Wirklich dämlich

Heilbronner Falken kassieren wieder eine Niederlage bei einem Kellerkind

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Yannik Valenti hat wieder getroffen, am Ende nat es nichts genutzt. 
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Die Falken verdaddeln bei den Bayreuth Tigers eine 4:0-Führung, kassieren fünf Sekunden vor dem Ende den Ausgleich und verlieren dann im Penalty-Schießen. 

  • Bryce Gervais schnürt den Doppelpack.
  • Guter Einstand von Neuzugang Jordan Samuels-Thomas. 
  • Falken haken das Spiel viel zu früh ab. 

Am Freitagabend müssen die Heilbronner Falken in der DEL2 bei den Bayreuth Tigers antreten. Vom Tabellenstand eine klare Sache, sind doch die Oberfranken aktuell das Tabellenschlusslicht, während die Unterländer auf dem dritten Platz stehen.

Doch die Heilbronner Falken sollten gewarnt sein. Denn die Tigers sind besser als es der Tabellenstand vermuten lässt, haben zuletzt einen deutlichen Aufwärtstrend gezeigt - und die Heilbronner haben ja so ihre Probleme mit Kellerkindern. Sie dürfen sich keinen weiteren Ausrutscher leisten, denn die Löwen Frankfurt hängen ihnen im Nacken. Die Falken blamieren sich und verlieren mit 5:6 nach Penalty-Schießen. 

Heilbronner Falken mit gutem Forechecking

Umstellungen bei den Heilbronner Falken. Neuzugang Jordan Samuels-Thomas spielt im ersten Block, dafür rückt Yannik Valenti in die zweite Formation. Davis Koch machte für ihn Platz und Jan Pavlu ist heute als Stürmer unterwegs. Nach einem anfänglichen Abtasten haben die Tigers die ersten Chancen, da sie Powerplay bekommen. Doch die Abwehr der Falken ist aufmerksam. In der sechsten Minute dann ein schneller Spielaufbau der Gäste und Bryce Gervais macht das 0:1. Das ist wichtig, endlich mal keinem Rückstand hinterherlaufen.  

Bryce Gervais trifft im ersten Drittel doppelt. 

Danach die Heilbronner Falken mit Oberwasser. Jetzt klappt auch das Forechecking - immer wieder provozieren sie Fehler in der Bayreuther Hintermannschaft. So auch in der 13. Minute. Dylan Wruck erkennt die Situation am besten, passt auf Gervais, der seinen eigenen Rebound zum 0:2 verwandelt. Auch danach stellen die Gäste das bessere Team, weitere Tore fallen aber bis zur Pause nicht. 

Falken starten stark - und lassen viel stärker nach

Ins zweite Drittel starten die Heilbronner Falken furios. Exakt 70 Sekunden sind gespielt, da passt Wruck zu Valenti - und der packt den Onetimer aus, 0:3. Der Jubel der mitgereisten Fans ist noch nicht verstummt, da klingelt es erneut im Tigers-Gehäuse. Samuels-Thomas bekommt die Scheibe in Mittelstürmerposition, schießt flach, bekommt den Abpraller und macht das 0:4. Nur 42 Sekunden später! Und die Falken bekommen eine weitere Chance - sie haben Powerplay. Aber ohne Erfolg, kaum wieder komplett gelingt den Hausherren das 1:4. 

Jetzt die Heilbronner Falken mit einer ganz schwachen Vorstellung. Nichts ist es mehr mit Pressing, immer einen Schritt langsamer und gedanklich noch weiter entfernt. Prompt fällt das 2:4 in der 35. Minute. Dann Überzahl Falken, ohne echte Chance. In der letzten Minute dann ein völlig unnötiges Foul von Derek Damon. Powerplay Tigers, die dann die viel zu passiven Heilbronner düpieren und acht Sekunden vor der Pause das 3:4 machen. Die Partie ist wieder völlig offen.

Heilbronner Falken mit dummen Strafzeiten

Die Frage im letzten Abschnitt: Finden die Heilbronner Falken ins Spiel zurück? NEIN! Nur 52 Sekunden sind gespielt, da sind die Gäste wieder viel zu passiv Martin Davidek kann sich die Ecke aussuchen. 4:4. Immerhin kurz darauf ein Lebenszeichen der Gäste, Wruck scheitert an der Latte. Dann Überzahl Heilbronn - und dieses Mal treffen sie. Ian Brady bringt die Scheibe vors Tor, Stefan Della Rovere fälscht ab, 4:5. Das muss doch jetzt der Weckruf sein!

Aber erst einmal heißt es aufpassen, jetzt haben die Oberbayern Powerplay. Zum Glück ohne Folgen, noch neun Minuten sind zu spielen. 75 Sekunden vor dem Ende dann wieder eine Strafzeit von Damon. Die Hausherren nehmen den Keeper vom Eis und versuchen, mit Sechs-gegen-Vier das Unentschieden zu erzwingen. Und wirklich, sechs Sekunden vor dem Ende ist der Puck im Netz. Das ist nicht das Schlimmste, Wruck erhält auch noch eine Strafe, damit müssen die Falken in Unterzahl in die Verlängerung. Immerhin überstehen sie diese ohne weiteren Gegentreffer. Aber im Penalty-Schießen haben sie keine Chance. Wie man dieses SPiel verlieren kann, das wird für immer ein Rätsel bleiben. 

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