Die Kleinigkeiten falsch gemacht

Zuckerbrot statt Peitsche - deshalb bekamen die Heilbronner Falken zwei freie Tage

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Am Wochenende bekommen es Tim Miller (rechts) und seine Falken gleich zweimal mit dem ESV Kaufbeuren zu tun. 
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Nach der Derby-Niederlage gegen die Bietigheim Steelers sollen die Falken-Spieler den Kopf wieder freibekommen. 

  • Auf dem Plan steht Regeneration. 
  • Am Wochenende Doppelvergleich mit Kaufbeuren.
  • Werden die Falken noch auf dem Transfermarkt aktiv?

Nein, den Willen, das DEL2-Derby gegen die Bietigheim Steelers zu gewinnen, konnte man den Heilbronner Falken am Sonntag nicht absprechen. Allerdings waren sie nicht in der Lage, ihr echtes Leistungsvermögen aufs Eis zu bringen. Kleine Fehler begünstigten immer wieder die Gäste, die zudem immer genau dann trafen, wenn es am wichtigsten war. 

Körperlich waren die Heilbronner Falken fit, vielmehr machte sich eine mentale Müdigkeit bemerkbar: Pässe, die nicht zentimetergenau kamen, falsche Entscheidungen an und mit der Scheibe, zu langsames Umschalten von Abwehr auf Angriff und eine Abschluss-Schwäche. 45 Torschüsse hatten die Unterländer abgefeuert - nur zwei trafen dabei ins Schwarze. Die Gäste hingegen benötigten nur 29 Schüsse, um viermal erfolgreich zu sein. 

Falken bekommen zwei freie Tage

Statt die Peitsche auszupacken, verteilte Falken-Trainer Alexander Mellitzer Zuckerbrot und gewährte dem Team zwei freie Tage. "Das kannst du bei der Truppe bedenkenlos machen. Sie haben alles probiert, aber es hat einfach nicht geklappt. Die zwei Tage können sie nutzen, um im Kreise der Familie den Akku neu aufzutanken, zu regenerieren und den Kopf freizubekommen." 

Heute, nach dem gemeinsamen Training, ist sich Mellitzer sicher: "Es war die richtige Entscheidung, das Team hat voll mitgezogen." Mit dabei: Mirko Pantkowski. Mellitzer: "Es ist angedacht, dass er das Wochenende bei uns ist, allerdings kann es natürlich immer passieren, dass sich in Mannheim ein Goalie verletzt, dann würde er kurzfristig abgezogen werden."

Falken beobachten den Transfermarkt

Auch mit dabei: Eero Savilahti. Der Tryout-Vertrag des Finnen, der kurzfristig für den verletzten Alex Nikiforuk geholt wurde, läuft an diesem Wochenende, nach dem Doppelvergleich gegen den ESV Kaufbeuren am Freitag daheim um 20 Uhr und am Sonntag um 17 Uhr im Allgäu, aus.  Das Transferfenster der DEL2 ist noch bis zum 15. Februar geöffnet. Mellitzer: "Wir beobachten, ob und was wir uns leisten können."

Der Vertrag von Eero Savilahti läuft am Wochenende aus. 

Falken-Geschäftsführer Atilla Eren bestätigt die Aussage: "Natürlich verfolgen wir, was sich auf dem Transfermarkt tut. Derzeit besteht für uns aber keine dringende Notwendigkeit zu reagieren. Wir machen das abhängig von der Verletzungssituation im Februar." Es scheint durchaus denkbar, dass sich die Heilbronner Falken für die Playoffs noch mit einem zusätzlichen Importspieler absichern. 

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