Hinten kompromisslos

Wohl der wichtigste Falken-Sieg der Saison

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Greg Gibson und Derek Damon bejubeln den Treffer in Unterzahl.
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Die unglaublich starke Defensivleistung bildet den Schlüssel zum Erfolg gegen die Hessen.

Und schon wieder ein Endspiel. In der DEL2 treffen die Heilbronner Falken heute Abend auf die Kassel Huskies. Die Hessen - mit großen Ambitionen in die Saison gestartet - konnten den eigenen Ansprüchen meist nicht gerecht werden, haben gleich mehrfache Trainer- und Spielerwechsel vorgenommen und sind erst zuletzt in die Spur gekommen. Die Pre-Playoffs haben sie fast schon eingetütet, sie wollen sich aber noch eine bessere Ausgangssituation sichern.

Gerald Kuhn hütet das Tor der Kassel Huskies.

Den letzten Wechsel haben die Kassel Huskies vergangene Woche vorgenommen. Da trennten sie sich vom Ex-Falken Marcel Melichercik im Tor, tauschten ihn mit Wolfsburgs Gerald Kuhn, der keine Ausländerposition besetzt. Bei den Heilbronner Falken fehlt heute Abend Verteidiger Marcus Götz, der sich am Freitag beim Spiel in Weißwasser verletzte. Für ihn rückt Markus Eberhardt ins Team, der seine Erkältung auskuriert hat. Das Fehlen des Deutsch-Schweden hat keine Auswirkungen. Die Unterländer gewinnen mit 3:1.

Heilbronner Falken mit starkem Unterzahlspiel

Die ersten Aktionen gehen von den Kassel Huskies aus. Sie spielen schnell und direkt, gleich mehrfach muss Mirko Pantkowski im Tor der Heilbronner Falken eingreifen. Allerdings gehen die Gäste auch etwas übermütig an die Sache heran. Die Folge: Strafzeit gegen Top-Scorer Richie Mueller. Das bringt die Hausherren ins Spiel. Das Powerplay richtig gut, doch Derek Damon scheitert am Lattenkreuz. In der Folgezeit sind die Heilbronner Falken besser im Spiel. Jetzt klappt die Aufteilung, viele Pässe werden in der neutralen Zone abgefangen.

Greg Gibson erzielt in Unterzahl das 1:0.

Unterdessen wird die Partie ruppiger. Ganz brenzlig wird es für die Falken, als kurz nacheinander gleich zwei Spieler auf die Sünderbank müssen, aber das Unterzahlspiel klappt hervorragend. In der 15. Minute dann ein Bandencheck von Rückkehrer Noureddine Bettahar, der folgerichtig zum Duschen geschickt wird. Fünf Minuten Überzahl für die Huskies! Doch die Falken lassen wirklich kaum etwas zu. Und es kommt noch besser. Erst blockt Corey Mapes einen Schuss, der Abpraller kommt zu Damon, der startet durch, bedient den mitgelaufenen Greg Gibson, der zum 1:0 48 Sekunden vor der Pause trifft.

Heilbronner Falken treffen zum richtigen Zeitpunkt

Auch die restlichen Sekunden der Unterzahl überstehen die Heilbronner Falken unbeschadet. Trotzdem nehmen die Gäste den Schwung des Powerplays mit. Aber Pantkowski steht wie der Fels in der Brandung. Und es kommt noch besser. Roope Ranta spitzelt im Fallen eine Scheibe nach hinten an die blaue Linie, Eberhardt startet vor, lässt mit einer Körpertäuschung den Huskies-Verteidiger aussteigen, läuft noch zwei, drei Schritte, um aus vollem Lauf abzuziehen. Wie ein Strich fährt die Scheibe in den Winkel. 2:0!

Auf Mirko Pantkowski ist wie immer Verlass.

Und dann kommt der Auftritt von Kapitän Damon. Die Heilbronner Falken haben Powerplay. Vor dem eigenen Tor bekommt er die Scheibe und dann macht er es wie der VW-Käfer: er läuft und läuft und läuft. Kein Gästespieler stellt sich ihm in den Weg, Damon zieht zur Mitte und spitzelt den Puck mit der Rückhand unter die Latte zum 3:0. Wenige Sekunden vor der Pause fast noch das 4:0, doch Tim Bernhardt scheitert an der Latte.

Heilbronner Falken ganz stark in Unterzahl

Ins letzte Drittel starten die Heilbronner Falken mit kontrollierter Defensive. Primär ist es ihr Ziel, die Kassel Huskies aus der gefährlichen Zone fernzuhalten, und vorne wird jede Chance zum Schuss genutzt. In der 46. Minute dann Strafe gegen die Hausherren. Jetzt kommen zwei ganz wichtige Minuten. Kompromisslos wird jede Scheibe rausgeschlagen, sich in jeden Schuss geworfen.  Und wieder überstehen die Unterländer die Unterzahl unbeschadet. Nur n och zehn Minuten!

Markus Eberhardt macht das 2:0.

Die Hessen erhöhen jetzt die Schlagzahl, wollen sich noch nicht geschlagen geben. Aber die Heilbronner Falken haben das Kämpferherz ausgepackt. Sie machen die Räume eng, sind immer eng am Gegenspieler, nach vorne versuchen sie ihr Glück mit Kontern. Noch sieben Minuten. In der vorletzten Minute treffen die Gäste zwar noch zum 1:3, das war es dann aber auch.

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