Ausverkaufte Hütte

Leidenschaftsloser Auftritt der Falken im Derby gegen die Steelers

+
Die Vorentscheidung: Guillaume Leclerc trifft per Penalty zum 0:3. 
  • schließen

Die Unterländer knüpfen gegen die Ellentaler nahtlos an die schlechten Leistungen vom Freitag in Crimmitschau an. 

  • Derby zwischen den Falken und den Steelers ist bereits im Vorfeld ausverkauft. 
  • Wie am Freitag, die Falken mit zu vielen Fehlpässen.
  • Falken mit Zweikampfschwäche und Mängeln im Aufbau.

Daran können sich nur alteingesessene Eishockey-Fans erinnern. Ein DEL2-Spiel der Heilbronner Falken, das im Vorfeld bereits ausverkauft ist. Die Kassenhäuschen an der Kolbenschmidt-Arena bleiben zum Derby gegen die Bietigheim Steelers heute geschlossen. Nur ein Counter hat geöffnet - an dem hinterlegte Karten abgeholt werden können. 

In der Vergangenheit waren die Derbys meist eine klare Angelegenheit zugunsten der Ellentaler. Doch die Heilbronner Falken spielen dieses Mal eine grandiose Saison, sind vor dem Lokalrivalen in der Tabelle platziert und haben auch die ersten beiden Duelle für sich gewinnen können. Doch ein Derby hat seine eigenen Gesetze, zumal sich die Steelers am Freitag mit einem 7:0 gegen den EC Bad Nauheim den Frust der vergangenen Wochen von der Seele geschossen haben, wohingegen die Heilbronner Falken ja keine gute Leistung bei der 2:4-Niederlage in Crimmitschau zeigten. Heute wollen sie das besser machen. Das gelingt nicht. Die Unterländer verlieren mit 2:5. 

Ausschreitungen vor dem Eishockey-Derby: Fans randalieren in Heilbronner Innenstadt

Heilbronner Falken

Das erste Drittel entwickelt sich zu einer zähen Angelegenheit. Die Steelers haben wohl die Videoaufzeichnung der Falken-Partie vom Freitag gesehen, auf alle Fälle agieren sie wie die Sachsen: mit aggressivem Forechecking, eigentlich die Stärke der Heilbronner Falken. Das schmeckt denen gar nicht, außerdem haben die Unterländer wieder eine hohe Fehlpass-Quote in ihren Reihen. Und dann ziehen sie auch noch eine Strafe. Die Gäste lassen sich nicht bitten, schnell flitzt die Scheibe durch die eigenen Reihen, bis Myles Fitzgerald nur noch die Scheibe ins leere Tor schieben muss.

Auch danach finden die Heilbronner Falken nicht in die Spur. Wieder so ein Fehlpass, Icing, es gibt Bully vor dem Heilbronner Tor. Das gewinnen die Steelers, Max Prommersberger zieht einfach mal ab, die Scheibe wird abgefälscht, 0:2! Man merkt den Falken an, dass sie reagieren wollen,doch sie finden keinen Weg durch die dicht gestaffelte Bietigheimer Abwehr. Dann Überzahl Heilbronn. Da werden ein paar Schüsse abgefeuert, doch ohne Erfolg. Aber immerhin, danach können die Gastgeber wenigstens so etwas wie Druck aufbauen, das macht etwas Mut fürs zweite Drittel. 

Heilbronner Falken zu wenig zwingend

Die ersten Aktionen der Heilbronner Falken im Mittelabschnitt lassen hoffen, jetzt sind sie bissiger, versuchen endlich, den Gegner dauerhaft unter Druck zu setzen. Aber es passt zur heutigen Partie, dass sie die wenigen hochkarätigen Chancen auch noch vergeben. In der 23. Minute MUSS Pierre Preto am langen Pfosten das 1:2 machen, doch anstatt die Direktabnahme zu riskieren, stoppt er den Puck und dann ist der Keeper im bedrohten Eck. In der 28. Minute dann ein Fehler von Tim Miller, Konter der Gäste, Corey Mapes kann den Stürmer nur durch ein Foul stoppe. Es gibt Penalty, den die Gäste zum 0:3 nutzen. 

Corey Mapes verursacht in der 27. Minute einen Penalty. 

Dann wieder Powerplay für die Heilbronner Falken - und dieses Mal treffen sie. Ian Brady von der blauen Linie. Jetzt schalten die Gastgeber einen Gang hoch, doch die Steelers verteidigen geschickt und lassen keine weiteren Treffer zu. Zwei Minuten vor der Pause dann wieder eine Situation, bei der die Falken durch mangelnde Disziplin auffallen. Es gibt Strafe gegen die Gäste, doch Bryce Gervais lässt sich zu einem Revanche-Foul hinreißen und muss ebenfalls in die Kühlbox. Damit ist die gute Möglichkeit vertan. Pause. 

Heilbronner Falken viel zu umständlich

Im letzten Drittel werden die Heilbronner Falken gleich eiskalt erwischt. Gerade haben sie eine Unterzahl unbeschadet überstanden, da hat Gervais die Chance zum 2:3, er verzieht, die Gäste machen beim direkten Konter das 1:4. Damit ist die Partie gelaufen. Wer auf ein Aufbäumen der Hausherren gehofft hat, wird bitter enttäuscht. Immer wieder verzetteln sich die Heilbronner Falken in kraftraubenden und wenig effektiven Einzelaktionen. 

Es ist Matthias Nemec im Tor zu verdanken, dass keine weiteren Gegentore fallen. Immerhin nutzen die Gastgeber ein Powerplay zur Resultatsverbesserung. Erneut ist es Brady, der trifft. Sofort nimmt Falken-Coach Mellitzer den Keeper vom Eis, jetzt soll es mit der Brechstange klappen. Der Schuss geht nach hinten los, die Steelers machen das 2:5. Die dritte Niederlage der Falken in Folge: Sie stecken in der Krise. 

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare