Unglaublich effizient

Treffsichere Heilbronner Falken lassen im Allgäu nichts anbrennen

+
Mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung sichern sich die Falken den Sieg im Allgäu.
  • schließen

Beim ESV Kaufbeuren bilden drei Tore im Powerplay den Grundstein zu einem ungefährdeten Auswärtssieg.

Nachlegen - so lautet die Devise der Heilbronner Falken im DEL2-Spiel bei dem ESV Kaufbeuren. Nachdem die Unterländer am Freitag gegen den EV Landshut die ersten Punkte der neuen Saison eingefahren hatten, sollen heute weitere folgen. Doch aufgepasst, der ESV gilt als eine Top-Adresse in der DEL2, ist ein ganz heißer Playoff-Anwärter.

Wie bereits am Freitag angekündigt, vertraut der Coach der Heilbronner Falken im Tor wieder den Fangkünsten von Matthias Nemec. Auch ansonsten läuft er mit derselben Formation wie zwei Tage zuvor auf. In der Verteidigung fehlt Brock Maschmeyer, im Angriff müssen die Falken auf Samuel Soramies und Michael Knaub verzichten. Das stecken sie locker weg und gewinnen im Allgäu mit 8:2.

Heilbronner Falken kassieren späten Ausgleich

Die ersten Minuten verbringen beide Teams mit gegenseitigem Abtasten, echte Chancen sind Mangelware. In der achten Minute wird es erstmals brenzlig, Kaufbeurens Topscorer Sami Blomqvist taucht alleine vor Nemec auf, doch der pariert glänzend. Nur 60 Sekunden später machen es die Heilbronner Falken besser. Nach einem Querpass von Alex Nikiforuk tanzt Dylan Wruck die ESV-Hintermannschaft aus und trifft zum 0:1.

Matthias Nemec war ein sicherer Rückhalt im Allgäu.

Es war die erste Chance der Falken überhaupt in diesem Spiel. In der 14. Minute die ganz große Möglichkeit für die Gäste, die Führung auszubauen - sie haben 65 Sekunden lang doppelte Überzahl. Doch wie am Freitag will es mit dem Powerplay (noch) nicht klappen. Es wird sogar brenzlig, denn die Kaufbeurer fahren einen Konter, scheitern aber erneut an Nemec. 30 Sekunden vor der Pause dann wie aus dem Nichts mit dem 1:1. Die Heilbronner Falken sind gedanklich wohl schon in der Kabine gewesen.

Heilbronner Falken treffen im Powerplay

Den zweiten Abschnitt beginnen die Heilbronner Falken in Überzahl. Vielleicht geht ja dieses Mal etwas? Und wie. Lediglich 30 Sekunden sind gespielt, da hämmert Kapitän Derek Damon den Puck aufs Tor, Stefan Della Rovere fälscht leicht ab, es steht 1:2. Die ideale Antwort auf den späten Ausgleich. Die Allgäuer antworten mit wütenden Angriffen. Joseph Lewis taucht alleine vor Nemec auf - der hält. In bester Torhütermanier wirft sich Marcus Götz in einen Schuss und verhindert das 2:2. Dann wieder Powerplay für die Heilbronner Falken.

Yannik Valenti trifft und trifft und trifft. Meistens im Powerplay.

Und erneut dürfen sie jubeln. Ian Brady passt auf Yannik Valenti, der nimmt den One-Timer, 1:3! Doch die Allgäuer sind nicht geschockt. Sie nutzen eine Unaufmerksamkeit in der Falken-Hintermannschaft und verkürzen in der 33. Minute auf 2:3. Aber die Falken haben die passende Antwort parat. Im direkten Gegenzug passt Davis Koch vors Tor, Valentino Klos muss nur noch die Kelle hinhalten. Dann die Falken erstmals in Unterzahl. Aber das machen sie super, nix passiert, Pause.

Heilbronner Falken mit der schnellen Entscheidung

Natürlich wollen die Hausherren im letzten Abschnitt in der Partie noch eine Wende herbeiführen. Doch dabei werden sie eiskalt erwischt. Tim Miller kontert über die linke Seite, Louis Brune scheitert noch am Keeper, den Nachschuss bringt erneut Miller vors Tor, wo Pierre Preto zum 2:5 einnetzt. Gespielt sind 44 Sekunden. In der 44. Minute dann ein Fehler im Aufbauspiel der Allgäuer, Preto passt auf Brune, und der zieht trocken ab. Es steht 2:6.

Bryce Gervais setzt den Schlusspunkt hinter die Partie.

Die Hausherren sind jetzt sichtlich angezählt. Nach vorne gelingt nur wenig, hinten sind sie anfällig. Und sie ziehen eine erneute Strafe. Schlagen die Heilbronner Falken zum dritten Mal im Powerplay zu? Nein, noch nicht. Aber dann kommt das nächste Powerplay - und dieses Mal klingelt es im Kasten. Wruck wird herrlich freigespielt und macht das 2:7. Bryce Gervais setzt 35 Sekunden vor dem Ende mit dem 2:8 den Schlusspunkt unter eine unterhaltsame Partie. "Wir hatten überhaupt keine Chance", sagt ESV-Trainer Andreas Brockmann auf der anschließenden Pressekonferenz. Die Falken holen sich an diesem Wochenende die Maximalpunktzahl, haben den schlechten Saison-Auftakt vergessen gemacht und sind richtig gut dabei.

Das könnte Sie auch interessieren