sie das Heimrecht in den Pre-Playoffs sichern

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare