Eine positive Bilanz

In den deutschen Nachwuchs statt einen mittelmäßigen Ausländer investieren

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Adler-Sportmanager Jan-Axel Alavaara beim Prospect-Camp in Mannheim.
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Jan-Axel Alavaara, Sportmanager der Adler Mannheim, zieht eine positive Prospect-Camp-Bilanz und sieht gute Perspektiven für das deutsche Eishockey.

Für den 44-jährigen Schweden, wurde die SAP-Arena beim Prospect Camp - einer Übungswoche für die besten deutschen Nachwuchsspieler, unter ihnen auch die sieben Förderlizenzspieler der Heilbronner Falken - zur zweiten Heimat. Kein Training, dass er nicht von der Tribüne in der Nebenhalle verfolgt hatte. Und gegenüber echo24.de zieht er eine ausschließlich positive Resonanz.  

"Es waren nur gute Spieler mit einwandfreien Charakteren hier. Sie haben in jeder Einheit ihr Bestes gegeben und alles aus sich rausgeholt." Gerade der letztgenannte Punkt ist für die Adler und für die Heilbronner Falken besonders wichtig. Denn diese Mentalität soll sich von der DEL über die DEL2 bis zur DNL wie der berühmte rote Faden ziehen.

Heilbronner Falken-Nachschub wird im Camp rekrutiert

Die Adler wollen die jungen Spieler möglichst frühzeitig an sich binden. "Dann kann man sie entwickeln und vor allem von Jahr zu Jahr die Entwicklung feststellen." Genauso wichtig ist für Alavaara, wie stark sich die Spieler ins Camp reinhängen.

Falken-Stürmer Valentino Klos war auch beim Prospect Camp dabei.

Auch abseits der Eisfläche: "Man sieht beim Trockentraining, wie intensiv sie dabei sind. Aber auch, wie sie miteinander umgehen. Wir und die Heilbronner Falken wollen Teamplayer und gute Charaktere in unseren zukünftigen Mannschaften haben."

Über das Camp direkt in die NHL

Mit einem weinenden und einem lachenden Augen blickt der Schwede auf die Erfolgsbilanz des Camps zurück. So war beispielsweise Moritz Seider - der 18-jährige Verteidiger wurde heuer beim NHL-Pick an Position sechs von den Detroit Red Wings gedraftet - letztes Jahr im Camp dabei.

"Wenn es einer unsere Jungs in die NHL schafft, dann haben wir alles richtig gemacht. Zum anderen sehen die besten  jungen Spieler, dass sie es - eventuell auch über die Falken - bei uns schaffen können. Das macht es für uns einfacher, sie nach Mannheim zu holen. Damit fördern wir ja auch die Entwicklung des gesamten deutschen Eishockeys."

Heilbronner Falken erhalten weiterhin Perspektivspieler

Und er appelliert an den Verband und die anderen Vereine: "Wir müssen unsere eigenen Talente entwickeln und dürfen uns nicht nur auf Nordamerikaner, Skandinavier oder osteuropäische Spieler verlassen. Ich investiere lieber in einen Nachwuchsspieler als einen mittelmäßigen Ausländer."

Samuel Soramies.

Keinen Zweifel lässt Alavaara auch an der Fortsetzung des Camps aufkommen: "Wir werden es auf jeden Fall 2020 fortführen. Es war eine hervorragende Woche." Das sind doch gute Zukunftsaussichten für die Heilbronner Falken.

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