Ganz enge Kiste

Darum sind die Falken trotz Niederlage DER Gewinner

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Greg Gibson (rechts) war wieder ein Aktivposten im Heilbronner Team.
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Die Rumpftruppe sichert sich aufopferungsvoll kämpfend gegen die Dresdner Eislöwen einen Punkt.

Die Serie ist gebrochen. Im elften Anlauf gelingt es den Dresdner Eislöwen in der DEL2 wieder, die Heilbronner Falken zu schlagen. Die bieten mit einer Minitruppe eine begeisternde Vorstellung und müssen sich vor heimischem Publikum erst in der Verlängerung mit 3:4 geschlagen geben.

Jan Pavlu läuft heute Abend als Stürmer auf, damit die Heilbronner Falken drei Sturmreihen aufbieten können.

Mit diesem Punkt haben sich die Heilbronner Falken zeitgleich das Heimrecht in den Pre-Playoffs gesichert. Es stellt sich lediglich die Frage, ob sie als Siebter oder Achter über die Ziellinie gehen. Das wird sich am letzten Spieltag zeigen. Da treten die Heilbronner Falken um 18.30 Uhr beim Tabellenschlusslicht SC Deggendorf an. 

Heilbronner Falken mit Rumpftruppe gegen Eislöwen Dresden

Dabei stehen die Zeichen vor der Partie gar nicht gut. Die Mannschaftsaufstellung der Heilbronner Falken ist sehr übersichtlich. Gerade einmal vier Verteidiger und neun Stürmer stehen zur Verfügung. In der Abwehr fehlen Marcus Götz und Patrick Kurz, Jan Pavlu muss als Stürmer ran. Im Angriff fehlen Brad Ross, Samuel Soramies, Noureddine Bettahar und Tim Bernhardt. Das stört das Team aber überhaupt nicht. Es hat nichts zu verlieren. Mit dem Selbstbewusstsein von drei gewonnen Spielen in Serie starten die Heilbronner Falken in die Partie.

Richi Gelke (links) trifft im Powerplay zum 2:1.

Dritte Minute, erstes Powerplay, erstes Tor. Alex Lambacher hat einfach abgezogen. Doch die Gäste beißen zurück, erzielen den Ausgleich nur zwei Minuten später. Egal, zweites Powerplay der Hausherren, zweites Tor, Richard Gelke fälscht den Schuss von Brock Maschmeyer im Slot ab. Dann ein böses Foul gegen Greg Gibson. Der muss von den Sanitätern gestützt das Eis verlassen. Kommt aber wieder zurück. Und wie. Ein Alleingang übers ganze Feld Schuss, den Abpraller netzt Roope Ranta zum 3:1 ein. Die Sachsen geben sich aber noch nicht geschlagen, kommen noch vor der Pause zum erneuten Anschlusstreffer.

Gegen Dresden stehen die Heilbronner Falken unter Druck

Auch im zweiten Durchgang gehört die Anfangsphase den Heilbronner Falken. Doch die Schüsse streichen entweder knapp vorbei oder Dresdens Keeper kann halten. Langsam macht sich der Kräfteverschleiß bemerkbar. Manchmal kommen die Hausherren einen Schritt zu spät. Die Folge: Es gibt das erste Powerplay für die Dresdner Eislöwen. Das nutzen sie prompt zum Ausgleich.

Alex Lambacher kassiert im Mittelabschnitt zwölf Strafminuten.

Gleich danach ein Aufreger. Lambacher wird wegen eines Checks auf die Strafbank geschickt. Zwei Minuten für das Foul plus zehn Minuten Disziplinarstrafe. Das schwächt die Falken, die in der Folgezeit weitere Strafen ziehen, die Unterzahlsituationen aber unbeschadet überstehen und das 3:3 in die Pause retten.

Heilbronner Falken retten sich in die Verlängerung

Im letzten Abschnitt drängen die Heilbronner Falken auf den erneuten Führungstreffer. Jetzt fehlt aber das kleine Quäntchen Glück. Die Sachsen spielen auch auf Sieg. Dabei schießen sie manchmal übers Ziel hinaus, doch die Schiedsrichter lassen viele Dinge einfach laufen. Immerhin kann auch endlich wieder Lambacher mitwirken, das tut dem Falken-Spiel gut, denn die Gäste gewinnen jetzt die Oberhand, der Kräfteverschleiß macht sich bemerkbar.

Ganz brenzlig wird es dann in der 50. Minute, es gibt Strafe gegen die Falken. In Unterzahl bekommt Maschmeyer den Puck ins Gesicht - jetzt haben die Falken nur noch drei Verteidiger. Die Heilbronner liefern eine Abwehrschlacht vom Feinsten. Unglaublich, wie das Team fightet. Und sie bekommen noch eine Chance. Zwei Minuten vor Schluss haben sie Powerplay. Mittlerweile ist Maschmeyer wieder zurück. Aber nein, die Zeit läuft herab, es gibt Verlängerung. Da trifft Kevin Lavallée für die Falken das Lattenkreuz, im direkten Gegenzug machen die Gäste das 3:4.

Die Bilder der Partie Falken gegen Eislöwen

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