Nichts für schwache Nerven

Ein Derby, das erst in der Verlängerung entschieden wird

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Im Derby geht es richtig eng zu.
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Die Entscheidung fällt erst 77 Sekunden vor dem Ende.

Für die Heilbronner Falken geht es heute im DEL2-Derby bei den Bietigheim Steelers fast schon um alles. Sie müssen auf alle Fälle punkten, um den Abstand auf die Playdown-Plätze nicht noch kleiner werden zu lassen. Aber auch die die Hausherren sind zum Siegen verdammt, damit sie den Kontakt zum Heimrecht in den Playoffs nicht abreißen lassen.

Mirko Pantkowski hütet wieder das Falken-Tor.

Die Steelers können mit vier Sturmreihen agieren, während auf Seiten der Heilbronner Falken nur elf Angreifer zur Verfügung stehen. Noureddine Bettahar ist weiterhin verletzt, Brad Ross ist wieder zurück im Team. Die Manpower der Hausherren macht sich bezahlt. Sie gewinnen mit 4:3 nach Verlängerung.

Heilbronner Falken stechen im Powerplay

Gleich zu Beginn zeigt es sich, wie wichtig die Rückkehr von Mirko Pantkowski ins Tor der Heilbronner Falken ist. In den ersten Minuten ist er es, der seine Mannschaft im Spiel hält. Gleich mehrfach unterlaufen den Unterländern Abspielfehler im eigenen Drittel - daraus Kapital können die Steelers aber nicht schlagen. Die Falken haben ihre beste Möglichkeit durch Greg Gibson, der wunderbar von Derek Damon freigespielt scheitert.

Roope Ranta bringt die Falken in Führung.

Dann die erste Strafzeit. Und was für eine. Erst erobern sich die Hausherren die Scheibe und kontern in Unterzahl, verziehen aber knapp. Im direkten Gegenzug passt Damon quer auf Roope Ranta - und der lässt sich die Chance nicht entgehen. Allerdings haben die Ellentaler im direkten Anschluss Powerplay. Eine einzige Heilbronner Abwehrschlacht. Kaum komplett, erneut Strafe. Dieses Mal treffen die Hausherren. Aber auch die Falken können Überzahl. Samuel Soramies drückt den Puck über die Linie. Mit dem 1:2 geht es in die Pause.

Heilbronner Falken zu passiv

Ins zweite Drittel starten die Steelers mit viel Zug zum Falken-Tor. Das wird ihnen auch leicht gemacht, da die Gäste ziemlich passiv agieren. Eine Unterzahl überstehen sie noch unbeschadet, doch in der 28. Minute werden sie bestraft. Im Nachschuss trifft Yannick Wenzel zum Ausgleich. Zum Glück haben die Falken Gibson. Nur zwei Minuten später zieht der einen Sprint an - und trifft aus vollem Lauf zur erneuten Gäste-Führung.

Greg Gibson macht mit einem feinen Solo das 2:3.

Dieser Treffer gibt Luft zum Durchschnaufen, doch wie zuvor im zweiten Drittel, ist die Fehlerquote der Heilbronner Falken weiterhin zu hoch. Da werden hinten sichere Scheiben verloren, nach vorne bringt nur die erste Formation richtig Gefahr. Immerhin, die knappe Führung hält bis zur Pause.

Heilbronner Falken mit Pech

Um ein erfolgreiches letztes Drittel zu spielen, müssen die Heilbronner Falken in der Abwehr aufmerksamer sein. Nach wenigen Sekunden haben sie die ganz große Chance, auf 2:4 zu stellen, doch Gibson scheitert an der Querstange.  Danach bekommen die Steelers wieder Oberwasser, doch die Falken-Defensive ist jetzt besser aufgestellt. Dann bekommt auch noch Marcus Götz eine Scheibe ins Gesicht - und fällt aus, kommt aber kurz vor Ende wieder zurück. 

Marcus Götz muss mit einer Verletzung kurzfristig vom Eis.

In der 51. Minute ist es dann soweit. Bietigheim erzielt das 3:3. Eine feine Einzelleistung von Marcus Sommerfeld. Das hatte sich angedeutet. Kurze Zeit später vergeben die Unterländer eine Zwei-gegen-eins-Situation, das wäre die prompte Antwort gewesen. 46 Sekunden vor dem Ende die erste Strafzeit in diesem Drittel. Gegen die Gastgeber. Das ist DIE Möglichkeit, das Ding einzutüten. Nein, es geht in die Verlängerung. Auch da können die Falken den Vorteil nicht nutzen. Viel schlimmer. Kyle Helms muss zwei Minuten vor dem Ende auf die Strafbank. Das lässt sich Topscorer Matt McKnight nicht entgehen, 77 Sekunden vor dem Ende der Verlängerung trifft er zum 4:3.

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