Niederlage gegen biedere Sachsen

Was war denn das? Heilbronner Falken auf Talfahrt

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Kevin Lavallée markierte in Überzahl das 3:6.
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Die Unterländer zeigen über weite Strecken eine indiskutable Leistung in Crimmitschau.

Falken-Trainer Alexander Mellitzer hat sich vor dem DEL2-Spiel bei den Eispiraten Crimmitschau Gedanken gemacht, wie er einerseits wieder Stabilität in die Defensive, andererseits mehr Durchschlagskraft im Angriff erreichen kann. Deshalb hat er die Blöcke seiner Heilbronner Falken umgestellt. In der Verteidigung haben Marcus Götz und Jimmy Sharrow die Plätze getauscht, im Sturm passierte das mit Roope Ranta und Brad Ross.

Im Tor vertraut er bei den Sachsen auf den Youngster Florian Mnich. Der hatte zuletzt zweimal die undankbare Aufgabe, kalt ins Spiel zu kommen, um Leon Frensel abzulösen. Jetzt spielt er zum ersten Mal von Beginn an. An der 3:6-Niederlage trifft ihn keine Schuld. Das haben die Leute vor ihm zu verantworten!  

Fehler im Spiel der Heilbronner Falken

Die Falken sind primär darauf bedacht, die Scheibe vom jungen Goalie fernzuhalten. Deshalb bekommt der auch anfangs überhaupt nichts zu tun. In der Offensive gibt es ein paar Schüsse der Gäste, die aber nicht wirklich gefährlich sind. Eines ist klar: Ewig werden die Gäste ihren Keeper nicht abschirmen können. Und dann passiert es. Wieder einmal herrscht in der Hintermannschaft Konfusion, und das nutzen die Eispiraten zum 1:0 in der siebten Minute. Kurze Zeit später das erste Powerplay für die Falken. Besser als zuletzt, aber ohne Torerfolg.

Brock Maschmeyer verspringt die Scheibe - das nutzt Crimmitschau zum 3:0.

Und dann kommen sie wieder, die Fehler der Heilbronner. Wieder stimmt in der Abwehr die Abstimmung nicht - und die Hausherren nehmen das Geschenk dankbar an. 2:0. Dann Strafe gegen Heilbronn. Das Powerplay der Sachsen bisher nicht besonders erfolgreich. Aber gegen Heilbronn treffen sie. Brock Maschmeyer verspringt die Scheibe, direkt auf die Kelle von Domenic Walsh, schon steht es 3:0. Es bahnt sich die nächste Schlappe an.

Hoffnung der Heilbronner Falken verpufft im Gegenzug

Ins zweite Drittel kommen die Falken mit  Schwung aufs Eis. Endlich sieht man mal Pressing. Das führt zu Scheibenverlusten, und eine Kombination über Kevin Lavallée sowie Kirsch vollendet Ranta zum 1:3. Es sind gerade 80 Sekunden gespielt. Ist das der Weckruf? Nein, denn im direkten Gegenzug können die Falken die Scheibe nicht kontrollieren und lediglich 18 Sekunden später steht es 4:1. Das gibt es doch gar nicht. Da die Falken kurz danach auch ihr drittes Powerplay komplett vergeigen, ist wieder eine große Chance vertan, zurück ins Spiel zu finden.

Kyle Helms verursacht durch einen leichten Scheibenverlust das 6:1.

Wenn dann auch noch so große Chancen vergeben werden wie die von Samuel Soramies, der in Mittelstürmerposition drei Meter vor dem Keeper vergibt, dann ist klar, dass es irgendwann hinten im Gehäuse klingelt. Mnich pariert wirklich alles, was auf sein Tor kommt, aber beim 5:1 ist er machtlos.Im x-ten Nachstochern bugsiert Walsh den Puck über die Linie. Es kommt noch schlimmer. Direkt im Anschluss schenkt Kyle Helms die Scheibe her und nur 23 Sekunden nach dem 5:1 steht es 6:1.

Heilbronner Falken ohne Aufbäumen

Im letzten Abschnitt dann wieder ein Lebenszeichen der Falken. Greg Gibson trifft im Powerplay zum 2:6. Dieselbe Chance ergibt sich kurz darauf, erneut muss ein Sachse in die Box. Die Falken bringen es fertig, in zwei Minuten nicht eine Chance zu erspielen. Vielmehr gibt es ein Fehlpass-Festival, und jede Menge Konterchancen für die Hausherren. Das ist Alibi-Eishockey, was manche Heilbronner Akteure zeigen.

Kurz danach haben die Falken sogar zwei Spieler mehr auf dem Eis. Gerade läuft die eine Strafe der Sachsen ab, da trifft Lavallée zum 3:6. Dann bekommen sich Rob Flick und Sharrow in die Wolle und beide werden vier Minuten vor dem Ende zum Duschen geschickt. Dann holt sich 40 Sekunden vor dem Ende auch noch Brad Ross eine Disziplinarstrafe ab. Eine völlig unnötige Frustbewältigung.

Die Bilder der Partie Falken gegen Eispiraten

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