Na bitte, geht doch

Falken: Nach der Bayreuth-Pleite folgt die Huskies-Party

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Die Entscheidung, Stefan Della Rovere markiert das 4:1 in Überzahl. 
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Die Heilbronner Falken sind nicht wiederzuerkennen, kämpfen um jeden Puck und gewinnen gegen die Kassel Huskies. 

  • Falken zeigen sich gut erholt nach dem Bayreuth-Spiel.
  • Endlich wird das Forechecking über das ganze Spiel gezeigt.
  • Vier Tore - vier Torschützen, endlich treffen auch andere Spieler wieder. 

Die Heilbronner Falken sind in der DEL2 gerade dabei, ihre über die gesamte Saison hart erarbeitet exzellente Ausgangsposition für die Playoffs zu verspielen. Wegen völlig unnötiger Niederlagen bei den Kellerkindern der Liga. Dort, wo die Konkurrenz meist punktet, verlassen die Unterländer oft geschlagen die Eisfläche.

Zuletzt am Freitag, als sich die Heilbronner Falken eine 4:0-Führung bei den Bayreuth Tigers noch aus der Hand nehmen ließen. Es wird Zeit, in die Erfolgsspur zurückzufinden. Ob das aber ausgerechnet gegen die Kassel Huskies gelingt, die heute Abend in der Kolbenschmidt-Arena zu Gast sind? Immerhin waren die Hessen monatelang der Primus der Liga, haben erst am Freitag die Tabellenführung an den EHC Freiburg abgeben müssen. Klar, dass sie diese Scharte schnellstmöglich auswetzen wollen. Nach einem packenden Spiel gewinnen die Falken am Ende mit 4:2. 

Heilbronner Falken eng am Gegenspieler

Das Spitzenspiel wird seinem Namen von Beginn an gerecht. Da wird verbissen um jede Scheibe und jeden Zentimeter Eis gekämpft. Die Gäste mit der ersten Chance, doch Mirko Pantkowski, der heute das Tor der Heilbronner Falken hütet,packt sicher zu. Danach kommen die Hausherren besser in Tritt. Mit aggressivem Forechecking und immer eng am Gegenspieler erzwingen sie Fehlpässe der Gäste, doch noch können sie mit der optischen Überlegenheit nichts anfangen.

Voller Einsatz der Falken - hier Tobias Möller - im Spiel gegen die Huskies. 

Vielleicht geht ja was in Überzahl? Dann sogar 45 Sekunden in doppelter Überzahl. Nein, das Powerplay ist definitiv ausbaufähig. Kurz darauf die Gäste mit der Chance in Überzahl. Da flitzt die Scheibe durch die eigenen Reihen, immer wieder wird es gefährlich, doch Pantkowski und seine Defensive arbeiten alles weg. Mit 0:0 geht es in die erste Pause. 

Heilbronner Falken mit viel Druck

Die Partie nimmt im zweiten Drittel an Intensität noch zu. Erneut sind es die Gäste, die zuerst für Feuer vor dem Tor sorgen, denn die Heilbronner Falken kassieren früh eine Strafzeit. Doch wiederum ist das Penaltykilling der Unterländer sehr gut, sodass sie die Situation unbeschadet überstehen.  In der 26. Minute ist der Bann dann gebrochen. Davis Koch sieht den freien Samuel Soramies und der vollendet ins kurze Eck zum 1:0.

Der ehemalige Heilbronner Alexander Karachun fälscht den Puck zum 1:3 aus Gästesicht ab. 

Jetzt haben die Hausherren Oberwasser, kreieren gute Chancen. Doch es dauert bis zur 33. Minute, ehe sie wieder jubeln dürfen. Eine Traumkombination über Neuzugang Jordan Samuels-Thomas und Ian Brady schließt Derek Damon zum 2:0 ab. Nur 47 Sekunden später der nächste Jubel. Bryce Gervais und Yannik Valenti erobern in Co-Produktion den Puck zurück, bringen ihn ans lange Eck und Tim Miller drückt ihn über die Linie. 3:0. Allerdings nur zwei Minuten später die Antwort der Gäste, Alexander Karachun fälscht eine Scheibe unhaltbar zum 3:1 ab. Dabei bleibt es auch bis zur Pause. 

Wirkungstreffer im Falken-Powerplay

Wie erwartet, starten die Gäste wütend ins letzte Drittel. Sie drängen auf den Anschlusstreffer - und haben auch gute Chancen, weil sie gleich wieder Überzahl haben. Aber nach wie vor hält das Abwehrbollwerk der Heilbronner Falken. Dann haben die Unterländer Powerplay. Dieses Mal nutzen sie es. Ein Pass vors Tor, Stefan Della Rovere fälscht die Scheibe durch die Beine des Keepers ins Tor zum 4:1. 

Dieser Treffer könnte die Vorentscheidung bedeuten, doch die Kassel Huskies geben sich noch lange nicht geschlagen. Sie sind nahezu permanent im Angriffsdrittel unterwegs, die Heilbronner Falken beschränken sich weitgehend auf die Defensivarbeit. Das klappt bis zur 54. Minute, da fällt das Tor zum 4:2. Das wird eine ganz heiße Schlussphase. Doch anders als in Bayreuth sind die Unterländer dieses Mal in der Lage, den Vorsprung über die Zeit zu bringen. Drei ganz wichtige Punkte für die Falken. 

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