Ganz starker Kampf

Die Heilbronner Falken haben den ersten Matchball

Die Falken mussten sich gewaltig strecken, um die Eislöwen in Schach zu halten.
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Das perfekte Powerplay der Heilbronner Falken ist der Schlüssel zum Erfolg.

Do or die - so lautet die Devise in den DEL2-Preplayoffs zwischen den Heilbronner Falken und den Eislöwen Dresden. In der Serie "best of three" hat sich fürs Viertelfinale qualifiziert, wer zuerst zwei Siege auf dem Konto hat. Die Unterländer können dabei den Heimvorteil genießen - doch das ist nicht immer ein Garant, für einen erfolgreichen Auftritt. Heute allerdings schon. Die Hausherren gewinnen mit 8:5 und gehen in der Serie mit 1:0 in Führung.

Im Vergleich zum letzten Aufeinandertreffen, stehe Falken-Trainer Alexander Mellitzer dieses Mal vier Sturmreichen und sechs Verteidiger zur Verfügung. Damit sollte das Thema Kraft heute Abend keine Rolle spielen.

Heilbronner Falken mit vielen Fehlern

Der Beginn ist verheißungsvoll, die Heilbronner Falken übernehmen sofort das Kommando, schießen aus jeder Lage. Allerdings, ohne den Eislöwen-Keeper vor allzu große Probleme zu stellen. Dann aus heiterem Himmel das 1:0 für die Gäste. Der Ex-Falke Jordan Heywood weiß nicht wohin mit der Scheibe, spielt sie einfach auf Tor, dort herrscht viel Verkehr, sodass Mirko Pantkowski nichts sieht. Schon zappelt die Scheibe im Netz.

Samuel Soramies erzielt das 1:1.

In der Folgezeit die Heilbronner Falken mit wenig Spielfluss, dafür umso mehr Fehlpässen. Es bedarf schon einer Energieleistung von Alexander Lambacher und Samuel Soramies, den Ausgleich zu erzielen. Lambacher erzwingt einen Puckverlust, schießt, den Abpraller verwertet Soramies. Jetzt die Falken mit besserem Spiel - doch dann ein katastrophaler Abspielfehler von Markus Eberhardt im eigenen Abwehrdrittel, die Gäste gehen kurz vor der Pause mit 2:1 in Führung.

Heilbronner Falken wie ausgewechselt

Ins zweite Drittel starten die Heilbronner Falken bedeutend zielstrebiger. Derek Damon zieht über links in Angriffsdrittel, alles rechnet mit einem Pass - und dann zieht der Kapitän einfach ab. 2:2, das haben die Unterländer gebraucht. Jetzt geht es nur noch in eine Richtung. Kyle Helms bedient Lambacher, der zieht ab, 3:2.

Alex Lambacher (rechts) bringt die Falken erstmals in Führung.

Und die Falken wollen jetzt eine Vorentscheidung herbeiführen. Sie spielen die Gäste förmlich schwindelig. Dresdens Coach nimmt eine Auszeit - ohne Erfolg, nur eine Minute später ist Helms zur Stelle und macht das 4:2. Allerdings bemühen die Schiedsrichter hier den Videobeweis. Es dauert lange, bis der Treffer anerkannt wird. Die Pause verdauen die Sachsen besser. Sie haben Überzahl und treffen zum Anschluss.

Heilbronner Falken treffen im Powerplay

Für die Falken wird es im letzten Drittel darum gehen, möglichst schnell einen weiteren Treffer zu erzielen, um mehr Sicherheit zu bekommen. Und sie haben die Möglichkeit, denn sie erhalten Powerplay. Das ist ausbaufähig, bis Justin Kirsch eine Sekunde vor Ablauf trifft. Die Gäste jetzt ruppig. Erneut Strafzeit - und wieder Tor für die Falken. Damon trifft im Nachschuss.

Derek Damon trifft zum 6:3.

Allerdings geben sich die Gäste noch nicht geschlagen. Mit einer Einzelleistung markieren sie im direkten Gegenzug das 6:4. Langsam läuft die Zeit ab, niemand hat mehr das Gefühl, dass hier noch etwas anbrennt. Bis Pantkowski patzt. Völlig unnötig geht er dem Puck entgegen, spielt ihn Brock Maschmeyer an den Schlittschuh und von dort trudelt er Richtung Torlinie, wo ein Dresdner nur noch einschieben muss. Die Sachsen wittern jetzt Morgenluft, doch dann ziehen sie eine Strafzeit. Und kaum zu glauben, wieder trifft Damon, 7:5, vier Minuten vor Schluss, das muss doch reichen. Tut es, zumal Sekunden vor dem Ende Greg Gibson noch ins leere Tor zum 8:5 trifft.

Die Bilder vom ersten Pre-Playoff-Spiel der Heilbronner Falken

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