Der Hochmut wird bestraft

Eine indiskutable Leistung der Falken gegen die Eispiraten

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Der Anfang vom Ende für die Heilbronner Falken, Dominic Walsh trifft in Unterzahl zum 1:2. 
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Die Unterländer haben aus der Niederlage vor zwei Wochen nichts gelernt, zeigen zu wenig Biss, Laufbereitschaft, Siegeswillen und Einsatz und verlieren völlig verdient. 

  • Yannik Valenti brennt auf seinen Einsatz bei den Heilbronner Falken
  • Ein ganz schwaches Spiel der Unterländer. 
  • Im letzten Drittel werden sie klassisch ausgekontert. 

Yannik Valenti macht vor dem DEL2-Spiel der Heilbronner Falken gegen die Eispiraten Crimmitschau aus seinem Herzen keine Mördergrube: "Ich bin heiß wie ein Vulkan auf die Partie." Der Youngster mit dem knallharten Schuss war zuletzt für den Kooperationspartner Adler Mannheim im Einsatz. Da in der DEL jetzt Länderspielpause ist, darf er wieder für die Falken auflaufen. In der ersten Formation, an der Seite von Kapitän Derek Damon.

Um den Kontakt zum Führungs-Duo Kassel und Freiburg nicht abreißen zu lassen, gilt für die Heilbronner Falken nur ein Sieg gegen das DEL2-Schlusslicht. Doch sie sollten gewarnt sein, hatten sie doch erst vor knapp drei Wochen bei den Sachsen eine empfindliche 4:2-Niederlage einstecken müssen. Die Revanche gelingt nicht. Die Unterländer verlieren mit 2:4.  

Heilbronner Falken mit spätem Führungstreffer

Die Heilbronner Falken wollen schnell zeigen, wer Herr im Haus ist, bekommen auch die Möglichkeit, da die Gäste nach 22 Sekunden bereits eine Strafe ziehen. Im Powerplay hat Damon die Chance, das frühe 1:0 zu erzielen, scheitert aber. Dann ist der Vorteil des Powerplays verpufft, weil auch Ian Brady in die Kühlbox muss. Danach entwickelt sich ein zerfahrenes Spiel auf beiden Seiten.

Yannik Valenti bereitet das 1:0 vor. 

Wie in den Spielen zuvor, ist die Fehlerquote der Hausherren hoch. Aus ihren Abspielfehlern entstehen die besten Chancen für die Gäste. Die Heilbronner Falken haben mehr vom Spiel, ohne aber den Puck reinzumachen. Bis zur 19. Minute, da legt Valenti quer auf Damon, dessen Schuss wird noch abgewehrt, aber der Nachschuss von Stefan Della Rovere sitzt. 1:0, dieser Treffer kann dem Spiel nur guttun. "Die Fans gehen gut mit", sagt Falken-Neuzugang Jordan Samuels-Thomas in der Pause. 

Heilbronner Falken von der Rolle

Das späte Tor hat Auswirkungen. Zu Beginn des Mittelabschnitts sind es die Heilbronner Falken, die das Spiel kontrollieren.Doch die Aktionen sind nicht zu Ende gedacht. Keiner will die Verantwortung für den finalen Torschuss übernehmen, so können sich die Gäste freischwimmen. Und wie. 25. Minute Ty Wishart zieht einfach mal ab, und die Scheibe geht durch Freund und Feind in die Maschen. 

Die Gäste bejubeln den Ausgleichstreffer zum 1:1. 

Gleich danach Strafe für die Eispiraten. Vielleicht geht ja was im Powerplay? Ja, für die Gäste. Ian Brady und Dylan Wruck kollidieren, die Scheibe liegt frei, und dann geht es schnell. Ein Pass, Dominic Walsh fackelt nicht lange und zieht aus vollem Lauf ab, 1:2. Nur 76 Sekunden nach dem Ausgleich. Die Heilbronner Falken jetzt völlig von der Rolle, es geht gar nichts mehr. Einzig Matthias Nemec behält die Übersicht und bewahrt sein Team vor einem höheren Rückstand. Pause.

Heilbronner Falken mit Dauerdruck

Keine Ahnung, was Falken-Trainer Alexander Mellitzer seinem Team in der Pause gesagt hatte, es scheint zu fruchten. Die Hausherren jetzt bedeutend zielstrebiger, aggressiver und endlich mit Biss. Das Abwehrbollwerk der Gäste hält bis zur 51. Minute, dann schlagt Valenti zu. In Überzahl, von seiner Lieblingsstelle.

Danach nur noch die Heilbronner Falken, sie sind aber nicht in der Lage, ihre Vielzahl an Chancen im Tor unterzubringen. Duplizität zum zweiten Drittel, die Gäste kommen einmal vors Tor - und treffen. Noch vier Minuten, und die Falken liegen mit 2:3 zurück. Die Unterländer wieder konsterniert, ein Break der Gäste, 2:4. Das war es dann. 

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