Einfach irre

Verrücktes Spiel der Falken gegen die Füchse

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Derek Damon war der Matchwinner auf Seiten der Falken.
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Am Ende wird es nochmals ganz knapp.

Ohne zwei Schlüsselspieler müssen die Heilbronner Falken im DEL2-Heimspiel gegen die Lausitzer Füchse auskommen. Torhüter Mirko Pantkowski und Stürmer Kevin Lavallée müssen kurzfristig passen. Eine ganz klare Schwächung des Teams, denn sowohl der Goalie als auch der Offensivspieler hatten zuletzt klasse Leistungen gezeigt.

Falken-Keeper Leon Frensel zeigt eine starke Leistung.

Die Gäste hingegen können aus dem Vollen schöpfen, treten mit vier Sturmreihen und sieben Verteidigern an. Nur der Ex-Falke Steven Bär fehlt. "Wir haben gegen die Füchse noch etwas gutzumachen", sagt Falken-Coach Alexander Mellitzer vor der Partie. Das klappt. Die Hausherren gewinnen mit 5:4.

Falken stellen Spielverlauf auf den Kopf

Von wegen Busbeine - die Gäste starten fulminant ins erste Drittel. Mit schnellem Kombinations-Eishockey gehen sie durch die Falken-Hintermannschaft wie das heiße Messer durch die Butter. Die Hausherren sind immer einen Schritt langsamer, werden im eigenen Abwehrdrittel eingeschnürt. Schon gibt es die erste Strafe und wenige Sekunden später jubeln die Gäste. Anders Eriksson steht ganz allein im Slot und lässt Frensel keine Chance.Auch danach Einbahnstraßen-Hockey. Zum Glück ist Frensel voll auf der Höhe.

In dieser Situation gibt Derek Damon den Pass zum 1:1-Ausgleich.

Wie harmlos die Unterländer sind, zeigt die 18. Minute. Da muss erstmals Maximilian Franzreb im Gäste-Tor eine Scheibe fangen. Doch dann kommt es ganz dick für ihn. Roope Ranta setzt dem Puck hinterher, passt zu Kapitän Derek Damon, der von hinter dem Tor den aufgerückten Marcus Götz bedient: Schuss, Tor, 1:1! Und dann zeigt die Stadionuhr 20:00, als der Kapitän selbst die Scheibe in die Maschen drischt. Die Schiedsrichter nehmen den Videobeweis zur Hilfe - und geben den Treffer: 2:1. Die Falken haben den Spielverlauf auf den Kopf gestellt.

Heilbronner Falken treffen im Powerplay

Diese zwei späten Treffer haben Selbstbewusstsein gegeben. Im zweiten Drittel steht eine ganz andere Heilbronner-Falken-Mannschaft auf dem Eis. Jetzt sind die Spieler eng am Mann, gehen in die Zweikämpfe und endlich klappt auch das Forechecking. Es geht hin und her, und beide Keeper zeichnen sich mehrfach aus.

Marcus Götz erzielte den so immens wichtigen Ausgleichstreffer und weckte sein Team aus der Lethargie.

Zwar sind die Gäste immer noch pucksicherer und zeigen das bessere Umschaltspiel, doch die Unterländer können jetzt immer häufiger mit schnellen Kontern gefährliche Situationen heraufbeschwören. Und sie bekommen Powerplay. Sie setzen sich im Drittel der Gäste fest, doch es gibt keine freie Schussbahn. Dann versucht es Brock Maschmeyer, die Scheibe wird geblockt, kommt zurück zum Verteidiger, der sieht Damon - und der macht seinen zweiten Treffer. Nicht in der letzten Sekunde, aber in der letzten Minute. 3:1!

Heilbronner Falken machen es noch spannend

Eines ist klar, die Lausitzer werden im Schlussdrittel versuchen, einen schnellen Treffer zu markieren. Den haben sie auch nach 40 Sekunden auf dem Schläger, doch Steve Steve Saviano scheitert mit einem Alleingang. Im Gegenzug verfehlt Greg Gibson das Tor nur um Zentimeter. Dann die 43. Minute. Götz - passt zu Tim Bernhardt, und der Youngster trifft ins kurze Eck zum 4:1. Jetzt haben die Hausherren Oberwasser. Immer häufiger gewinnen sie die Zweikämpfe, hinten sind sie aufmerksam.

Dann wird es gefährlich. Die Lausitzer Füchse haben Powerplay. Aber die Unterländer lösen das bravourös, werfen sich in die Schüsse, setzen nach. Kurz danach erneut Strafe für die Hausherren. Die Lausitzer nehmen den Keeper vom Eis, um das Tor mit zwei Mann mehr zu erzwingen. Das geht nach hinten los. Maschmeyer kann die Scheibe irgendwie wegspitzeln, direkt zu Kyle Helms, der das 5:1 erzielt. Aber es bleibt spannend. 55 Sekunden läuft die Strafe noch, das muss auch Markus Eberhardt auf die Strafbank. Wieder nehmen die Gäste den Torhüter vom Eis, spielen mit sechs gegen drei Feldspieler. Aber auch das überstehen die Falken. Zwei Minuten vor dem Ende verkürzen die Gäste auf 5:2. Das war es immer noch nicht. Nur Sekunden später fällt das 5:3. Es sind noch 137 Sekunden zu spielen. 89 Sekunden vor dem Ende fällt das 5:4. Das gibt es doch gar nicht. Quälend langsam läuft die Zeit herunter. Schluss, aus, vorbei. Es bleibt beim knappen 5:4-Erfolg.

Die Bilder der Partie Falken gegen Füchse

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