Das war knapp

Die Heilbronner Falken machen es gegen den EC Bad Nauheim unnötig spannend

DEL2: Die Heilbronner Falken machen es gegen den EC Bad Nauheim unnötig spannend
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Marcel Kahle und Samuel Soramies liefern sich einen erbitterten Faustkampf.
  • Marc Thorwartl
    vonMarc Thorwartl
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Am Ende wird es nochmals richtig eng, weil die Unterländer sich des Sieges zu sicher sind. Ein Empty-Net-Goal sorgt für die Entscheidung

○ Yannik Valenti mit einem Doppelschlag.
○ Ein faires Spiel - und trotzdem mehr als 60 Strafminuten. 
○ Dylan Wruck sorgt für die Entscheidung.

Zweiter gegen Dritter - ein Spitzenspiel jagt das nächste für die Heilbronner Falken in der DEL2. Heute Abend empfangen sie in der Kolbenschmidt-Arena den EC Bad Nauheim. Der Sieger wird schärfster Verfolger von Ligaprimus Kassel bleiben. 

Falken-Trainer Alexander Mellitzer kann auf dieselbe Formation wie beim 7:4-Erfolg vom Dienstag in Bietigheim zurückgreifen. Die Nauheimer müssen auf Stürmer Tyler Fiddler und ihren Verteidiger, den Ex-Falken, Mike Card verzichten. Die Hessen haben noch eine Rechnung mit den Unterländern offen, hatten diese ihnen doch beim ersten Aufeinandertreffen eine schmerzhafte 1:7-Klatsche im heimischen Stadion verpasst. Es bleibt beim Wunschgedanken, auch die zweite Partie entscheiden die Heilbronner für sich: Mit 5:3..

Heilbronner Falken verbringen viel Zeit auf der Strafbank 

Die Partie beginnt für die Heilbronner Falken mit einem Dämpfer. Bereits nach vier (!!!) Sekunden kassieren sie die erste Strafzeit, von der wohl nur die Schiedsrichterin weiß, warum sie die verhängt. Kaum wieder komplett, die nächste Strafzeit für die Hausherren. Kurz darauf dann zwei Strafzeiten gegen die Gäste, die Unterländer haben 56 Sekunden doppelte Überzahl - und benötigen gerade einmal 18, um mit 1:0 in Führung zu gehen. Kapitän Derek Damon hat ganz genau Maß genommen. Immerhin, die Referees bleiben ihrer Linie treu. Jetzt darf wieder ein Heilbronner Falke auf die Sünderbank. Und dieses Mal nutzen die Hessen die numerische Überlegenheit. Schuss, Abpraller, Tor. 

Mit dem 3:1 erzielte Bryce Gervais schon eine kleine Vorentscheidung. 

Wer will noch mal, wer hat noch nicht? Es erwischt die Gäste, sie müssen auf die Sünderbank. Yannik Valenti schneidet durch die Hessen-Abwehr wie das heiße Messer durch die Butter - und vollendet butterweich ins lange Eck. Nur kurze Zeit später ein Solo von Bryce Gervais, 3:1. Im Anschluss eine heftige Keilerei zwischen Samuel Soramies und Marcel Kahle. Klarer Punktsieg für Soramies, dafür bekommt er 16, sein Kontrahent nur 14 Strafminuten. Da kurze Zeit später auch noch zwei weitere Falken bestraft werden, haben die Gästefast zwei Minuten doppelte Überzahl - machen daraus aber keinen Treffer. Es geht mit 3:1 in die Pause. 

Heilbronner Falken mit kuriosem Treffer

Die vielen Strafzeiten des ersten Drittels haben Spuren hinterlassen. Im zweiten Abschnitt will nur wenig Spielfluss aufkommen, es gibt viele Fehlpässe und Puckverluste auf beiden Seiten. Die Hessen sind zudem geschwächt, da bei ihnen Zach Hamill verletzt in der Kabine bleibt. Dreimal haben die Heilbronner Falken in diesem Drittel Überzahl. Ohne Erfolg, allerdings erzielt Valentimit einem missglückten Schuss in der 39. Minute das 4:1, just in dem Moment, als die Hessen wieder komplett sind. Beim Schuss zerbricht sein Schläger, fliegt ins Fangnetz, während der Puck über den Innenpfosten ins Tor geht. 

Yannik Valenti wurde mit seinem Doppelpack zum Matchwinner.

Im letzten Drittel scheint es lange Zeit so, als hätten sich die Gäste mit der Niederlage abgefunden, die Heilbronnerf Falken schalten einen Gang zurück, suchen die Entscheidung nicht mit allem Nachdruck. Das hat Folgen. Innerhalb von zwei Minuten erzielen die Gäste zwei Tore, es steht 4:3 - und es sind noch zehn Minuten zu spielen. Vier Minuten vor dem Ende dann Strafzeit gegen die Hausherren. Die überstehen sie unbeschadet. Als die Gäste alles riskieren, den Keeper vom Eis nehmen, sorgt Dylan Wruck mit dem 5:3 für die Entscheidung. 

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