Hier heimisch geworden

Dieser Heilbronner Falke ist ein Dauerbrenner

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Immer eng am Gegenspieler: Richard Gelke (rechts).
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Der 26-jährige Stürmer ist mittlerweile die siebte Saison in der Käthchenstadt.

59 Minuten sind bei der DEL2-Partie der Heilbronner Falken beim Deggendorfer SC gespielt. Die Unterländer liegen mit 4:6 zurück. Da bekommt Richard Gelke den Puck zugespielt, setzt sich im direkten Duell mit dem Gegenspieler durch, zieht ab – und die Scheibe zappelt im Netz. Nur noch 5:6. Auch wenn es am Ende dann doch nicht mehr zu Punkten gereicht hat, diese Situation ist typisch für den 26-Jährigen Angreifer: Er gibt nie auf, kämpft und rackert bis zur letzten Sekunde.

Falken-Gesellschafter Rainer Maurer beglückwünscht Richard Gelke zu Saisonbeginn für sein 250. Spiel im Heilbronner Dress.

Der gebürtige Reutlinger, der seine Jugend in Weißwasser verbrachte, ist längst in der Käthchenstadt heimisch geworden. Mittlerweile ist er im siebten Jahr hier, vier davon in Folge. Mehr als 250 Spiele hat er für die Unterländer absolviert. Seine Lebensgefährtin stammt aus der Gegend. „Obwohl ich im Sommer immer wieder in Weißwasser bin, ist Heilbronn mein Lebensmittelpunkt. Ich habe hier viele neue Bekannte und Freunde in all den Jahren kennengelernt.“

Der Heilbronner Falken verbringt die Feiertage in Heilbronn

Kein Wunder also, dass er auch Weihnachten hier verbrachte. „Meine Eltern sind gekommen, mein Papa hat sogar am Heiligabend den Weihnachtsmann gespielt.“ Dazu die Eltern seiner Freundin – es war eine gelungen Familienrunde. Gelke: „Wir haben nachmittags einen Spaziergang gemacht, danach Fondue gegessen und natürlich gab es die Bescherung.“ Auch Silvester wird er in Heilbronn verbringen: „Das wird aber ruhiger, wir haben ja am 2. Januar schon wieder ein Spiel. Bisher habe ich nichts geplant, das wird spontan entschieden.“

Richard Gelke ist sich sicher, dass die Falken noch besser werden.

Gegenüber  echo24.de lässt er die bisherige Saison der Heilbronner Falken kurz Revue passieren: „Wir hatten einen sehr guten Start, haben dann ein paar Punkte unnötigerweise liegengelassen, aber zeigten zuletzt eine starke Leistung. Ich bin mir sicher, dass wir den Aufwärtstrend fortsetzen.“ Das Problem ist, dass es enorm eng in der Tabelle zugeht. Die Falken haben nur zwei der letzten acht Spiele verloren – und sind trotzdem von dem sechsten auf den siebten Platz abgerutscht.

Der Heilbronner Falken hat sich zurückgekämpft

Gelke selbst kommt immer besser in Schwung. Vergessen ist die Leidenszeit, die ihn monatelang auf Eis legte. Vergangene Saison kassierte er bei einem Check in Ravensburg eine Gehirnerschütterung, die für ihn das frühzeitige Saisonende bedeutete. Aber er steckte den Kopf nicht in den Sand, arbeitete hart im Sommer, besuchte immer wieder Spezialisten und machte so Schritt für Schritt Fortschritte.

Richard Gelke bejubelt eines seiner Tore.

Sieben Treffer hat der Linksschütze bisher auf seinem Konto. Doch die persönliche Bilanz ist ihm egal: „Mir ist wichtig, dass das Team Erfolg hat. Wenn ich dazu beitragen kann, indem ich nur Schüsse blocke, dann mache ich auch das.“ Zumal er nach auskurierter Gehirnerschütterung jetzt immer besser in Schwung kommt. Er hat wieder Vertrauen in seinen Körper, setzt krachende Checks und scheut auch nicht den Faustkampf wie am Sonntag, als er den Frankfurter Verteidiger Leon Hüttl nach Strich und Faden vermöbelte. Jetzt steht wieder der „Richi“ auf dem Eis, den die Fans so lieben.

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