Für Unterhaltung ist gesorgt

Ein Schicksalsspiel - aber nicht für die Heilbronner Falken

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Das würden die Falken-Fans am Freitag am liebsten sehen: Tore ihres Teams gegen die Eislöwen.
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Für die Gäste aus der sächsischen Landeshauptstadt geht es bei den Falken bereits um alles oder nichts.

Das erste Etappenziel haben die Heilbronner Falken in der DEL2 mit dem Erreichen der Pre-Playoffs geschafft. Nur noch sechs Punkte sind in den letzten beiden Spielen der Hauptrunde zu vergeben - genauso viele, wie die Falken Vorsprung auf den Elften, die Eispiraten Crimmitschau haben. Zudem haben sie das um 28 Treffer bessere Torverhältnis. Damit sind die Unterländer durch.

Im bisherigen Saisonverlauf machten die Falken - hier mit Richard Gelke (links) - ihre Sache gegen die Eislöwen sehr gut.

Aber der Kampf um den "Strich" geht unvermittelt weiter. Auch der nächste Gegner der Heilbronner Falken, die Eislöwen Dresden, stecken mitten im Überlebenskampf. Die haben lediglich einen Punkt Vorsprung auf Crimmitschau und dazu das schlechtere Torverhältnis. Dabei hatten die Sachsen ganz große Ziele ausgegeben. Man wollte im Reigen der Großen der Liga mitmischen, die direkte Qualifikation für die Playoffs war das Minimalziel, mit einem Auge schielten die Eislöwen gar auf das Heimrecht.

Eislöwen Dresden: Der Lieblingsgegner der Heilbronner Falken

Nach 50 von 52 Spieltagen kann festgehalten werden: Die Eislöwen Dresden sind die Enttäuschung der Saison. Nur im seltensten Fall wurden sie den eigenen Ansprüchen gerecht, von Saisonbeginn an nisteten sie sich in den Niederungen der Tabelle ein. Meist steht eine Ansammlung von Individualisten, aber kein Team auf dem Eis. Auch ein Trainerwechsel sowie Spieler-Nachverpflichtungen brachten nicht den erwünschten Erfolg. Jetzt droht gar der GAU: der Gang in die Abstiegsrunde - mit ungewissem Ausgang, denn abstiegskampferprobt sind die Sachsen nicht. Und mit den Heilbronner Falken treffen sie ausgerechnet jetzt auf das Team, gegen das sie in den letzten zehn Spielen nur verloren haben.

Eng am Mann: Markus Eberhardt  (rechts) gegen Thomas Pielmeier

Die Heilbronner Falken sind für die Eislöwen Dresden das, was früher der EV Landshut für die Unterländer darstellte. Egal was man auch versuchte, es setzte immer eine Niederlage. Von "Aufbauhilfe Ost" will man auf Heilbronner Seite nichts wissen. "Wir wollen das Heimrecht für die Pre-Playoffs sichern", erklärt Falken-Trainer Alexander Mellitzer. Dafür müssen mindestens noch zwei Punkte her. Und die wollen die Unterländer am besten schon am Freitag holen.

Heilbronner Falken mit Rahmenprogramm am "Männertag"

Keine Frage: Die Heilbronner Falken haben derzeit einen Lauf. Rechtzeitig vor der K.o.-Runde sind sie wieder in Fahrt gekommen, haben die vergangenen drei Spiele gewonnen. Ganz anders die Dresdner Eislöwen. Die kassierten zwei Niederlagen. Besonders schmerzhaft war dabei das 3:6 am Sonntag auf heimischem Eis gegen das damalige Schlusslicht EHC Freiburg. Auf die leichte Schulter dürfen die Falken den Gegner trotzdem nicht nehmen.

Brock Maschmeyer (links) spielt derzeit überragend und wird ein Schlüsselspieler gegen Dresden sein.

Damit richtig gute Stimmung in der Halle herrscht, haben die Heilbronner Falken ein Rahmenprogramm für den traditionell am letzten Heimspieltag stattfindenden "Männertag" auf die Beine gestellt. Die ersten 200 männlichen Fans erhalten ein Freibier. In den Drittelpause sind Aktionen auf dem Eis geplant, bei denen es unter anderem Zehnerkarten für die kommende Saison zu gewinnen gibt. Spielbeginn ist bereits um 19.30 Uhr. Alle Spiele der Liga starten zeitgleich.

Die Bilder der Partie Heilbronner Falken gegen den EC Bad Nauheim

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