Eine geschlossene Mannschaftsleitung

Heilbronner Falken: Mit mehr Manpower zurück zur alten Stärke 

+
Davis Koch wurde im Spiel gegen die Dresdner Eislöwen mit drei Treffern und einer Vorlage zum Matchwinner. 
  • schließen

Die Dresdner Eislöwen haben dem Angriffswirbel der Unterländer vor allem im Mittelabschnitt kaum etwas entgegenzusetzen. 

  • Falken nutzen drei ihrer fünf Powerplay-Situationen
  • Eislöwen haben dem Heilbronner Power-Eishockey nichts entgegenzusetzen
  • Aggressives Forechecking mit allen vier Reihen. 

Exakt 39 Sekunden benötigen die Heilbronner Falken, um im DEL2-Spiel gegen die Eislöwen Dresden aus einem 1:0 ein beruhigendes 3:0 zu machen. Beide Tore fallen im Powerplay. Gerade das Überzahlspiel hatte den Unterländern zuletzt etwas Probleme bereitet, weil wichtige Leute gefehlt hatten.

Doch mit der Rückkehr von Yannik Valenti auf der Außenposition und Stefan Della Rovere, der immer im Slot ohne Rücksicht auf eigene Verluste steht, stehen Falken-Trainer Alexander Mellitzer jetzt die dringend benötigten Alternativen für eine zweite, starke Powerplay-Formation zur Verfügung. Mit Erfolg: Drei Tore erzielen die Heilbronner Falken bei numerischer Überlegenheit, ein viertes machen sie bei angezeigter Strafe.

Heilbronner Falken mit viel Druck

Gegen die Sachsen wird Power-Eishockey vom Feinsten zelebriert. Alle vier Heilbronner Sturmreihen setzen die Eislöwen bereits in deren eigener Abwehrzone mit Pressing und Forechecking dermaßen unter Druck, dass diese nur selten zu einem geregelten Spielaufbau kommen, sondern vielmehr unzählige Fehlpässe fabrizieren. "Wir waren schnell unterwegs und sind so gelaufen, wie ich mir das vorstelle", sagt Mellitzer.

Pierre Preto (Mitte) brachte viel Energie aufs Eis. 

Auch die Rückkehr von Samuel Soramies und Pierre Preto wirkt sich unmittelbar auf das Spiel der Heilbronner Falken aus. Es macht sich bezahlt, dass die beiden Youngsters seit Wochen in der DEL für die Adler Mannheim spielen und sich dort enorm weiterentwickelt haben. Der Falken-Coach lässt gegen Dresden kontinuierlich mit vier Reihen spielen. Kurze, intensive Wechsel - dem haben die Sachsen ab dem zweiten Drittel nichts mehr entgegenzusetzen. 

Heilbronner Falken sind eiskalt

Ebenso beeindruckend ist die mentale Stärke der Heilbronner Falken. Die Gäste wittern nach ihrem ersten Treffer Morgenluft, drängen vehement auf das nächste Tor. Doch die Unterländer ziehen ihnen nur 65 Sekunden später mit einer Traumkombination den Zahn und legen das 5:1 nach. 

Von wegen Hitzkopf: Tim Miller (rechts) ließ sich von den Eislöwen nicht provozieren. 

Jetzt werden die Sachsen giftig. Einige Spieler versuchen, ihren Frust durch überharten Körpereinsatz abzubauen. Die Heilbronner Falken lassen sich davon nicht provozieren, weichen den Checks aus und erhöhen ihren Vorsprung kontinuierlich bis auf 8:1. Keine Frage: Mit der gestern gezeigten Leistung müssen die Falken keinen Gegner fürchten und sind die Playoffs - sogar mit Heimrecht - greifbar nahe. 

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare