Planungen gehen voran

Heilbronner Falken: Mellitzer verrät Details zur aktuellen Kaderplanung

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Falken-Trainer Alexander Mellitzer hat die Doppelbelastung gut verkraftet.
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Falken-Trainer Alexander Mellitzer ist zuversichtlich, was die Komplettierung des Kaders betrifft.

Das Ende war hart - und auch nicht ganz fair. Im letzten Spiel bei der Eishockey-WM in der Slowakei ging es für Österreich in der Partie gegen Italien um alles oder nichts. Beide Mannschaften hatten bis dato kein Match gewonnen, spielten also untereinander den direkten Absteiger aus. Die Österreicher waren leicht favorisiert, hatten die Italiener doch bis dahin in sechs Partien nur ein einziges Tor erzielt.

Und dann kommt, was kommen musste. Das Spiel endet unentschieden. Auch die Verlängerung bringt keine Entscheidung - es geht ins Penalty-Schießen. Der 14. Schütze entscheidet die Lotterie zugunsten der Italiener. "Das war schon hart", sagt Alexander Mellitzer, Coach des DEL2-Vereins Heilbronner Falken und bei der WM Co-Trainer der Österreicher.

Falken-Trainer hat die Doppelbelastung gemeistert

Trotz des bitteren Endes seiner Mannschaft will er das Turnier nicht missen, wie er auf der Heimfahrt gegenüber echo24.de erklärt: "Das war schon eine tolle Erfahrung. Da siehst du dann auch genau, wo die Unterschiede zwischen den Top-Teams und uns lagen. Nicht nur beim Training, sondern auch abseits der Eisfläche. Teilweise hast du die anderen Mannschaften in der Freizeit getroffen, beispielsweise weil sie im selben Hotel wohnten."

Fünf Wochen lang war Mellitzer jetzt nahezu ununterbrochen für die österreichische Nationalmannschaft unterwegs. Blieben dabei die Heilbronner Falken etwas auf der Strecke? "Keineswegs, ich stand in ständigem Austausch mit Falken-Geschäftsführer Atilla Eren, Teammanager Marco Schütz, aber auch mit Vermittlern und Spielern. Jetzt gerade ist die Zeit, in der du weniger als Trainer denn viel mehr als Sportdirektor gefordert bist."

Falken-Trainer hat mehrere Optionen

Namen will der Coach der Heilbronner Falken nicht nennen, aber immerhin verrät er: "Wir haben mehrere Pfeile im Köcher." Dabei geht es vornehmlich um Nordamerikaner, die den begehrten deutschen Pass in den Händen halten. Mellitzer: "Das sind teils Spieler, die jetzt altersbedingt nochmals eine Klasse tiefer an den Start gehen oder solche, die in höherklassigen Vereinen nicht richtig zum Zug kamen, in der DEL2 eine sportliche Perspektive sehen und sich dort über gute Leistungen erneut für ein höherklassiges Engagement empfehlen wollen."

Dass sich die Verhandlungen hinziehen, sieht er als ganz normal an: "Diese Spieler entscheiden sich meist nicht im März oder April. Die wollen bis zuletzt ausloten, ob nicht doch noch ein höherklassiges Angebot kommt." Vielfach müssten sie auch erst die bittere Pille schlucken, dass sie sich höherklassig nicht durchsetzen konnten.

Wenn das geschieht, dann könnte der Kader der Heilbronner Falken bald weiteren Zuwachsbekommen.

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