Ein Rechtsschütze

Deshalb ist Bronson Maschmeyer zu den Falken gekommen

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Bronson Maschmeyer beim Mannschaftstraining in der Kolbenschmidt-Arena.
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Eigentlich hatte er ja vor eineinhalb Jahren seine aktive Karriere beendet, doch jetzt will er es nochmals wissen.

  • Viel Lob von Coach Mellitzer für seinen Trainingsgast
  • Der Winter in Kanada macht sein Comeback möglich
  • Er will mit Heilbronn die Meisterschaft erringen.

Update vom 10. Februar: Trainingsende in der Kolbenschmidt-Arena am Montagmittag. Alle Spieler der Heilbronner Falken versammeln sich um den Mittelkreis, im Zentrum kniet der Neue: Bronson Maschmeyer. Es ist ein liebgewonnenes Ritual. Nach den Übungseinheiten richtet immer ein Spieler ein paar Worte an die Mannschaftskollegen.

Obwohl der Kanadier eigentlich nur Trainingsgast ist, zeigt das doch, wie sehr er schon jetzt in die Mannschaft integriert ist. "Die Jungs haben mich echt super aufgenommen. Wenn jemand so spät in der Saison zum Team stößt, ist das nicht immer der Fall", erklärt der 28-Jährige. 

Heilbronner Falken: Trainer lobt Bronson Maschmeyer

Auch wenn es bisher noch nicht offiziell ist, so kann man davon ausgehen, dass die Heilbronner Falken den Verteidiger ganz sicher lizenzieren werden: "Er hatte bei uns angefragt, und wir haben ihn zum Training eingeladen", sagt Falken-Manager Atilla Eren. "Er wird noch ein bisschen brauchen, bis er im Wettkampfmodus ist, aber er gibt uns zusätzliche Optionen im Hinblick auf die Playoffs."

Zumal auch Falken-Trainer Alexander Mellitzer voll des Lobes über den Rechtsschützen ist: "Er macht einen guten Eindruck, schaut fit aus. Läuferisch ist er bereits ganz gut. Er gefällt mir von seiner ganzen Einstellungen. Das Training ist zwar vorbei, aber er schiebt Extra-Schichten auf dem Eis. Er machte einen sehr stabilen Eindruck bei den defensiven Übungen, kann aber auch die Scheibe gut nach vorne bringen." Angesichts dieser positiven Charakterisierung ist von auszugehen, dass Maschmeyer demnächst im Falken-Trikot aufläuft. 

Heilbronner-Falken-Verteidiger mit klaren Zielen

Der Neuzugang selbst ist froh, mit der Mannschaft trainieren zu können: "Ich war am Freitag nach meiner Ankunft auf dem Eis und habe mit den Jungs am Samstag trainiert. Das waren aber nur kurze Einheiten, heute ging es über die ganze Distanz, das tut mir gut." In Kanada hat er viermal die Woche trainiert: "Ich spielte dort in einem Senior-Team mit zwei Partien die Woche." 

Zwei, die sich gut verstehen: Brock (links) und Bronson Maschmeyer. 

Und er hatte gute Gründe, seine Karriere vor zwei Saisons zu beenden: "Ich habe die Zeit in Deutschland wirklich genossen, aber ich kenne viele Spieler, die nach ihrer aktiven Karriere nicht wissen, was sie tun sollen. Ich hatte damals zusammen mit meiner Frau Taylor die Möglichkeit, in Kanada ein Geschäft zu eröffnen, einen Grundstein für die Zukunft zu legen, deshalb kam der Entschluss."

Maschmeyer will  den Titel

Sie gründeten eine Baufirma und sind mittlerweile dick im Geschäft: "Im Winter ruhen viele Bauten in Kanada. Ich hatte meine Frau gefragt, ob es für sie okay wäre, wenn ich in Heilbronn anfrage. Sie ist toll, hat mich dabei unterstützt, obwohl sie jetzt meinen Part in der Firma auch noch übernehmen muss." 

Nicht nur wegen seines Bruders waren die Falken sein erster Ansprechpartner: "Ich will den Titel gewinnen - und die Falken haben ein echtes Spitzenteam, wie sie gestern gegen Kassel bewiesen haben. Als Spieler willst du immer das sportliche Maximum erreichen, das hat mich dazu bewogen, aufs Eis in Heilbronn zurückzukehren." 

Wird das der neue Falken-Verteidiger?

Update vom 9. Februar: Die Gerüchteküche hatte gebrodelt: Die Heilbronner Falken wollen noch einen Verteidiger verpflichten. Dabei wurde auch immer wieder der Name eines Verteidigers ins Spiel gebracht, der jetzt in Heilbronn eingetroffen ist und auch am Sonntagabend in der Kolbenschmidt-Arena anwesend war.

Dort wurde er Zeuge des starken Auftritts der Heilbronner Falken gegen die Kassel Huskies. Von offizieller Seite ist jetzt bestätigt worden, dass Bronson Maschmeyer mit den Heilbronner Falken trainiert und die Chance hat, einen Vertrag zu bekommen, um zukünftig für mehr Ordnung im Defensivverband des DEL2-Vereins sorgen. 

