Aus und vorbei

Saisonende für die Heilbronner Falken mit ganz bitterem Beigeschmack

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Am Ende sind die Falken am Boden. Sie verlieren das entscheidende Spiel gegen die Eislöwen Dresden und gehen in die Sommerpause.
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3:33 vor dem Ende entscheiden die Schiedsrichter die Partie zugunsten der Gäste.

Beim alles entscheidenden Spiel um den Einzug ins DEL2-Playoff-Viertelfinale müssen die Heilbronner Falken gegen die Dresdner Eislöwen einen herben Verlust verkraften: Stürmer Greg Gibson kann nicht mitwirken. Wohl eine Folge des bisherigen überharten Einsteigens der Sachsen. Damit ist die Erfolgsreihe um Kapitän Derek Damon gesprengt.

Falken-Coach Alexander Mellitzer hat auf den Ausfall reagiert, beordert Roope Ranta an die Seite von Kevin Lavallée und Justin Kirsch, an Damons Seite spielen Noureddine Bettahar und Richi Gelke. Ein Schachzug, der sich nicht auszahlt. Die Falken verlieren mit 4:7 und haben Sommerpause.

Heilbronner Falken verlieren den Faden

Die Hausherren legen gleich richtig los. Ranta hält die Scheibe im Angriffsdrittel, leitet sie weiter zu Kirsch, der passt quer durch den Torraum, wo Lavallée nur noch die Kelle hinhalten muss. 1:0 in der dritten Minute. Doch dann lassen sich die Heilbronner Falken aus dem Konzept bringen, kassieren zwei Strafzeiten nacheinander. Damit ist bei ihnen der Spielfluss weg, die Gäste übernehmen das Kommando.

Da ist die Welt noch in Ordnung, die Falken bejubeln das Tor zum 1:0.

Ein gewonnener Zweikampf hinter dem Tor, Pass in den Slot, Direktabnahme, 1:1. Strafzeit Heilbronner Falken, 1:2. Das ist alles viel zu einfach. Vielleicht geht ja was im eigenen Powerplay? Nein, man merkt das Fehlen von Gibson an allen Ecken und Enden. Und es kommt noch schlimmer: Gelke verliert die Scheibe im Aufbau, Schuss, der Puck wird abgefälscht, 1:3. Ein Drittel zum Vergessen.

Heilbronner Falken gleichen aus

Wenn die Heilbronner Falken noch irgendwie die Chance haben wollen, in die Partie zurückzufinden, dann muss ein schnelles Tor her. Und das gelingt. Einmal wird von hinten richtig schnell gespielt und die Kombination von Ranta über Kirsch verwertet erneut Lavallée. Jetzt sind die Unterländer wieder da. Teilweise schnüren sie die Dresdner Eislöwen in deren Abwehrdrittel ein.

Markus Eberhardt im Zweikampf mit Aleksejs Sirikovs.

Dann die dicke Chance. 90 Sekunden lang haben die Heilbronner Falken doppelte Überzahl. Das lässt sich Kyle Helms nicht entgehen. Er steht goldrichtig, um den Abpraller irgendwie über die Linie zu bugsieren. AAAUSSSGLEICHHH, 3:3, die Halle tobt! Die Partie ist wieder völlig offen. Trotzdem gehen die Dresdner Eislöwen nochmals in Führung. Ein dummes Foul im Angriffsdrittel von Gelke schenkt ihnen Überzahl. Dort dann ein Bock von Geburtstagskind Markus Eberhardt - und irgendwie rutscht die Scheibe über die Linie. 3:4! Für Spannung im Schlussabschnitt ist gesorgt.

Heilbronner Falken-K.O. innerhalb einer Minute

Im letzten Abschnitt sind die Heilbronner Falken hellwach. Von Beginn an, marschieren sie in Richtung Tor der Dresdner Eislöwen. Und sie bekommen Unterstützung, denn die Gäste müssen auf die Strafbank. Powerplay? Da war doch was...? Richtig,  Alex Lambacher passt quer durch den Slot auf Kirsch, der aus spitzem Winkel die Direktabnahme riskiert. TOOOR! Das Momentum liegt jetzt auf Seiten der Hausherren, die Gäste nur noch gelegentlich mit Entlastungsangriffen.

Mittlerweile ist die andere Partie beendet, Crimmitschau gewinnt in Kassel. Im Klartext: Gewinnen die Heilbronner Falken, dann treffen sie in den Playoffs auf Bietigheim. 3:33 stehen noch auf der Uhr, da erhält Eberhardt eine Strafe. Für einen Check, wie er zuvor in der Partie schon häufiger ungeahndet gefahren wurde. Doch dieses Mal entscheiden sich die schwachen Schiedsrichter zu pfeifen.  Mit Folgen. Die Gäste gehen mit 5:4 in Führung. Und es kommt noch schlimmer. Die Heilbronner mit Auflösungserscheinungen in der Abwehr - 4:6, nur wenige Sekunden später. Die Unterländer riskieren alles, nehmen den Keeper vom Eis, die Gäste treffen ins leere Tor. 4:7, das war's. Mellitzer hadert nach der Partie mit der Schlüsselszene: "Es ist unglaublich, dass so etwas eine Partie entscheidet."

Die Bilder Falken vs. Eislöwen Pre-Playoff-Spiel #3

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