Blutarmer DEL2-Auftritt

Heilbronner Falken blamieren sich bei den Bayreuth Tigers

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Kyle Helms zeigte wenigstens noch Einsatz, das war nicht von allen Falken zu behaupten.
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Was die Heilbronner Falken bei den Bayreuth Tigers abliefern, spottet jeder Beschreibung.

Für die Heilbronner Falken geht es im heutigen DEL2-Spiel bei den Bayreuth Tigers primär darum, die Scharte vom Sonntag in Bad Nauheim wieder auszumerzen. Vom Tabellenstand sind die Unterländer klar favorisiert, haben sie doch elf Punkte mehr auf dem Konto als die Wagnerstädter. Doch sie sollten auf der Hut sein. Heimlich, still und leise haben sich die Franken aus den Niederungen der Tabelle nach oben gekämpft.

Von den anderen Vereinen bereits als sicherer Playdown-Kandidat abgestempelt, holten sie so einige Überraschungssiege, zuletzt gewannen die Bayreuth Tigers am Freitag in Frankfurt und mit dem Sieg am Sonntag daheim gegen Crimmitschau, haben sie erstmals in dieser Saison einen Pre-Playoffplatz erreicht. Und den wollen sie natürlich nicht mehr hergeben und weiter punkten. Das gelingt mit Bravour. Die Heilbronner Falken verlieren mit 3:6.

Peinlicher Auftritt der Heilbronner Falken gegen die Bayreuth Tigers

Falken-Trainer Alex Mellitzer hat auf die Pleite in Nauheim reagiert und Umstellungen im Team vorgenommen. Die Stürmer Alex Lambacher und Justin Kirsch haben die Blöcke getauscht. Im Tor vertraut er auf Leon Frensel. Und der hat einen denkbar schlechten Start. Er kann eine Scheibe nicht festhalten - und der Rebound ist im Kasten. Es sind exakt 17 Sekunden gespielt. Jetzt hat der Goalie der Heilbronner Falken den Flattermann. Auch in den nachfolgenden Situationen kann er keine Ruhe ausstrahlen.

Nach acht Minuten und 13 Sekunden war der Arbeitstag für Goalie Leon Frensel beendet.

Folgerichtig fällt nach dreieinhalb Minuten das 2:0. Wieder hat Frensel die Scheibe prallen lassen. Dann der nächste Fehler: Markus Eberhardt lässt sich überlaufen, hakt, es gibt Strafzeit, und es fällt das 3:0. Erneut lässt Frensel prallen. Damit ist der Arbeitstag für ihn beendet. Doch auch Florian Mnich, sein Ersatz, wird eiskalt erwischt - 4:0. Kurz danach ist er aber auf dem Posten, als er einen Penalty hält. Immerhin kann Greg Gibson noch kurz vor dem Ende des ersten Drittels auf 4:1 verkürzen.

Heilbronner Falken mit mehr Druck

Zum zweiten Drittel kommen die Unterländer mit einer ganz anderen Einstellung aufs Eis. Sie machen Druck. Und ihnen hilft das Schicksal. Bayreuths bis dahin überragender Keeper Brett Jaeger verletzt sich bei einer Abwehraktion und muss vom Eis. Sein Backup Timo Herden wird eiskalt erwischt. Jan Pavlu überwindet ihn über die Fanghand. 4:2 - geht da aus Heilbronner Sicht noch etwas?

Nach Jan Pavlus 2:4 keimte nochmals kurz Hoffnung auf, aber im Powerplay verdaddeln es die Falken.

Vier Minuten später die Chance zum Anschlusstreffer - doch Kevin Lavallée vergibt einen Alleingang. Kurz danach erhält Bayreuths Top-Scorer Ville Järveläinen nach einem Check von hinten gegen die Bande eine Spieldauerdisziplinarstrafe. Die Falken haben fünf Minuten Überzahl! Und es ist nicht zu glauben - statt ein Tor zu schießen, kassieren die Unterländer wieder einen Shorthander zum 5:2. Das ist oberpeinlich. Pause.

Heilbronner Falken ohne echtes Aufbäumen gegen Bayreuth Tigers

Im Schlussabschnitt haben die Falken frühzeitig Powerplay. Und es ist kaum zu glauben, sie machen ein Tor! Gibson spielt den überraschenden Pass in den Torraum, Kyle Helms muss nur die Kelle hinhalten. Einfach, schnörkellos, wirkungsvoll - warum nicht immer so? In der 50. Minute dann Überzahl für die Hausherren. Die Falken Lavallée, Helms, Corey Mapes und Eberhardt glänzen durch Passivität - und bekommen prompt die Quittung präsentiert: 6:3.

Danach ist die Luft raus. Einzig Gibson stemmt sich gegen die Schmach, hat aber bei einem schönen Solo Pech. Kurze Zeit später haben die Bayreuth Tigers die nächste Überzahl. Immerhin: nicht ein weiteres Gegentor für die Heilbronner Falken. Zum Glück läuft die Zeit langsam herunter, als Falken-Fan will man schon gar nicht mehr hinsehen: 6:3, Ende und vorbei - zum Glück.

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