Falken-Verteidiger mit DEL-Erfahrung

Moment mal, Maschmeyer? Da klingelt es bei den Fans der Heilbronner Falken. Denn aktuell steht  Brock Maschmeyer im Kader der Unterländer. Ja, Bronson ist sein Bruder. Beide kamen in der Saison 16/17 nach Deutschland in die DEL zu den Fishtown Pinguins Bremerhaven. Während Bronson - der wie sein Bruder neben dem kanadischen auch den deutschen Pass besitzt - dort die komplette Saison absolvierte, war Brock vornehmlich beim damaligen Kooperationspartner Eispiraten Crimmitschau in der DEL2 an der Scheibe.

Bronson Maschmeyer spielte insgesamt zwei Saisons in Bremerhaven, absolvierte dabei 104 DEL-Partien und 13 Playoff-Spiele. Danach beendete er eigentlich seine Eishockey-Karriere und fing an, im elterlichen Immobilien-Geschäft zu arbeiten. Doch irgendwie juckt es ihn jetzt wieder in den Fingern, vielleicht hat ihm ja sein Bruder Heilbronn schmackhaft gemacht? Immerhin ist Bronson Maschmeyer mit 28 Jahren noch im besten Eishockey-Alter. 

Brüder-Tradition bei den Heilbronner Falken

Auch wenn er eineinhalb Jahre inaktiv war, wird er das Eishockey ganz sicher nicht verlernt haben, zumal er mehrmals die Woche in Kanada auf dem Eis war. Sicherlich wird er einige Spiele benötigen, um wieder richtig in Tritt zu kommen, doch spätestens zu den Playoffs könnte er ein ganz wichtiger Spieler im Falken-Gefüge werden.

Übrigens würden die Maschmeyers eine alte Tradition in Heilbronn fortführen. Denn dort haben schon viele Brüder gemeinsam Eishockey gespielt: Zu REV-Zeiten die Langemanns und Glemsers, später dann die drei Hackert-Geschwister, die Filgis-Brüder, dann die Baums, Billichs und Carciolas und vor einigen Jahren die Janzen-Brüder. 

Werden die Heilbronner Falken nochmals auf dem Transfermarkt aktiv?

Ursprungsmeldung vom 7. Februar:  Es wurde eine Punktlandung. "Es sieht gut aus", erklärte Falken-Trainer Alexander Mellitzer heute Morgen gegen 9.30 Uhr gegenüber echo24.de.  "Jordan Samuels-Thomas war heute auf dem Rathaus, das könnte mit seiner Arbeitserlaubnis für heute Abend klappen."

Der Neuzugang der Heilbronner Falken steht in den Startlöchern, um heute Abend sein DEL2-Debüt um 20 Uhr gegen die Bayreuth Tigers zu geben. Seit 11 Uhr herrscht jetzt Klarheit. Alles okay mit den Papieren des US-Boys, er wird demnach heute gegen die Tigers seine Premiere feiern.  

Heilbronner Falken mit Defiziten

Erneut müssen die Heilbronner Falken gegen ein Kellerkind antreten. Was das heißt, haben sie diese Saison bereits mehrfach schmerzvoll erfahren müssen. Zuletzt am vergangenen Dienstag, als sie daheim gegen das Schlusslicht Eispiraten Crimmitschau mit 2:4 verloren haben. "Wir wissen, welche Fehler wir gemacht haben und abstellen müssen", erklärt Coach Mellitzer. 

Vor allem an der Laufbereitschaft, dem Körpereinsatz und der Chancenverwertung mangelte es gegen die Sachsen. Das Pressing - eigentlich eine der Stärken der Unterländer - fand überhaupt nicht statt, vielmehr waren es die Gäste, die damit das Heilbronner Aufbauspiel unterbanden. Und das vom Coach so vehement geforderte schnell Umschalten von Abwehr auf Angriff wurde auch nicht umgesetzt. 

Falken-Verteidiger im Anflug

Nicht dass die Heilbronner Falken keine Verteidiger in ihren Reihen haben, die einen genauen, ersten langen Pass spielen können. Ian Brady, Brock Maschmeyer, Marcus Götz, Kevin Maginot - sie alle haben es diese Saison bereits mehrfach eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Derzeit ist nur das Problem, dass sie beim Aufbauspiel zu viel Zeit verstreichen lassen und sich die gegnerischen Abwehrreihen somit in aller Ruhe sortieren können.

Corey Mapes ist defensiv eine Bank bei den Falken.

Deshalb haben die Heilbronner Falken auch nochmals die Augen nach Verstärkungen aufgehalten und anscheinend sind sie auch fündig geworden. Auf offizieller Seite herrscht zwar - wie gewöhnlich - Schweigen, doch es halten sich hartnäckig Gerüchte, dass ein neuer Verteidiger zu den Falken stoßen wird. Ein Defender mit deutschem Pass. Spätestens in einer Woche wissen die Falken-Fans Bescheid, denn am 15. Februar schließt  sich um 24 Uhr das Transferfenster, bis dahin müssen alle Spieler lizenziert sein. 

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