Sogar ein Shutout

Falken halten sich gegen Freiburg schadlos

+
Die Falken üben mächtig Druck auf das Freiburger Tor aus.
  • schließen

Die Heilbronner Falken treffen gegen den EHC Freiburg genau zum richtigen Zeitpunkt.

Vor der DEL2-Partie zwischen den Heilbronner Falken und dem EHC Freiburg herrscht bei den Breisgauern hektische Betriebsamkeit. Obwohl rechtzeitig losgefahren, kommen sie erst um 18.45 Uhr in der Käthchenstadt an. Zwei Unfälle auf dem Weg hierher - einer davon in der Baustelle bei Sinsheim - haben sie mehr als eine Stunde in der Zeitplanung zurückgeworfen.

Ein Vorteil für die Hausherren? Die können in aller Ruhe ihr Aufwärmprogramm absolvieren, ehe sie sich in die Eishockey-Kluft werfen, wohingegen bei den Gäste alles in komprimierter Form ablaufen muss. Ein Nachteil fürs Spiel. Die Heilbronner Falken gewinnen mit 3:0.

Heilbronner Falken überlegen gegen EHC Freiburg

Lag es an den Reisestrapazen? Auf alle Fälle finden die Gäste im ersten Drittel nur ganz schwer ins Spiel. Bereits nach 55 Sekunden rächt sich das. Jimmy Sharrow spielt einen langen Diagonalpass nach vorne auf Derek Damon, der trägt die Scheibe in die Angriffszone, kurvt hinter das Tor, spielt nach vorne in den Slot, und da steht Roope Ranta goldrichtig, um das 1:0 zu erzielen.

Roope Ranta (links) und Derek Damon freuen sich über das frühe 1:0.

Auch in der Folgezeit die Hausherren am Drücker, offensiv finden die Breisgauer gar nicht statt. Und sie leisten sich Fouls. Doch das Überzahlspiel ist derzeit nicht die Paradedisziplin der Unterländer. Gleich dreimal haben sie im ersten Drittel einen Mann mehr auf dem Eis - schlagen aber kein Kapital daraus. Kurz vor dem Pausenpfiff dann die erste Strafe gegen die Hausherren, die Gäste starten also in den zweiten Abschnitt mit Powerplay.

Heilbronner Falken unter Druck

Und das führt dazu, dass sich die Gäste aus der Umklammerung lösen können. Die Falken-Abwehr zwar super aufmerksam und beweglich, doch ein kleiner Fehler, schon brennt es lichterloh vor dem Gehäuse von Leon Frensel. Die Breisgauer verzichten auf Gewaltschüsse. Vielmehr bringen sie die Scheibe einfach vors Gehäuse und lauern dort auf Abpraller oder fälschen den Puck ab. Da kurz darauf auch noch Greg Gibson eine Strafe erhält, können die Freiburger weiter Druck machen.

Alex Lambacher markierte das 3:0.

Mitten in die Drangperiode der Gäste dann die kalte Dusche. Damon erkämpft die Scheibe im eigenen Abwehrdrittel, passt zu Ranta, der sieht den durchstartenden Brock Maschmeyer, bedient ihn millimetergenau und der Verteidiger trifft mit einem fulminanten Schlagschuss ins kurze Eck. Kurz danach Schrecksekunde für die Gäste. Top-Scorer Niko Linsenmaier knallt in die Bande und muss vom Eis gebracht werden.

Wirkungstreffer! Heilbronner Falken verwandeln eiskalt

Das schockt den EHC Freiburg. Das Team ist im Puckbesitz im eigenen Abwehrdrittel, die Falken setzen nach, erobern den Puck, Tim Bernhardt behält die Übersicht, passt zur Mitte auf Alexander Lambacher, der eiskalt zum 3:0 verwandelt. Jetzt ist beim EHC Freiburg die Luft draußen. Zumal das Team mit seinen wenigen, aber hochkarätigen Chancen, fahrlässig umgeht. Mit der Drittelpause gibt es dann noch eine Meinungsverschiedenheit auf dem Eis, aber alles bleibt im Rahmen.

Falken-Keeper Leon Frensel war immer da, wenn es darauf ankam.

Wenn die Gäste noch etwas reißen wollen, dann müssen sie einen schnellen Treffer machen. Die Chance dazu bekommen sie, denn sie bekommen Überzahl. Doch anders als in den Spielen zuvor ist das Penalty-Killing der Heilbronner Falken dieses Mal richtig gut. Und auch in der Folgezeit sind sie in der Defensive hellwach, nochmal wollen sie nicht einen beruhigenden Vorsprung verspielen. Sie lassen nichts mehr zu, die Zeit läuft herunter und zum ersten Mal in der Saison bleiben die Heilbronner Falken ohne Gegentor.

Die Bilder der Partie Falken gegen Freiburg

Auch interessant

Gretchenfrage: Wer hütet das Falken-Tor?

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare